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Damien Rice ist zurück!

26 Sep

Schon vor ein paar Tagen habe ich auf dem Blog Eskimo Friends, der stets aktuell über Damien Rice berichtet, erfahren, dass der Sänger demnächst ein neues Album rausbringen wird. Und es wurde auch langsam Zeit, denn seine beiden bisherigen LPs sind bereits 11 („O“) beziehungsweise 8 („9“) Jahre alt. „My Favourite Faded Fantasy“, die Nummer 3 im Bunde, soll am 3. November erscheinen, und auf der Soundcloud-Seite von Damien Rice kann man bereits den Titelsong sowie „I Don’t Want To Change You“, einen weiteren Track vom Album, hören. Mir hat es vor allem ersterer angetan, und ich höre seit gestern nicht anderes mehr als dieses Lied.

AK Awards 2013

31 Dez

Weil es mir im letzten Jahr eine solche Freude war, in Form einer fiktiven Preisverleihung auf die Filme, Serien, Bücher und Spiele zurückzublicken, die ich in den vorangegangenen 12 Monaten besonders gut (oder auch schlecht) fand, mache ich es dieses Jahr wieder. Einmal mehr habe ich in verschiedenen Kategorien (aus den 17 vom letzten Jahr sind 14 geworden) jeweils 3 Kandidaten nominiert, und die übliche dreiköpfige Jury, bestehend aus mir, Alexander und Herrn Kords, hat einen Sieger gekürt. Wieder einmal ging es nicht darum, wann das Medium herauskam bzw. aktuell war, sondern darum, dass ich es im Jahr 2013 wahrgenommen bzw. konsumiert habe.

Bester Film

Es sind nominiert:

Compliance
Hänsel & Gretel Hexenjäger
Hitchcock

Ich habe festgestellt, dass ich in diesem Jahr gar nicht so viele Filme geschaut habe. Eindeutiger Gewinner in dieser Kategorie ist Hitchcock.

Bester Horrorfilm

Wie im letzten Jahr behandle ich die Horrorfilme extra, weil sie einmal mehr mein favorisiertes Genre darstellt haben. Nomoniert sind:

Alexandre Ajas Maniac
The ABCs Of Death
Wake Up And Die

Wake Up And Die war nicht so toll, The ABCs Of Death war leider nicht durchgängig gut, und deshalb gewinnt in dieser Kategorie Alexandre Ajas Maniac, vor allem wegen seines beeindruckenden Soundtracks.

Beste Comedy-Serie

Nominiert sind:

Ground Floor
Seed
Whitney

In dieser Kategorie konnte ich wie letztes Jahr aus dem Vollen schöpfen. Sowohl eine neue (Ground Floor) als auch eine bereits abgesetzte (Whitney) als auch eine kanadische Serie (Seed) sind nominiert. Es gewinnt Whitney wegen seines durchweg lustigen und sympathischen Ensembles und realistisch erzählter Geschichten.

Lustigste Serienfigur

Nominiert sind:

Max Black (Kat Dennings) – 2 Broke Girls
Remington Mansfield (John C. McGinley) – Ground Floor
Whitney Cummings (Whitney Cummings) – Whitney

Schade für die beiden nominierten Frauen, dass „Dr. Cox“ John C. McGinley nach dem Ende von Scrubs wieder in einer Serie zu sehen ist, denn dessen Darstellung des Firmenchefs Remington Mansfield in Ground Floor fand ich dieses Jahr am lustigsten.

Beste Drama-Serie

Nominiert sind:

American Horror Story
Orange Is The New Black
Under The Dome

Wieder einmal lag mein Fokus im Serienbereich eher auf den Comedys, weshalb die drei Nominierten sämtliche Drama-Serien sind, von denen ich 2013 überhaupt etwas gesehen habe. Die Gewinnerserie ist American Horror Story (war übrigens im letzten Jahr schon nominiert), von der ich die erste Staffel geschaut habe und die ich sehr gut gemacht fand.

Größte Serien-/Film-Enttäuschung

Nominiert sind:

Das Remake von „Evil Dead“
Der „Tatort: Kalter Engel“ aus Erfurt
Die Absetzung von „Go On“

Ich hatte mich sehr auf „Evil Dead“ gefreut, wurde aber sehr enttäuscht. Warum die meiner Meinung nach sehr gute Serie „Go On“ mit Matthew Perry nach nur einer Staffel abgesetzt wurde, war mir nicht klar. Aber was sich die Macher beim ersten Tatort aus meiner Heimatstadt Erfurt gedacht habe, entzieht sich komplett meinem Verständnis. Die Folge hatte ein schreckliches, wenig aufregendes Drehbuch, das noch dazu sexistisch war, ein unsympathisches Ermittlerteam, und sie zeigte noch nicht einmal was von der schönen Stadt. Der „Sieger“ in dieser Kategorie ist also „Tatort: Kalter Engel“.

Bestes Musikalbum

Nominiert sind:

„Orca“ von Serj Tankian
„The Golden Age“ von Woodkid
„Wagner: Reloaded“ von Apocalyptica

Man erkennt möglicherweise eine Tendenz zu orchestraler Musik. Letztlich ist es eine hauchdünne Entscheidung zugunsten von Woodkids „The Golden Age“, weil hier noch guter Gesang dazukommt.

Bester YouTube-Kanal

In dieser neuen Kategorie sind nominiert:

DVDKritik
Trigger.TV
zqnce

Durch seine Vielseitigkeit gewinnt Trigger.TV, das mittlerweile Wahre Verbrechen, wahre Storys heißt.

Bestes Buch

Nominiert sind:

„Das große Heft“ von Ágota Kristóf
„Der Beweis“ von Ágota Kristóf
„Tabu“ von Ferdinand von Schirach

Wie im letzten Jahr habe ich auch 2013 viel zu wenig gelesen – das zeigt sich nicht zuletzt darin, dass zwei Bücher einer Autorin nominiert sind. Die gewinnt aber nicht, sondern „Tabu“ von Ferdinand von Schirach als spannendes und stilistisch interessantes Buch.

Bestes iOS-Spiel

Nominiert sind:

Badland
Crowman & Wolfboy
Limbo

Eigentlich müsste Limbo gewinnen, aber das wäre zu einfach, nicht zuletzt, weil es sich um die Portierung des schon seit Jahren existenten Konsolenspiels handelt. Daher gewinnt Badland wegen seiner tollen Grafik und der abwechslungsreichen Level-Gestaltung.

Bestes schlechtes Spiel mit langer Spielzeit

Eine weitere neue Kategorie, in der es die folgenden Nominierten gab:

Angry Birds Go!
Bike Baron
Build-A-Lot 3

Alle drei könnte man als meine „Guilty Pleasures“ bezeichnen, da sie alle nicht sehr gut sind, ich aber trotzdem viel Zeit mit ihnen verbracht habe. Weil es das am wenigsten eintönige Spiel ist und die Idee des Originalspiels recht gut aufnimmt, gewinnt hier Angry Birds Go!.

Bester Podcast

Nominiert sind:

Fortsetzung folgt
LeCast
Sanft & Sorgfältig

Zum kleineren Teil aus Lokalpatriotismus (die Macher kommen aus Thüringen), zum größeren Teil aber, weil der Podcast mein Lieferant für Serienvorschläge ist, gewinnt hier Fortsetzung folgt.

Unterhaltsamste Medienperson des Jahres

Da muss es keine weiteren Nominierten geben, der Sieger heißt (wie im letzten Jahr) eindeutig Jan Böhmermann.

Nervensäge des Jahres

Hier sind nominiert:

Boris Becker
Robert Lewandowski
Uli Hoeneß

Auffälligerweise kommen alle drei aus dem Umfeld des Sports. Lewandowski darf gerne endlich nach München gehen, und der scheinheilige Hoeneß wird sehr wahrscheinlich nicht dorthin gehen, wo er eigentlich hingehen müsste, wenn alles mit rechten Dingen zugeht. Am anstrengendsten, weil auch das-eigene-Denkmal-zerstörend fand ich die medialen Auftritte von Boris Becker, der in dieser Kategorie „gewinnt“.

Musikempfehlungen (10)

27 Aug

Eigentlich mag ich Radiomusik nicht so sehr und vermeide es deshalb, größere Pop-Radiosender zu hören. Auf einem kleineren Sender habe ich am Wochenende (das schon über ein Jahr alte) „Lies“ von Chvrches gehört, und seitdem läuft es bei mir rauf und runter.

 

An einem anderen Lied kommt man (oder kam man? Läuft das noch im Radio?) eine Zeitlang nicht vorbei: „Blurred Lines“ von Robin Thicke. Ein Stück besser, weil witziger finde ich die Version, die Jimmy Fallon mit Robin Thicke und seiner Showband The Roots aufgenommen hat – nur mit Spielzeuginstrumenten.

Hundert Helden (20-21): Reinhard Lakomy & Monika Ehrhardt

19 Mrz

Cover_Der_Traumzauberbaum_largeIn dieser Kategorie stelle ich Personen des öffentlichen Lebens vor, die meine Kindheit und Jugend geprägt haben.

Diesmal: Reinhard Lakomy und Monika Ehrhardt, Musiker

Warum so heldenhaft? Nachdem ich bei den Beatles schon die antike Tonträgerform der Audiokassette erwähnt hatte, wird es jetzt noch ein wenig älter: Als ungefähr 8-Jähriger mochte ich eine Schallplatte namens „Der Traumzauberbaum“. Ich kann mich noch erinnern, dass ich sie vor allem im Hort nach der Grundschule gehört habe, ob wir sie auch zu Hause hatten, weiß ich aber nicht mehr. Komponiert wurden die Lieder von Reinhard Lakomy, die Texte stammen von seiner Ehefrau Monika Ehrhardt. Erzählt wird von den Waldgeistern Moosmutzel und Waldwuffel, die im Traumzauberbaum leben und deren Aufgabe es ist, die Traumblätter mit einer Stimmgabel zum Klingen zu bringen. Zusammengehalten wird die Geschichte von wunderbaren Liedern wie „Der Eierbecher“ und „Frosch-Rock’n’Roll“. Da ich immer bis 16 Uhr im Hort blieb, weil dann erst mein Schulbus nach Hause fuhr, war ich am Nachmittag viel mit Lesen und Schallplatten hören beschäftigt. Außerdem weiß ich noch, dass mein Schulfreund Olli und ich mit Dominosteinen elend lange Reihen über Tische, Stuhle und durch den ganzen Raum gebaut haben, um sie dann einstürzen zu lassen.

Wie ging es weiter? Wie bei anderen Medien auch, die ich als Kind mochte, habe ich mir vor einiger Zeit den „Traumzauberbaum“ besorgt – diesmal im mp3-Format. Vor Kurzem ist der 4. Teil erschienen, wobei ich noch nicht einmal etwas von einem 2., geschweige denn weiteren Teilen wusste; Infos zur Reihe, zu Konzerten und den beiden Machern sind auf der Homepage zum „Traumzauberbaum“ zu finden. Im Übrigen gibt es eine weitere Produktion von Lakomy und Ehrhardt, bei der mir zumindest der Name bekannt vorkommt, nämlich „Schlapps und Schlumbo“.

Und heute? Bei der Recherche, was Lakomy und Ehrhardt heute machen, erfuhr ich Tieftrauriges: Bei Lakomy wurde im Februar dieses Jahres ein Bronchialkarzinom festgestellt. Er hat sich dazu entschlossen, auf eine Chemotherapie zu verzichten.

Nachtrag vom 23. März 2013: Reinhard Lakomy ist heute im Alter von 67 Jahren in seinem Haus in Berlin-Pankow verstorben.

Hundert Helden (2-5): The Beatles

4 Mrz

thebeatlesIn dieser Kategorie stelle ich Personen des öffentlichen Lebens vor, die meine Kindheit und Jugend geprägt haben.

Diesmal: John Lennon, Paul McCartney, George Harrison und Ringo Starr, britische Musiker

Warum so heldenhaft? Unter den „Hundert Helden“ befinden sich natürlich auch Musiker, die Auskunft darüber geben, wie sich mein Musikgeschmack im Laufe meiner Kindheit und Jugend entwickelt hat. Tatsächlich sind die Beatles meine erste musikalische Erinnerung (wenn man mal von klassischen Kinderliedern absieht). Dass die Beatles so präsent in meinem frühen Leben waren, liegt daran, dass mein Vater ein großer Fan war und ist. Ich weiß noch, dass ich eine Musikkassette hatte (an der Art des Tonträgers man erkennt, wie lange das her ist), die ich rauf und runter gehört habe. Meine Lieblingslieder waren damals „And I Love Her“ und „She Loves You“.

Wie ging es weiter? Im weiteren Verlauf meines Lebens habe ich die Beatles aus den Augen verloren und mich auch nicht dafür interessiert, was die einzelnen Mitglieder mit anderen Projekten gemacht haben. Erst zu Studienzeiten habe ich die Musik „wiederentdeckt“ und mag seither vor allem die späte Phase der Beatles sowie John Lennons Schaffen danach. Das einzige Album, das ich von einem der drei anderen gerne höre, ist „Memory Almost Full“ (2007) von Paul McCartney. Als mein liebstes Beatles-Album hat sich übrigens „Rubber Soul“ etabliert.

Und heute? Als ich Ende 2008 zum ersten Mal in New York war, führte mich mein erster Weg (und gezwungenermaßen der meiner Begleiter) zum Dakota Building, dem Ort, an dem John Lennon drei Monate nach meiner Geburt erschossen wurde. Ich muss zugeben, dass es sehr bewegend war, vor dem Gebäude zu stehen. Gleich gegenüber, im Central Park, entstand bereits 1985 auf Veranlassung von Yoko Ono die Anlage Strawberry Fields, in der sich regelmäßig Fans und Bewunderer treffen und gemeinsam Lennon- und Beatles-Lieder singen. Zum Glück war das auch der Fall, als ich dort war, und auch das war sehr bewegend.

Musikempfehlungen (9)

13 Feb

Heute will ich mal wieder eine lange vernachlässigte Kategorie bedienen, diesmal mit zwei Liedern von Soundtracks.

Zum einen ist der großartige Dave Grohl unter die Regisseure gegangen und hat den Dokumentarfilm „Sound City“ über das gleichnamige Tonstudio in Los Angeles gedreht, das vor knapp einem Monat zugemacht wurde. Eine Menge an sehr bedeutenden Alben sind hier innerhalb von mehr als 40 Jahren entstanden. Neben der Beteiligung am Film selbst konnte Grohl auch viele Künstler für den Soundtrack gewinnen, die in den Sound City Studios aufgenommen haben, wie Josh Homme (Queens of the Stone Age), Trent Reznor (Nine Inch Nails), Krist Novoselic (Nirvana), aber auch Paul McCartney, von dem ich aber kein Album in der Diskographie des Studios finden konnte. Mit dabei ist auch Corey Taylor, der 2001 mit Slipknot für das Album „Iowa“ im Studio war. Er, Grohl, Rick Nielsen (Cheap Trick) und Scott Reeder (Kyuss) haben für den „Sound City“-Soundtrack den Song „From Can To Can’t“ aufgenommen:

 

Zum anderen höre ich gerade den Titelsong des Films „Django“ von Luis Bacalov rauf und runter, obwohl ich „Django Unchained“ von Quentin Tarantino noch gar nicht gesehen habe.

AK Awards 2012

30 Dez

Am Jahresende blickt man immer gerne zurück auf das Jahr, und wenn dieser Blick auf Medien fällt, geschieht es gerne in Form einer Preisverleihung. Ich habe mir in den letzten Tagen mal Gedanken gemacht, wer und was mich im Jahr 2012 so in Sachen Filmen, Büchern, Serien, Musik, Spielen und Personen beeindruckt hat, und um nicht eine langweilige Liste herunterzuschreiben, habe ich den AK Award ins Leben gerufen. Hier nominierte ich jeweils drei Kandidaten in 17 Kategorien, und eine dreiköpfige Jury, bestehend aus Alex, Herrn Kords und mir, kürte unter ihnen den Sieger. Wichtig zu wissen ist, dass es sich bei den Nominierten um Inhalte handelt, die nicht zwangsläufig aus dem Jahr 2012 stammen müssen; sie wurden nur von mir im Jahr 2012 konsumiert bzw. erstmals wahrgenommen.

Bestes Buch

Es sind nominiert:

  • Ferdinand von Schirach: „Der Fall Collini“
  • John Ajvide Lindqvist: „So finster die Nacht“
  • Ronald Reng: „Robert Enke. Ein allzu kurzes Leben“

Ich habe leider bei weitem nicht so viele Bücher in diesem Jahr gelesen, wie ich wollte. Und so wirklich gut waren nur die drei in dieser Kategorie nominierten. Das Buch, das mich am meisten bewegt und beschäftigt hat und deshalb zu Recht Sieger ist, ist „Robert Enke. Ein allzu kurzes Leben“ von Ronald Reng.

Enttäuschendstes Buch

Die Nominierten:

  • Andrea Maria Schenkel: „Finsterau“
  • Daniel Glattauer: „Ewig Dein“
  • Sarah Kuttner: „Wachstumsschmerz“

Eigentlich hat mich bei Glattauer nur das Ende enttäuscht, und bei Kuttner hätte ich mit minderer Qualität rechnen müssen. Also geht der „Preis“ an „Finsterau“ von Andrea Maria Schenkel, vor allem deshalb, weil man dank „Tannöd“ weiß, dass sie es besser kann.

Bester Nicht-Horror-Film

An der Kategorie erkennt man, auf welchem Filmgenre in diesem Jahr mein Fokus lag; nur wenige waren keine Horrorfilme. Die besten 3 von ihnen waren:

  • Friends With Benefits
  • Happythankyoumoreplease
  • Mary & Max

Alle drei waren großartig, aber am meisten berührt hat mich der tragikomische Animationsfilm Mary & Max, der daher den Preis gewinnt.

Bester Horrorfilm

Nominiert aus einer Vielzahl von guten Horrorfilmen, die ich dieses Jahr sah, sind:

  • Carriers
  • Chernobyl Diaries
  • V/H/S

Hier gewinnt ganz eindeutig V/H/S, weil er das Prinzip von Found Footage virtuos einsetzt und schon allein visuell ein Muss ist.

Bestes Musikalbum

Nominiert sind im Wesentlichen alle Alben, die mir in diesem Jahr gefallen haben, nämlich:

  • Chilly Gonzales: „Solo Piano II“
  • Michael Kiwanuka: „Home Again“
  • Regina Spector: „What We Saw From The Cheap Seats“

Sieger in dieser Kategorie ist Michael Kiwanuka mit „Home Again“, weil ich dieses Album auch nach Monaten noch regelmäßig und sehr gerne höre.

Bester Song

Eine recht schwierige Kategorie mit den folgenden Nominierten:

„Bust A Move“ ist eigentlich „nur“ ein Partysong, der in einer großartigen Szene in der Serie „Raising Hope“ verwendet wird. Sieger in dieser Kategorie sind die beiden Abschluss-Lieder „Unsustainable“ und „Isolated System“ vom Album „The 2nd Law“ von Muse, weil sie einfach nur episch sind.

Schönstes iOS-Spiel

Nominiert sind:

  • Eufloria
  • Jelly Defense
  • Osmos

Alle drei Nominierten bestechen sowohl durch wunderschöne Grafik als auch durch stimmungsvolle Musik. Der Sieger in dieser Kategorie ist Osmos, da es – im Gegensatz zu Eufloria und Jelly Defense – auch von Spielprinzip her einzigartig ist.

Bestes iOS-Casual-Game

Die folgenden drei Immer-mal-wieder-Spiele sind nominiert:

  • About Love, Hate And The Other Ones
  • Granny Smith
  • Where Is My Water?

Die perfekte Mischung aus schneller Unterhaltung und steigendem Schwierigkeitsgrad hat der Preisträger Granny Smith. Hier steuert man mit 2 Tasten eine Großmutter, die Äpfel schneller als ein Dieb einsammeln muss.

Bester Podcast

Aus meiner langen Abo-Liste habe ich nominiert:

  • Der Wahrheit
  • Medien-KuH
  • Retinacast

Alle drei befassen sich auf lockere Weise mit Themen, die mich interessieren, aber was den Sieger Retinacast ausmacht: Neben dem regulären Podcast, in dem pro Folge eine Serie besprochen wird, und der Pilotenprüfung, bei der nur die erste Folge einer neuen Serie unter die Lupe genommen wird, kam in diesem Jahr noch das Talk-Format Retinauten dazu, das sich mit sämtlichen Nerd-Themen befasst, die so relevant sind.

Beste Serie Drama

Diese Kategorie ist ein wenig ungerecht, weil ich von nur zwei Serien bislang mehr als eine Folge gesehen habe. Nominiert sind:

  • American Horror Story
  • Castle
  • Once Upon A Time

Von American Horror Story und Castle habe ich zum Beispiel nur eine Folge gesehen, erkenne aber jeweils ein großes Potential. Gewinner in dieser Kategorie ist aber Once Upon A Time, was eigentlich keine besonders herausragende Serie ist, mich aber durch den Einsatz von Märchenthemen und deren geschicktes Verweben mit der in der Gegenwart angesiedelten Handlung bislang (Stand: Mitte der ersten Staffel) sehr gut unterhalten hat.

Beste Serie Comedy

Hier konnte ich angesichts vieler guter Serien schon bei den Nominierten aus den Vollen schöpfen und ernenne:

  • Better Off Ted
  • Parks And Recreation
  • Raising Hope

Knapper Gewinner in dieser Kategorie ist Parks And Recreation, weil die Serie (Stand: Anfang der vierten Staffel) von Folge zu Folge noch besser wird, so gut wie jeder Charakter unheimlich lustig ist und noch dazu gute Geschichten erzählt werden.

Beste Episode

Es bleiben ja selten einzelne Folgen im Gedächtnis, aber die folgenden taten es bei mir:

  • How I Met Your Mother: „Magician’s Code“, Staffel 7, Episoden 23 & 24
  • Parks And Recreation: „Andy And April’s Fancy Party“, Staffel 3, Episode 9
  • Raising Hope: „Jimmy’s Fake Girlfriend“, Staffel 2, Episode 14

Das Staffelfinale von HIMYM war ziemlich gut und überraschend, bei der Folge von Parks And Recreation hatte ich gleich zwei Lachanfälle, aber der Sieger „Jimmy’s Fake Girlfriend“ aus Raising Hope war von vorne bis hinten gut erzählt, lustig und noch dazu romantisch.

Lustigste Serienfigur

Nominiert sind:

  • Burt Chance – Raising Hope
  • Ron Swanson – Parks And Recreation
  • Chloe – Don’t Trust The B- In Apartment 23

Eigentlich müsste Ron Swanson gewinnen, aber da Parks And Recreation „leider“ mindestens drei unglaublich lustige Figuren hat und in Raising Hope vor allem eine Figur herausragt, gewinnt hier Burt Chance.

Größte Enttäuschung bei Serien

Nominiert in dieser Kategorie sind:

  • Finale der 2. Staffel von Raising Hope
  • Start der 8. Staffel von How I Met Your Mother
  • Start der 3. Staffel von Happy Endings

Dass How I Met Your Mother nach 7 Staffeln nachlassen würde, war irgendwie abzusehen, Happy Endings ist nur noch schlecht, aber was mir noch immer zu schaffen macht: Was haben sich die Macher dabei gedacht, beim „Sieger“ dieser Kategorie, bei Raising Hope, die tote Serienmörderin wiederauferstehen, das Sorgerecht für das Baby bekommen und die Freundin des Vaters des Babys umbringen wollen zu lassen? (Anmerkung: Nur die beiden Folgen sind schlecht, ansonsten ist die Serie sehr gut und zu Recht als „Beste Serie Comedy“ nominiert.)

Unterhaltsamste Person Deutschland

Da habe ich nominiert:

  • Jan Böhmermann
  • Jens-Uwe Krause
  • Arnd Zeigler

Interessanterweise haben alle drei einen Bremen-Vier-Hintergrund, und zwei von ihnen moderieren die Lateline. Dank der von mir geliebten Formate Lateline, Sanft & Sorgfältig und vor allem Roche & Böhmermann gewinnt Jan Böhmermann die Kategorie.

Unterhaltsamste Person international

Da sind nominiert:

  • Lionel Messi
  • Muse
  • Slipknot

Man könnte meinen, dass Lionel Messi einen Vorsprung hat, weil ich ihn dieses Jahr persönlich traf, aber es gewann Slipknot, weil kaum ein Arbeitstag verging, an dem ich keinen Konzertmitschnitt der Band hörte.

Person mit ungerechtfertigt großer Medienpräsenz

Da gab es viel mehr als diese drei:

  • Felix Baumgartner
  • Javi Martínez
  • Sido

Gegen den 40-Millionen-Flop und den Schläger „gewinnt“ der Inhalt eines unfassbar teuren Raumanzugs, der vom Rand des Weltalls geworfen wurde und der jetzt ungerechtfertigterweise mit seriösen Sportlern in einen Topf geworfen wird, sprich: Felix Baumgartner.