Archiv | Oktober, 2012

Provocateur-Newsletter 14/2012

30 Okt

Trotz intensiver Arbeit an der neuen Ausgabe des Provocateur haben wir heute einen weiteren Newsletter losgeschickt. Dabei stammen folgende Artikel von mir:

Wie ein Ei dem anderen – über den Bildband „Identical“ von Martin Schoeller
La Dolce Macchina – über coole Kaffeemaschinen (vollständiger Artikel aus dem aktuellen Heft)
Die Top-Sportlerfrauen – über gutaussehende Partnerinnen von Sportlern
Unser Sprung in die Tiefe – über den Bungeesprung, den ein Kollege und ich vom Donauturm gemacht haben (mit professionell geschnittenem Video)
iLike – über Gadgets für iPhone und iPad (Teaser der Strecke aus dem aktuellen Heft)
Museumsreifes Fahrradlicht – über die Fahrradlampe Bookman Lights

4g (KW 43)

28 Okt

Ein Überblick über die Medien, die ich diese Woche konsumiert habe.

gelesen: Leider hatte ich diese Woche weder ein Buch noch meinen Kindle in der Hand.

gesehen: Meine Frau und ich haben die ersten Folgen einer sehr lustigen Serie geschaut. Sie heißt „Men At Work“ und ist eine klassische Sitcom, also mit Lachern im Hintergrund und rund 20 Minuten Länge. Im Mittelpunkt stehen vier Männer, die in der Redaktion eines Magazins arbeiten, und deren Begegnungen mit Frauen. Die Serie ist ziemlich vergleichbar mit „How I Met Your Mother“, nur ohne Lilly und Robin, dafür aber mit 2 Barneys. Was auch ziemlich cool ist: Einer der Hauptdarsteller ist Danny Masterson, der in „That ’70s Show“ den Hyde gespielt hat.

gehört: Eines meiner All-Time-Lieblingsalben ist „On The Moon“ vom Sänger und Jazz-Pianisten Peter Cincotti. Diese Woche habe ich sein neues Album „Metropolis“ gehört, und leider muss man die Bezeichnung „Jazz-Pianist“ mittlerweile streichen, denn das, was ich da hörte, war billiger, verwechselbarer und langweiliger Pop. Am Ende des Albums fand er dank orchestraler Begleitung wieder ein wenig zu alter Form zurück, aber da war es schon zu spät.
Dank der Funktion „Ähnliche Interpreten“ bei rdio.com fand ich, von den großartigen Bohren & Der Club of Gore ausgehend, den walisischen Musiker Brian Williams, der unter dem Namen Lustmord Platten aufnimmt. Das einzige verfügbare Album auf rdio ist „Other“ von 2008, und das ist so richtig gut. Ein Horrorfilm für die Ohren, mit düster-sphärischen Klängen, zuweilen von grellen Gitarren unterbrochen. Ein Beispiel ist das längste Lied auf dem Album, „Godeater“.

  

gespielt: Entgegen meiner Befürchtung kann ich dank automatischem Backup auch mit meinem neuen iPod auf die aktuellen Spielstände meiner Apps zurückgreifen.
Bei FIFA 13 für iPhone hatte ich ja letzte Woche vergessen, die Verträge meiner Spieler bei York City zu verlängern, weshalb ich nur noch mit 2 Spielern dastand. Und da ich mich in der gesamten einmonatigen Transferperiode zu Saisonbeginn mit teilweise absurd hohen Ablösesummen darum bemüht habe, die fehlenden 9 Spieler zu kaufen und am Ende einen einzigen (!) verpflichtet hatte, musste ich meinen Job kündigen und den Verein wechseln. Jetzt bin ich bei Wigan Athletic, ebenfalls in der 2. englischen Liga. Mit denen bin ich auch gleich in die Premier League aufgestiegen und habe den F.A. Cup gewonnen, weshalb ich in der aktuellen Saison in der Europa League spiele. Interessant fand ich, dass ich mir in Deutschland 2 Spieler gescoutet habe, die so gut sind, dass sie auch gleich zu einem Länderspiel eingeladen wurden.
Aber ich habe auch ein anderes Spiel gespielt, nämlich EPOCH. Man steuert einen Roboter und kämpft mit ihm in einer zerstörten Metallwelt gegen andere Roboter. Die Grafik ist dank der Unreal-Engine richtig schön, das Spiel selbst ist allerdings auf Dauer ein wenig einfallslos. In jedem Level bewegt man sich per Wischgesten hinter 3 Deckungen hin und her, man schießt automatisch und kann Granaten werfen oder Missiles abschießen. Wenn ich das Spiel nicht in einer Gratis-Aktion heruntergeladen, hätte ich mich wohl über seine Eintönigkeit geärgert.

   

Mein neuer iPod Touch

27 Okt

Zu Anfang ein kleines Bilderrätsel: Welcher von beiden ist mein neuer iPod?
 

Als Mitte September die neue Generation des iPod Touch vorgestellt wurde, habe ich mir gleich tags darauf ein Exemplar bei Amazon bestellt. Ich hatte erst überlegt, bei Apple ein graviertes Modell zu bestellen, aber dort erhöhte man den Preis spontan und live während meines Bestellprozesses um 10 Euro über den Amazon-Preis, weshalb meine Wahl dann klar war. Am Montag dieser Woche kam das gute Stück dann endlich, nach gut 1 1/2 Monaten Wartezeit.

Selbstverständlich bin ich mit dem iPod zufrieden, schließlich ist er bei weitem schneller als der alte (der stammt aus der vorherigen Generation, die ja auch schon wieder 2 Jahre auf dem Buckel hatte). Jetzt funktioniert das Wechseln zu einer neuen App reibungslos und schnell, noch dazu ohne dass man danach die vorherige App neu starten muss. Außerdem gibt es keine langen Wartezeiten mehr beim Starten des iPod aus dem Wartemodus oder wenn man die Musik stoppen will.

Gleich mit dabei war das neue iOS 6, das allerdings nicht die riesigen Neuerungen bringt. Ich muss aber dazusagen, dass ich selten mit dem iPod online bin und auch iCloud nicht nutze, und die Updates in iOS 6 gehen sich ja vor allem in diese Richtung. Gut gefällt mir, dass man bei Podcasts jetzt auf Knopfdruck jeweils 15 Sekunden nach vorne oder nach hinten springen kann, und das auch, wenn man vom Homescreen aus mit zweimaligem Drücken des Home Buttons die Schnellbedienung betätigt. Ansonsten gibt es zumindest für mich nichts Neues.

Enttäuscht war ich zum einen von dieser unnötigen Schlaufe, mit der man den iPod wie eine Kamera um das Handgelenk tragen kann. Ich benutze dieses billige Stück Pseudo-Leder nicht und habe es gleich in der Verpackung gelassen. Zum anderen kneifen diese neuen, angeblich super-ergonomischen Kopfhörer schon nach kurzer Tragezeit in den Ohren, und ich kann sie nur für eine halbe Stunde auf dem Arbeitsweg tragen und greife in der Arbeit zu anderen Kopfhörern.

„Tatort“ und mehr aus Thüringen

24 Okt

Ich bin immer voller Freude, wenn Thüringen, das deutsche Bundesland meines Herzens, überregional von sich reden macht. Schließlich habe ich die allerlängste Zeit meines bisherigen Lebens dort verbracht.

Leider dümpelt die derzeit höchstklassige Fußballmannschaft Thüringens, mein einstiger Heimatverein Rot-Weiß Erfurt, gerade in der Abstiegszone der 3. Liga vor sich hin und ist nur aufgrund eines geschossenen Tores mehr als Borussia Dortmund II nicht auf dem letzten Platz der Tabelle – was aber in dieser Saison schon der Fall war.

Dafür gewann aber eine Thüringer Radiomoderatorin Anfang September einen Deutschen Radiopreis, nämlich Sina Peschke von LandesWelle Thüringen. Bis 2009 moderierte sie noch bei Antenne Thüringen, dem Sender, der früher bei uns zu Hause am häufigsten im Radio lief.

Außerdem wurde schon im Juli verkündet, aus welcher Thüringer Stadt ab 2013 ein „Tatort“ kommt – und welches Team dort ermittelt. Als Stadt wurde Erfurt ausgewählt, was nicht gerade eine überraschende Entscheidung war, denn schließlich ist Erfurt die Landeshaupt- und größte Stadt des Bundeslandes. Das Team wird aus Benjamin Kramme, Alina Levshin und Friedrich Mücke bestehen. Kramme kommt gebürtig aus Weimar, ist aber noch nicht ganz großen Produktionen in Erscheinung getreten. Levshin wurde in Odessa geboren und bekam schon einige Preise für ihre Filmrollen, vor allem für die im Film „Kriegerin“. Mücke schließlich, der bekannteste der drei, war zuletzt in „What A Man“ und „Russendisko“ zu sehen, aber auch 2010 im Saarländischen „Tatort: Heimatfront“.

Und schließlich noch die Info, die heute große Wellen schlug: Es wird noch einen zweiten „Tatort“ aus Thüringen geben, nämlich aus Weimar. Geradezu sensationell sind die beiden Hauptdarsteller, die der MDR für den bislang nur als einmalige Auflage zu Weihnachten 2013 geplanten „Tatort“ gewinnen konnte. Das werden nämlich Christian Ulmen und Nora Tschirner sein.

[Film] Tucker And Dale vs Evil

23 Okt

Vor vielen Monaten habe ich den Trailer von „Tucker And Dale vs Evil“ gesehen und wollte damals schon unbedingt den Film schauen. Aus dem Trailer war schon ersichtlich, worum es im Film geht: Eine Gruppe von Jugendlichen macht Urlaub im ländlichen Teil Amerikas und trifft dort an einer Tankstelle auf die Hillbillies Tucker und Dale. Als Zuschauer erkennt man schnell, dass die beiden sympathisch sind, nur die Gruppe sieht in ihnen eine Bedrohung. Vor allem dann, als Allison eines Abends beim Klippenspringen bewusstlos ins Wasser fällt und von Tucker und Dale vermeintlich entführt wird. Beim Versuch, sie zu „retten“, bringen sich ihre Freunde auf unglückliche Weise nach und nach selbst um, was bei den Überlebenden den Glauben immer mehr schürt, dass die Hillbillies skrupellose Mörder sind.

Wie gesagt, man erkennt bereits im Trailer die Essenz des Films, und auch die meisten der makabren Tode der Jugendlichen werden dort schon gezeigt. Das nimmt dem Film leider schon die meisten seiner wenigen Überraschungsmomente. Es wird dann noch eine Romanze zwischen Dale und Allison eingeflochten, und es gibt noch einen „historischen Unterbau“, nachdem Chad, einer der Jugendlichen, in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit mordenden Hillbillies gemacht hat. Einige wenige lustige Szenen, vor allem die Dialoge zwischen Tucker und Dale sowie der Umgang von Allison und Dale, haben durchaus ihren Charme. Aber für mich funktioniert die gewünschte Parodie auf Splatter- und Horrorfilme leider nicht so gut, eben weil der Film am Ende doch viel zu konventionell gestrickt ist.

Die Schauspieler in „Tucker And Dale vs Evil“ waren zumindest mir allesamt unbekannt – mit einer Ausnahme. Allison kam mir irgendwie bekannt vor, aber ich wusste nicht woher. Auch bei ihrem Namen – Katrina Bowden – klingelte es nicht. Erst als ich auf ihrer IMDB-Seite nachgeschaut hatte, wusste ich, woher ich sie kenne: Sie spielt in „30 Rock“ die Cerie.

4g (KW 42)

21 Okt

Ein Überblick über die Medien, die ich diese Woche konsumiert habe.

gelesen: Wie es bei mir oftmals üblich ist, habe ich nicht weiter in dem Buch gelesen, das ich letzte Woche las, sondern bin kurz davor, ein anderes zu beenden. Und zwar bekam ich zur Vorbereitung auf mein Interview mit Jochen Schweizer vor einigen Wochen dessen Autobiographie „Warum Menschen fliegen können müssen“ zugeschickt. Ich hatte damals auch schon reingelesen, es auch gut gefunden, hatte dann aber nicht die Zeit, es zu beenden. Diese Woche habe ich das Buch beendet und finde es großartig.

gesehen: Ich habe einige Folgen der Serie „Parks & Recreation“ geschaut, außerdem ungefähr die Hälfte des Films „Perfect Sense“, der mir bislang ziemlich gut gefällt.

gehört: Dutzendfach hintereinander hörte ich an einem Tag dieser Woche die letzten beiden Lieder von „The 2nd Law“, dem neuen Album von Muse – „The 2nd Law: Unsustainable“ und „The 2nd Law: Isolated System“. Beide sind weitestgehend instrumental und einfach nur toll.
Außerdem habe ich bei rdio.com, wo ich gerade einen Test durchführe, das Album „Piano (Piano Instrumentals)“ von A Secret Sense gefunden, mit wunderschöner ruhiger Klaviermusik. Leider stellte sich bei der Recherche heraus, dass die anderen Alben von A Secret Sense unspannender Klavier-Pop sind.

   

gespielt: Bei FIFA 13 für iPhone bin ich diese Woche kürzer getreten, habe aber zumindest meine Drittligasaison mit York City beendet – mit dem Sieg in der Liga. In der Europa League verlor ich im Finale nach 1:0-Führung noch 1:2 n.V. gegen Manchester United, und beim Saisonabschluss verschlief ich die Vertragsverlängerungen mit meinen Spielern, so dass ich jetzt nur noch mit 2 Spielern dastehe. Aber ich bekomme eh nächste Woche meinen neuen iPod Touch, und dann muss ich ohnehin mit der Managerkarriere neu loslegen.
Ich habe aber auch das nette kleine Spiel „Don’t look back“ entdeckt. Das ist ein Jump’n’Run in einfachster Pixelgrafik, mit sehr leichter Bedienung (links, rechts, springen, schießen), hat aber von Anfang an einen ziemlich hohen Schwierigkeitsgrad.

     

Ich schreibe wie…

20 Okt

Auf der Lila Kolumne habe ich hier gerade den Link zu einem Test namens „Ich schreibe wie…“ gefunden. Dort kann man seinen Schreibstil anhand eines Texts analysieren lassen, den man in ein Fenster kopiert. Ich habe mal den Test mit drei recht aktuellen Blog-Einträgen gemacht.

Bei meinem Eintrag „Zombies und Menschenfleisch, tagsüber“ bekam ich folgendes Resultat:

Sigmund Freud

 

Der Text „Mein Oktober“ führte zu diesem Ergebnis:

Theodor Fontane

 

Und mein Eintrag „‚Happy Endings vs. New Girl‘ oder Warum auch Sitcoms eine Handlung brauchen“ förderte zutage, dass

Peter Handke

 

Eine ziemlich aparte Mischung. Was mich dann aber wirklich interessierte, war die Analyse meiner Kurzgeschichte „Nicht mein Fleisch und Blut“, die im aktuellen hEFt abgedruckt wurde (Infos darüber hier). Diese ergab, dass

Ildiko von Kürthy

 

Ich habe nie was von Ildikó von Kürthy gelesen, aber ich weiß nicht, ob ich dem Vergleich mit der Autorin von Büchern wie „Höhenrausch“, „Schwerelos“ und „Endlich!“ zustimmen kann. Ein wenig enttäuscht war ich zumindest. Aber es ist doch ein ziemlich breites Spektrum von Schreibstilen, dass ich demnach in mir vereine.

Infos über die Analysemethode gibt es übrigens hier nachzulesen.