Archiv | Januar, 2012

Provocateur-Newsletter 2/2012

31 Jan

Heute haben wir den neuen Provocateur-Newsletter verschickt. Von mir sind die folgenden Texte:

Der Retter ist ein Deutscher – über Thorsten Heins, den neuen Chef von RIM
Der Mann aus Stahl – über den Sieg von Novak Djokovic bei den Australian Open
Go, Sebastian, go! – über Sebastian Vollmer und seine New England Patriots, die im Super Bowl XLVI stehen
Gläserner Laptop – über den HP Envy 14 Spectre

Ohne Worte

31 Jan

Dann doch ein paar Worte: Ist das dein Ernst, Goldmann Verlag?

[iOS-Spiel] Jelly Defence

31 Jan

Das Genre der Tower-Defence-Spiele ist mittlerweile eines der größten, vor allem für mobile Spielgeräte. Eine kurze Erklärung für die, die trotzdem nichts damit anfangen können: Bei der Tower Defence geht es darum, Türme am Wegesrand aufzustellen, die vorbeilaufende (-fliegende, -schwimmende) Gegner abschießen, bevor sie in kritischer Anzahl das Ende des Weges erreicht haben. Da dieses Spielprinzip schnell an seine Grenzen stößt und per se recht langweilig ist (man sitzt nur da und sieht den automatisch schießenden Türmen zu), muss schon ein besonders fesselndes Beiwerk her.

In „Jelly Defence“ von iDreams sind die Invasoren kleine rote und hellblaue Monster, die lustige Geräusche machen. Man baut Türme auf, die ebenfalls rot und hellblau sind und jeweils auf die Monster gleicher Farbe schießen. Manche Monster hinterlassen nach ihrem Ableben Münzen, die man per Tap einsammeln und von denen man neue Türme bauen kann. Später kann man einen Erfinderbaum damit beauftragen, stärkere Türme zu entwickeln.

Das Besondere am Spiel ist der skurrile Humor, der bei der schrägen Musik beginnt und bis zu Kleinigkeiten wie den Bewegungen der Monster und den witzigen Beschreibungstexten geht. Ein hoher und motivierender Schwierigkeitsgrad ist dadurch gegeben, dass man die Türme nicht frei platzieren, sondern nur auf bestimmten Punkten aufstellen kann. Gerade hänge ich an einem Level („Wonderful oasis of resting“), in dem man insgesamt nur vier Türme bauen kann. „Jelly Defence“ muss man meiner Meinung nach unbedingt mal gesehen haben.

Kaufen kann man es hier.

„Was kann eigentlich Katy Perry?“

30 Jan

Der Titel dieses Artikels ist sowas wie ein geflügeltes Wort meiner Person geworden, wenn es um die benannte Sängerin und ihre meiner Meinung nach nicht vorhandene Daseinsberechtigung als Sängerin geht. Ich bin der Ansicht, dass sie nicht mehr kann, als mit großen Augen in Kameras zu schauen und ihre kaum verhüllten Brüste zu schwingen. Besonders ärgerlich fand ich, dass sie es sogar in die Serie „How I Met Your Mother“ geschafft hat – zum Glück nur für eine Folge.

Auf der anderen Seite – und das geht ein Stück von Katy Perry weg – muss man anerkennen, dass das, was so manche weichgespülte Pop-Tante so macht, qualitativ gar nicht so schlecht ist – wenn es nicht die Pop-Tante machen würde. So gibt es zum Beispiel ein beeindruckendes Cover von „I kissed a girl“, dem unsäglichen Durchbruch von Katy Perry, gesungen vom leider noch ziemlich unbekannten William Fitzsimmons:


Auch Rihanna gehört für mich in die Nicht-Musiker-Abteilung, aber wenn man ihr Lied „Umbrella“ nicht von ihr, sondern von Cœur de Pirate hört, hört man dann doch seine hohe Qualität:


Die dritte im Bunde der zu Unrecht Bekannten ist natürlich Britney Spears, von der man zum Glück in letzter Zeit nicht viel hört. Ihr Lied „Gimme more“ wurde von Sia gecovert:


Einigermaßen bekannt ist die israelische Sängerin Yael Naim, die mit „Toxic“ bekannt geworden ist, ebenfalls ein Britney-Spears-Cover:


Und ohnehin einen großen Namen hat Jamie Cullum, der Rihannas Lied „Don’t stop the music“ coverte:


Man muss also nur hinter die nervige Fassade blicken, und schon erkennt man, dass hinter manchen Liedern mehr steckt, als man vermutet.

[Herausforderung] Woche 4: Gewicht halten

29 Jan

aktuelles Gewicht: 92,1 kg (- 0,6 kg seit letzter Woche, – 6,0 kg in den letzten 3 Wochen)
Ernährungsvorgabe: keine
Zusatzvorgabe: Gewicht halten

Ich habe jetzt innert 3 Wochen 6 Kilo verloren, was ein ordentliches Ergebnis ist. Und da ich es nicht übertreiben will und dann den Hammer des Jo-Jo-Effekts abbekommen möchte, bremse ich mich nun für eine Woche und darf in der nächsten Woche essen, was ich will. Ich muss nur darauf achten, dass ich mein Gewicht möglichst halte. Dafür steige ich jeden Morgen auf die Waage, kontrolliere meine Gewichtsveränderung und reagiere im Laufe des Tages darauf.

Im Übrigen habe ich berschlossen, dass der Tag, an dem ich ab sofort essen darf, was ich will, von Sonntag auf Samstag vorverlegt wird. Ich habe nämlich festgestellt, dass ich mich zu sehr auf Sonntag freue, und das will ich nicht, weil das ja der letzte Tag des Wochenendes ist. Somit startet also die 5. Woche am nächsten Sonntag.

[Buch] „Wachstumsschmerz“ von Sarah Kuttner

29 Jan

Ich habe eine ziemliche Abneigung gegen Sarah Kuttner als Moderatorin und konnte mir auch keine ihrer Sendungen längerfristig anschauen. Ich weiß auch nicht, woran es liegt; vielleicht an ihrer aufgedrehten Art, ihrer Pseudo-Lustigkeit, ihrer Ausdrucksweise – keine Ahnung. Trotzdem habe ich ihren Debütroman „Mängelexemplar“ gelesen und war sehr positiv überrascht und angetan. Deshalb griff ich auch guten Gewissens zu „Wachstumsschmerz“.

Das Buch handelt von der Herrenschneiderin und Gelegenheitsschauspielerin Luise, die mit Anfang 30 mit ihrem Freund Flo zusammenzieht. In die Geschichte eingesprengte Memos lassen sehr früh erkennen, dass die Beziehung in die Brüche gehen wird. Und das war’s auch schon mit der Handlung. Luise hat eine Psychologie studierende Schwester, einen mürrischen Vater, eine seltsame (Ex-)Nachbarin und lernt einen netten älteren Mann kennen, mit dem sie sich über Beziehungen austauscht, und das war’s auch schon mit den wichtigen Figuren. Und das ist reichlich enttäuschend.

Kuttner macht handwerklich wirklich vieles richtig: Sie hat einen wortgewandten Stil, lässt viele Ideen in die Geschichte einfließen, aber eben diese Geschichte ist so dermaßen dünn, dass ich mich phasenweise durchkämpfen musste, weil so wenig passiert. Natürlich, der Fokus liegt auf Luises innerer Zerrissenheit bezüglich ihrer Zukunft. Sie ist sich nicht sicher, welche Richtung sie ihrem Leben geben soll und muss noch dazu mit der plötzlichen 24-Stunden-Nähe zu ihrem Freund klarkommen. Aber die Figuren sind sehr eindimensional gezeichnet, die inneren Monologe sind so langweilig und die Sprache ist teilweise viel zu wörtlich (mir fiel zum Beispiel die dreimalige Verwendung der Interjektion „okay“ als flektiertes Adjektiv auf – um mal den Liguisten raushängen zu lassen). Ich kann dieses Buch also nicht empfehlen.

[Herausforderung] Rückblick auf Woche 3

29 Jan

Zu Anfang meines Berichts muss ich ein Geständnis ablegen: Die vergangene Woche endete drei Stunden früher, da ich schon gestern abend um 9 eine Portion Currywurst aß. Aber nun zum Eigentlichen: der Ernährung in der letzten Woche. Ich hatte mir ja vorgenommen, nur Babybrei zu essen, und das tat ich auch – mit zwei Ausnahmen, die ich diesmal bereits am Montagabend und dann am Donnerstagabend nahm. Am Montag hatte ich ja mein Interview, und da war mir nicht so sehr nach Hungern, also machte ich mir eine Portion Nudeln mit Tomatensauce. Am Donnerstag gab es eine Pizza.

Vom Hunger her war die Woche vergleichbar mit der ersten, als ich nur Obst und Gemüse aß. Das Hauptproblem war, dass ich nicht einschätzen konnte, wie viel Essen ich brauche, weil so ein Baby ja weniger Energie braucht als ein Erwachsener. Also nahm ich mir regelmäßig weniger Brei in die Arbeit mit, als ich brauchte, und hatte meist am Nachmittag Hunger. Die Breie, die ich machte, schmeckten übrigens sehr gut. Ich hatte einen Möhren-Kartoffel-Brei, einen Gurken-Birnen-Brei mit Putenbrust, einen Grießbrei mit Banane, einen Reiswaffel-Brei mit Birne und einen Zwieback-Brei mit Apfelmus. Letzterer schmeckte mir zu sehr nach eingeweichtem Toastbrot, was ich nicht mag, aber alle anderen waren lecker.

Heute morgen stellte ich mich dann auf die Waage, und die zeigte 92,1 kg an. Im Vergleich zur letzten Woche ergibt das ein Minus von 600 Gramm. Was mich besonders freut, ist, dass ich bald kein Übergewicht mehr habe. Denn 92 kg ist laut BMI-Analyse bei meiner Größe von 1,90 m die Grenze zum Normalgewicht.