Hundert Helden (20-21): Reinhard Lakomy & Monika Ehrhardt

19 Mrz

Cover_Der_Traumzauberbaum_largeIn dieser Kategorie stelle ich Personen des öffentlichen Lebens vor, die meine Kindheit und Jugend geprägt haben.

Diesmal: Reinhard Lakomy und Monika Ehrhardt, Musiker

Warum so heldenhaft? Nachdem ich bei den Beatles schon die antike Tonträgerform der Audiokassette erwähnt hatte, wird es jetzt noch ein wenig älter: Als ungefähr 8-Jähriger mochte ich eine Schallplatte namens „Der Traumzauberbaum“. Ich kann mich noch erinnern, dass ich sie vor allem im Hort nach der Grundschule gehört habe, ob wir sie auch zu Hause hatten, weiß ich aber nicht mehr. Komponiert wurden die Lieder von Reinhard Lakomy, die Texte stammen von seiner Ehefrau Monika Ehrhardt. Erzählt wird von den Waldgeistern Moosmutzel und Waldwuffel, die im Traumzauberbaum leben und deren Aufgabe es ist, die Traumblätter mit einer Stimmgabel zum Klingen zu bringen. Zusammengehalten wird die Geschichte von wunderbaren Liedern wie „Der Eierbecher“ und „Frosch-Rock’n’Roll“. Da ich immer bis 16 Uhr im Hort blieb, weil dann erst mein Schulbus nach Hause fuhr, war ich am Nachmittag viel mit Lesen und Schallplatten hören beschäftigt. Außerdem weiß ich noch, dass mein Schulfreund Olli und ich mit Dominosteinen elend lange Reihen über Tische, Stuhle und durch den ganzen Raum gebaut haben, um sie dann einstürzen zu lassen.

Wie ging es weiter? Wie bei anderen Medien auch, die ich als Kind mochte, habe ich mir vor einiger Zeit den „Traumzauberbaum“ besorgt – diesmal im mp3-Format. Vor Kurzem ist der 4. Teil erschienen, wobei ich noch nicht einmal etwas von einem 2., geschweige denn weiteren Teilen wusste; Infos zur Reihe, zu Konzerten und den beiden Machern sind auf der Homepage zum „Traumzauberbaum“ zu finden. Im Übrigen gibt es eine weitere Produktion von Lakomy und Ehrhardt, bei der mir zumindest der Name bekannt vorkommt, nämlich „Schlapps und Schlumbo“.

Und heute? Bei der Recherche, was Lakomy und Ehrhardt heute machen, erfuhr ich Tieftrauriges: Bei Lakomy wurde im Februar dieses Jahres ein Bronchialkarzinom festgestellt. Er hat sich dazu entschlossen, auf eine Chemotherapie zu verzichten.

Nachtrag vom 23. März 2013: Reinhard Lakomy ist heute im Alter von 67 Jahren in seinem Haus in Berlin-Pankow verstorben.

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