Hundert Helden (24): Karsten Braasch

10 Apr

KarstenBraaschIn dieser Kategorie stelle ich Personen des öffentlichen Lebens vor, die meine Kindheit und Jugend geprägt haben.

Diesmal: Karsten Braasch, Tennisspieler

Warum so heldenhaft? Als Heranwachsender war ich verrückt nach Sport, sowohl aktiv also auch im Fernsehen. Bei letzterem zählte Tennis zu meinen Lieblingssportarten, was zu einer Zeit, als mit Boris Becker und Michael Stich sowie Steffi Graf und Anke Huber jeweils 2 deutsche Männer und Frauen an der Weltspitze waren, kaum verwunderlich ist. Da es mich aber immer zu den Underdogs zog, war keiner der soeben Genannten so wirklich in meinem Fokus, sondern ein verhältnismäßig durchschnittlicher Spieler, nämlich Karsten Braasch. Seine beste Weltranglistenplatzierung war Platz 38 im Jahr 1994, ein Einzelturnier konnte er in seiner gesamten Karriere nicht gewinnen. Allerdings war er 1994 im deutschen Team, das den Davis Cup gewann. Was ich so faszinierend an Braasch fand, war seine sympathische Art sowie sein Aufschlag, den er mit einem sehr unkonventionellen Bewegungsablauf ausführte. Hier gibt es einen Mitschnitt von einem Spiel von Braasch gegen den legendären Ivan Lendl, in dem man den Aufschlag sehr gut sehen kann. Außerdem trug Braasch auf dem Platz eine Brille, was ich als damaliger Brillenträger sehr cool fand. Ich weiß noch, dass ich, wenn ich Tennisspiele anschaute, sogar auf einem eigenen Scoreboard die gewonnenen Punkte, Spiele und Sätze mitschrieb.

Wie ging es weiter? 1998 war Braasch Gegner der Schwestern Venus und Serena Williams in einem Schauwettbewerb Mann gegen Frau. Dabei gewann er gegen Serena mit 6:1, gegen Venus mit 6:2. Ab 2000 spielte Braasch nur noch Doppel und gewann ab dann 5 seiner insgesamt 6 Turniere im Doppel. 2005 trat er von der Welttour zurück.
Da interessierte ich mich längst nicht mehr für Tennis. Allerdings spielte ich 2008/2009 in den USA vier Mal pro Woche Tennis und musste mich – im Gegensatz zu den anderen Teilnehmern des Kurses – nicht mit den Spielregeln befassen, weil ich die von damals noch sehr gut kannte. Ich habe in einem Turnier sogar den 3. Platz hinter 2 Mitgliedern des Universitätsteams belegt – aber das nur nebenbei.

Und heute? Braasch betreibt heute wohl eine Tennisschule und war zumindest 2012 noch bester deutscher Spieler in der Altersklasse M45.

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