[Buch] „Er ist wieder da“ von Timur Vermes

4 Jan

VermesIch habe endlich mal wieder ein Buch beendet, und zwar das viel diskutierte Was-wäre-wenn-Buch des halb-ungarischen Autoren Timur Vermes. Es geht darum, dass Adolf Hitler im Jahr 2011 aus unerfindlichen Gründen auf einem verlassenen Grundstück in Berlin aufwacht. Er findet Unterschlupf bei einem Kioskbesitzer, der ihn mit Fernsehproduzenten bekannt macht, die ihn als Comedy-Figur groß rausbringen wollen. Dabei kommt es immer wieder zu Missverständnissen und komischen Situationen, weil seine Umwelt Hitler für einen Schauspieler hält (und von seiner „Echtheit“ beeindruckt ist), während er hingegen alles, was er sagt, auch so meint. Erzählt wird das ganze aus der Ich-Perspektive von Hitler, der selbstverständlich auch zu allem, was ihm in der modernen Welt begenet (Smartphones, „Internetz“, Fernseh-Talkshows usw.), seinen Kommentar abgibt.

„Er ist wieder da“ löste mal wieder die Kontroverse aus, ob man über Hitler und Nazis Witze machen darf. Es sind auch wirklich ein paar herbe Späße im Buch enthalten, bei denen sich der Autor allerdings immer gut darauf herausreden kann, um wen es sich bei seinem Protagonisten handelt. Gleiches gilt für diverse Seitenhiebe in Richtung Medienzirkus, BILD-Zeitung, Politik und Oktoberfest, um nur einige der von Hitler attackierten Ziele zu nennen. Noch dazu ist Hitlers Duktus äußerst gut getroffen, nicht nur was die Wortwahl, sondern auch die Satzstruktur angeht. Aber ich fand, dass das nach einer Weile recht nervig wird, noch dazu deswegen, weil es kaum eine erzählenswerte Handlung gibt. Ich bin der Meinung, dass man gerne mal reinlesen kann, aber beenden muss man das Buch nicht unbedingt, weil irgendwann nicht mehr viel Neues passiert und zumindest ich mich dann bis zum Ende durchquälen musste.

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Eine Antwort to “[Buch] „Er ist wieder da“ von Timur Vermes”

  1. schneckspeck 4. Januar 2013 um 18:08 #

    Ich werde mich da denke ich auch mit dem Hörbuch beschäftigen anstatt es zu lesen. Christoph Maria Herbst ist ja nun mal wirklich die einzig richtige Wahl dafür. Und als Wuppertalerin schlägt mein Herz ja eh für meinen Mitbürger 😀

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