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2. Update zu „Ein Verkauf bei Amazon“ (und weitere Verkaufserlebnisse)

27 Nov

Zur Erinnerung: Ich verkaufte Ende September einen Fernseher über Amazon. Der Käufer meldete sich Anfang November bei mir und wollte den Fernseher zurückgeben. Amazon gab dem statt (langer Bericht von vor drei Wochen hier), und ich musste den Fernseher zurücknehmen. Er kam aber ohne Fernbedienung an (langer Bericht von vor zwei Wochen hier).

Die Geschichte hat nun ein einigermaßen versöhnliches Ende: Die Fernbedienung wurde ein paar Tage nach dem Fernseher per Post nachgeschickt, und ich erstattete das Geld. Leider verlor ich bei der ganzen Aktion um die 20 Euro, weil sich Amazon ein bisschen was von seinen Gebühren behalten hat und weil die Versandkosten von Österreich nach Deutschland generell viel zu knapp kalkuliert sind.

Ich habe den Fernseher gleich wieder zum Verkauf angeboten – für etwas weniger Geld und diesmal mit der Zustandsangabe „Gebraucht – sehr gut“ und nicht „Gebraucht – wie neu“. Letzteres verursachte ja die Probleme, und bei ersterem benötigt der Käufer keine Originalverpackung. Ich bin mal gespannt, ob diesmal alles reibungslos über die Bühne geht; das Paket ging gestern weg.

Wir verkaufen in letzter Zeit einige ältere Sachen über die österreichische Plattform willhaben.at. Das läuft auf privater Basis, Käufer und Verkäufer nehmen also direkt Kontakt zueinander auf. Wir haben zum Beispiel einen hölzernen Mobilehalter für 11 Euro angeboten. Eines Tages meldet sich eine Frau und meint, dass sie das Teil neu irgendwo für 15 Euro bekommt und sie uns also 5 Euro dafür geben würde. Als wir dankend ablehnten und auf unser Angebot von 11 Euro verwiesen, kam ihre (etwas unlogische) Auskunft: „Dann lass ich mirs lieber schicken, bevor ich noch Transportkosten hab.“ Unlogisch deshalb, weil sie bei uns das Teil ohne Zusatzkosten hätte abholen können und woanders mit Sicherheit Transportkosten gehabt hätte.

Auch vor Kurzem boten wir einen IKEA-Schrank, der neu 150 Euro kostet, für 65 Euro an. Prompt kam eine Nachricht von einem Interessenten, der er uns gerne 20 Euro dafür geben würde. Seine (diesmal etwas logischere) Begründung war, dass manche Leute lieber das wenige Geld nähmen als sich um die Entsorgung kümmern zu müssen. Glücklicherweise konnten wir kurz darauf aus zwei Interessenten wählen, die beide gewillt waren, uns die 65 Euro zu geben.

Und schließlich noch eine sehr nette Begebenheit in diesem Zusammenhang: Wir kauften einen Laufwagen für unsere Kleine, im Angebot standen 15 Euro. Als wir dann bei der Verkäuferin waren, zückte meine Frau das Portemonnaie und holte 5 Euro raus. Als sie noch einen 10-Euro-Schein suchte, meinte die Verkäuferin, dass sie froh ist, wenn der Wagen aus ihrem Keller verschwunden ist, und dass sie deshalb nur 5 Euro dafür nehmen würde.

1. Update zu „Ein Verkauf bei Amazon“

14 Nov

Der findige Leser erkennt bereits an der Überschrift dieses Eintrags, dass es 1. um ein Thema geht, dass ich bereits behandelt habe, und es 2. wohl nicht das einzige Update zu diesem Thema bleiben wird.

Kurzfassung: Ich habe Ende September einen Fernseher über Amazon verkauft, der nachweislich Anfang Oktober beim Käufer einging. Dieser bemängelte die Größe des Fernsehers sowie die Art der Verpackung und forderte eine Rücknahme meinerseits. Langfassung: hier.

Der letzte Stand war der, dass ich von Amazon aufgefordert wurde, entweder das Gerät zurückzunehmen oder darzulegen, warum ich nicht vorhabe, dies zu tun. Ich tat letzteres. Einen Tag später kam von Amazon die Aufforderung, das Gerät zurückzunehmen, mit Verweis auf die folgende Vorgabe bezüglich des von mir angegeben Zustands des Fernsehers:

Wie neu: Offensichtlich unbenutzter Artikel in hervorragendem Zustand. Muss nicht mehr in Folie eingeschweißt sein, Originalverpackung ist aber ansonsten intakt. Zeigt keinerlei Gebrauchsspuren. Lässt sich noch als Geschenk verwenden. Auf einer Bewertungsskala von 1-10 für gebrauchte Artikel, muss eine Bewertung von 10- oder höher angesetzt werden können.

Das heißt: Amazon geht es darum, dass ein „wie neu“er Gegenstand nicht nur „wie neu“ ist, sondern noch dazu in seiner Originalverpackung geliefert wird. Abgesehen davon, dass ich angegeben habe, dass der Fernseher „gebraucht – wie neu“ ist und deshalb meiner Auffassung nach durchaus benutzt sein konnte, kann man Amazon also formal keine Vorwürfe machen. Ich finde allerdings wenig kulant, gleich eine Rücknahme zu fordern, nur weil ein nicht relevanter Teil des Geräts (seine Verpackung) nicht vorhanden ist. Was den Käufer angeht: Der wollte nachweislich den Fernseher selbst nutzen, also nicht verschenken, und er wird sich wohl kaum die Originalverpackung neben das Gerät im Wohnzimmer hinstellen. Er schiebt also das Nichtvorhandensein einer Originalverpackung vor, um das Gerät, das ihm zu klein ist, aber der angegebenen Beschreibung entspricht, zurückgehen zu lassen.

Ich forderte also den Käufer auf, mir den Fernseher zurückzuschicken, und jetzt wird es lustig. Gestern kam das Paket mit dem Fernseher bei mir an. Der Fernseher war drin, Kabel und Bedienungsanleitung waren drin – aber keine Fernbedienung. Ich fragte gleich per Mail bei Amazon nach, wie die Sache nun weitergehen soll, da ich den Fernseher ohne Fernbedienung weder nutzen noch weiterverkaufen kann. Von Amazon kam heute eine recht kryptische Nachricht, dass der Käufer die Fernbedienung retourniert hat; ich verstand nur nicht, ob er behauptet hat, dass sie bereits im Paket mit dem Fernseher gewesen sein soll (was sie definitiv nicht war), oder ob demnächst ein separates Paket mit der Fernbedienung kommt.

Amazon schreibt auf seinen Hilfe-Seiten: „Als Verkäufer bei Amazon.de Marketplace unterliegen Sie hohen Standards.“ Wieso gilt gleiches nicht für Käufer? Wie kann es sein, dass jemand recht bekommt, der nach über einem Monat reklamiert, mit der schwammigen Behauptung, lange im Krankenhaus gewesen zu sein? Und wie kann es sein, dass er dann (wenn es wirklich so sein wird) recht bekommt, wenn er einfach einen Teil der Lieferung behält?

Für mich lässt das die beiden folgenden Schlüsse zu: 1. Wenn einem etwas nicht gefällt, was man bei Amazon gekauft hat, und die Rückgabefrist ist abgelaufen, dann behauptet man einfach, im Krankenhaus gewesen zu sein, und dann klappt das auch noch später mit der Rückgabe. 2. Man kann sich einfach ein mehrteiliges Produkt bestellen, behält dann einen Teil und behauptet, den Teil, den man behalten will, mitgeschickt zu haben.

Erneut: Mal abwarten, wie die Sache weitergeht.

Ein Verkauf bei Amazon

6 Nov

Ende September habe ich bei Amazon meinen Fernseher zum Verkauf angeboten. Er war nicht mal zwei Jahre alt, und ich habe ihn für rund 2/3 seines damaligen Kaufpreises angeboten. Loswerden wollte ich ihn, weil wir ihn seit über einem Jahr überhaupt nicht mehr und davor nur sporadisch nutzten. Nach wenigen Tagen bestellte ihn jemand, ich schickte ihn gut verpackt los, bekam das Geld und hörte nichts mehr, weder von Amazon noch vom Käufer. Alles soweit in Ordnung.

Am letzten Wochenende, also mehr als ein Monat später, meldete sich der Käufer. Er meinte, der Fernseher entspräche nicht seinen Erwartungen und wäre zudem zu spät geliefert worden. Er wäre im Krankenhaus gewesen und erst vor Kurzem entlassen worden, und erst danach kam das Gerät an. Zugleich gab er mir das schlechtestmögliche Feedback (1 von 5 Sternen), gab aber dort an, dass die Lieferung pünktlich war. Zu bemängeln hatte er einzig, dass die Adressen auf dem Paket handgeschrieben waren und die Art der Verpackung „nicht positiv für Amazon“ sei.

Ich schrieb ihm, dass ich das Paket Ende September losgeschickt habe, und was danach damit geschah, lag nicht in meiner Macht, sondern in der der Post. Zudem entschuldigte ich mich für die amateurhafte, aber dennoch effektive Verpackung. Ich fragte auch nach, was denn am Fernseher nicht seinen Erwartungen entspricht.

Er ließ mich plötzlich wissen, dass der Fernseher Anfang Oktober – also pünktlich – bei ihm ankam und sein Nachbar das Paket entgegennahm, weil er selbst ja zu der Zeit im Krankenhaus war. Als er wieder nach Hause kam, stellte er fest, dass ihm der Fernseher zu klein war und seine Antenne nicht angeschraubt werden konnte.

Ich schrieb ihm zurück, dass er genau wusste, was er bestellt – inklusive der Angaben über Größe und Vorhandensein der Antennen- und sonstigen Anschlüsse –, da die Beschreibung bei (und von) Amazon ausführlich genug war. Schließlich hatte ich genau das gleiche Gerät zum Verkauf angeboten, das ich knapp zwei Jahre zuvor selbst gekauft hatte. Dafür klickte ich sogar auf genau den Link bei meiner Bestellung von damals und dann auf den wunderbaren „Diesen Artikel verkaufen“, der bei jedem Produkt rechts zu finden ist. Es konnte also meinerseits kein Irrtum bezüglich der Angaben vorliegen. Zudem schrieb ich ihm, dass es mich wundert, dass er mir keine Fragen stellen konnte, bevor er auf „Bestellen“ geklickt hatte, aber nach dem Bestellen klappt das ganz wunderbar mit den Benachrichtigungen. Mein Abschlusssatz: „Unwissen ist kein Grund für eine Rückgabe.“

Heute bekam ich eine Nachricht von Amazon, unter dem Betreff „A-bis-z-Garantieantrag“. Der Käufer hat sich an Amazon gewandt und angegeben, dass das Gerät „in verkehrswesentlichen Eigenschaften abweichend“ ist. Die Begründung: „Der bestellte Fernseher entspricht nicht den Erfordernissen des Kunden.“ Grundsätzlich gibt es für mich einen Unterschied zwischen den Eigenschaften und den Erfordernissen. Die Eigenschaften hatte er schwarz auf weiß vor seiner Bestellung, und diese Eigenschaften konnte er mit seinen Erfordernissen in Einklang bringen – oder eben nicht. Wenn nicht, dann hätte er einfach von einer Bestellung absehen können.

Ich habe dann Amazon gegenüber Stellung bezogen und in wesentlichen geschrieben, dass ich die Beschreibung von Amazon übernommen und somit genau das Gerät verkauft habe, das ich auch bei Amazon gekauft hatte. Zudem hat mich der Käufer nicht vorher kontaktiert, um mir Fragen zum Produkt zu stellen. Sollte er noch immer auf eine Rücksendung bestehen, so soll er mir bitte nachweisen, dass er etwas anderes bekommen hat als das, was er auch bestellt hat.

Im FAQ von Amazon habe ich gelesen, dass die „A-bis-z-Garantie“ drei Fälle abdeckt: 1. Das Gerät wurde nach Bestellung und Bezahlung nicht geliefert. 2. „[…D]ie Beschaffenheit des Artikels weicht in wesentlichen Eigenschaften von der Beschreibung des Verkäufers ab.“ 3. „Der Käufer hat einen Artikel wie vereinbart zurückgeschickt oder möchte dies tun, doch der Verkäufer reagiert nicht.“ Die Punkte 1 und 2 treffen in diesem Fall definitiv nicht zu, und bei Punkt 3 ist es so, dass ich binnen weniger Stunden – praktisch gleich, nachdem ich die jeweiligen Nachrichten gelesen hatte – reagiert habe. Und wenn der Käufer ohnehin als Rückgabegrund angibt, dass das Gerät nicht der Beschreibung entspricht, ist er sowieso und nachweislich auf dem Holzweg.

Ich finde es einfach nur enttäuschend, dass es Menschen gibt, die einfach arglos auf „Bestellen“ klicken und dann denken, sie können einfach alles schön wieder zurückschicken, wenn es ihnen nicht gefällt. Vor allem dann, wenn der Kauf von Privatperson zu Privatperson passiert. Vor allem dann kann man im Vorfeld relevante Fragen klären. Ich habe alles richtig gemacht in dieser Sache, aber im schlimmsten Fall gibt Amazon dem Käufer recht, und ich verliere Geld dadurch, weil ich ja Kosten für Verpackungsmaterialien und Versand hatte.

Aber mal abwarten, wie die Sache weitergeht.

Alte Technik verkaufen

20 Jan

Ich habe vor ungefähr einem Jahr von einem Service namens Flip4new gehört. Dort kann man seine in die Jahre gekommenen technischen Geräte in Zahlung geben, und zwar zu einem Preis, den man im Vorhinein auf der Homepage sehen kann. Auf flip4new.de gibt man genau an, welches Gerät man verkaufen will, und beantwortet ein paar Fragen zum Zustand und zum noch vorhandenen Zubehör. Dann wird sofort die Summe angegeben, die man bei Verkauf erhält. Den Versand zahlt Flip4new, man druckt sich einfach einen Versandschein aus. Dann wartet man, dass die Geräte geprüft werden, wenn alles in Ordnung ist, bekommt man den vollen Preis, wenn nicht, kann man entscheiden, ob man ein alternatives Angebot annimmt oder die Geräte zurückhaben will; auch das ist dann wieder kostenlos.

Ich hatte damals meinen zwei Jahre alten iPod Touch verkauft. Es wurden ein paar Kratzer auf der Rückseite beanstandet, weshalb 10 Euro abgezogen wurden, aber ich habe noch mehr als die Hälfte des Kaufpreises zurückbekommen. Und dieser Tage habe ich zwei Kameras und einen Laptop verkauft. Die eine Kamera war uralt, ich hab dafür 50 Cent bekommen, aber so musste ich mich wenigstens nicht um die Entsorgung kümmern. Wer also alten Kram loswerden und dabei noch ein wenig Geld mitnehmen will, dem sei Flip4new empfohlen.