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Hundert Helden (27): Stephen King

22 Jun

stephen_kingIn dieser Kategorie stelle ich Personen des öffentlichen Lebens vor, die meine Kindheit und Jugend geprägt haben.

Diesmal: Stephen King, Autor (Bildquelle: stephenking.com)

Warum so heldenhaft? Es gibt wohl kaum jemanden auf der Welt, der noch nie von Stephen King gehört, eines seiner Bücher gelesen oder einen der Filme gesehen hat, die daraus entstanden sind. Schließlich wurden von seinen Büchern über 400 Millionen Exemplare verkauft.
Ich kam recht früh zu Stephen King, weil meine Mutter eine recht große Sammlung an Büchern hatte, die ich nach und nach las. Ich glaube, dass diese Bücher die ersten Romane für Nicht-Kinder waren, die ich in meinem Leben gelesen habe (was einiges erklärt). Zu meinen liebsten Büchern zählten damals „Friedhof der Kuscheltiere“, „Cujo“ und „Es“. Zudem war ich begeistert vom Film „Cujo“.

Wie ging es weiter? „The Stand – Das letzte Gefecht“ zählt zu den 5 besten Büchern, die ich je gelesen habe. „Die Augen des Drachen“ ist für mich eines der besten Stephen-King-Bücher überhaupt, obwohl es keinerlei Horrorelemente enthält. Und ich habe den Fehler gemacht, dass ich gewartet habe, bis „The Green Mile“ vollständig erschienen ist (es kam damals als Fortsetzungsroman in 6 Bänden heraus), da mir so 5 Cliffhanger entgangen sind.

Und heute? Den „neuen“ Stephen King vernachlässige ich ziemlich, da ich nach „The Green Mile“, also seit 1996, kein einziges Buch mehr von ihm gelesen habe. Und das, obwohl der Roman „Der Anschlag“ ganz weit oben auf meinem Zu-lesen-Stapel liegt. Vielleicht bin ich seit 2003 vom unheimlich schlechten Film „Dreamcatcher“ abgeschreckt.

Stilist vs. Fantast

29 Feb

Wie so viele Leute, die gerne lesen und auch gerne mal was schreiben (Blogs, Briefe oder – in meinem Fall – Magazinartikel), nehme ich mir schon seit geraumer Zeit vor, ein Buch zu schreiben. So geraum ist die Zeit mittlerweile, dass sie eine zweistellige Jahreszahl erreicht hat. Neulich Nacht, als das mit dem Schlafen mal wieder nicht so besonders gut klappen wollte, habe ich mir mal Gedanken zum Thema gemacht.

Meiner Meinung nach kann man Autoren in drei Kategorien einteilen: Stilisten und Fantasten – und die, die beides gleichzeitig sind. Ein Stilist ist jemand, der großartig schreiben kann, eine elegante und eloquente Wortwahl hat, feine Satzkonstruktionen zu Papier bringt und einfach die Sprache beherrscht, derer er sich bedient; die Story ist bei ihm eher im Hintergrund. Ein Fantast hingegen schafft Welten, in denen man sich verlieren und dabei vergessen kann, dass es „nur“ ein Buch ist, in das man so derart gesogen wird. Bei ihm geht es dann weniger um die Sprache. Um mal ein paar Beispiele zu nennen: Stephen King und Cornelia Funke sind für mich Fantasten, Ferdinand von Schirach mit seinem Roman „Der Fall Collini“ und Friedrich Dürrenmatt mit „Das Versprechen“ sind Stilisten. Meine große Verehrung gilt vor allem den Autoren, die Fantasie und Stil in ihren Publikationen vereinen. Daniel Kehlmanns „Die Vermessung der Welt“ gehört dazu, „Das Parfüm“ von Patrick Süßkind ebenso, außerdem so vieles von Alex Capus.

Ich habe die Befürchtung, dass ich eher ein Stilist wäre, weil ich bestimmt nicht genug Fantasie und Ideen habe, etwas zu schaffen, was es in dieser Form noch nicht gibt – das muss ja keine eigene Welt sein, es täte ja auch eine einzigartige Story oder atemberaubende Wendungen. Natürlich, Sprache kann auch den Atem rauben, und ein unverwechselbarer Erzählstil täte es auch. Aber erstrebenswert wäre es doch, Stilist und Fantast gleichzeitig zu sein.