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„Wo ist mein Wasser? 2“

16 Sep

Bildschirmfoto 2013-09-16 um 17.57.07„Wo ist mein Wasser?“ ist eines meiner liebsten Spiele für iOS-Geräte. Mit seiner simplen Spielidee, durch Wischen auf dem Bildschirm Sand zu entfernen und so den Weg des Wassers zu einem Ziel zu bahnen, hat es mir über Stunden Spaß gemacht; ich habe hier meine Erfahrungen damit niedergeschrieben. Relativ unbemerkt ist nun der zweite Teil erschienen und wurde (welch Überraschung) auch gleich von Apple zum „Spiel der Woche“ gemacht.

Auffällig ist zunächst, dass „Wo ist mein Wasser? 2“ kostenlos ist. Wer Apps und deren aktuelle Entwicklung kennt, wird schon ahnen, was das bedeutet: Das Spiel soll sich über In-App-Käufe finanzieren. Ich habe es mir trotz meiner Vorbehalte gegen dieses Bezahlsystem heruntergeladen und ausprobiert. Und das Spiel sieht auch erstmal nicht schlecht aus. An der Mechanik wurde im Vergleich zum Vorgänger kaum etwas verändert, es sind sogar ein paar neue Elemente hinzugekommen, die man schon von diversen Erweiterungen und Ablegern des Originals kennt. So kann man Levels unter neuen Prämissen ein weiteres Mal spielen, wenn zum Beispiel eine magische Ente durch das Spielfeld wandert, die man mit dem Wasser einfangen muss. Oder wenn man das Wasser ins Ziel bringen muss, ohne die Enten zu berühren. Oder wenn das Level auf dem Kopf steht. Das hat wieder so viel Spaß gemacht wie im ersten Teil.

Doch dann kam die Stelle, als ich entschieden habe, nicht mehr weiterzuspielen und „Wo ist mein Wasser? 2“ zu löschen. Irgendwann nämlich war irgendein seltsamer Energiebalken leer (keine Ahnung wodurch), und ich sollte 15 Minuten darauf warten, bis er sich wieder aufgeladen hat und ich weiterspielen kann. Alternativ hätte ich auch irgendwas auf Facebook posten oder Geld bezahlen und dann gleich weitermachen können. Da ich aber ein geduldiger Typ bin, habe ich die App beendet und bin ein paar Stunden später zurückgekehrt. Doch statt ein weiteres Level spielen zu können, sollte ich gleich nochmal 25 Minuten (!) warten. Da hat es mir dann gereicht.

Es gibt ja ein paar Beispiele, bei denen sich die ungeliebten In-App-Käufe nicht auf den Spielspaß auswirken (wie „Pflanzen gegen Zombies 2“ oder „Real Racing 3„), aber im Fall von „Wo ist mein Wasser? 2“ ist man eindeutig den falschen Weg gegangen und hat so den guten Ruf einer an sich tollen Spielereihe zerstört.

[iOS] FIFA 13 für iPhone

28 Sep

Seit gestern habe ich die neue Version der FIFA-Reihe für den iPod Touch (und natürlich auch für das iPhone), nämlich FIFA 13. Da ich bis einen Tag vorher noch intensiv FIFA 12 gespielt habe und mit FIFA 13 auch schon eine halbe Saison mit Borussia Dortmund hinter mir habe, kann ich ganz gut zwischen den beiden Versionen vergleichen.

Wenn man FIFA 13 startet, fällt sofort das aufgeräumtere Menü auf. Man muss sich zwar erst ein wenig umsehen, um herauszufinden, was wo ist, aber dann ist alles sehr sinnvoll strukturiert. Sehr schön ist es, dass alle Spieler im Foto zu sehen sind, wenn man mit ihnen im Managermodus Verträge abschließen oder verlängern oder sie verkaufen möchte. Auch die Spieleraufstellung vor dem Spiel sieht viel besser aus, weil sie jetzt die ganze Breite des Bildschirms nutzt und sich die Ersatzspieler per Tastendruck verbergen lassen. Neu ist die Funktion ist, dass man ein eigenes Turnier erstellen kann.

An den Grundfunktionen der Managerkarriere hat sich nicht so viel geändert. Das Platzieren von Trainingseinheiten im Kalender ist allerdings viel einfacher geworden. Neu ist auch, dass man vor der Saison nicht mehr drei beliebige (und meist viel zu starke) Testspielgegner vor die Nase gesetzt bekommt, sondern dass man sämtlichen im Spiel existierenden Vereinen das Angebot für ein Freundschaftsspiel machen kann; man kann sogar anbieten, ob es ein Heim- oder ein Auswärtsspiel wird und wie die Verteilung der Einnahmen aussehen wird. Der angefragte Gegner kann dann zu- oder absagen.

Im Fußballspiel selbst fällt zunächst auf, dass sich die Grafik kaum geändert hat. Allerdings kann man tatsächlich die Spieler in Nahaufnahmen an ihrem Gesicht erkennen. Zudem ist alles irgendwie runder und dynamischer animiert als im Vorgänger. Ein großes Plus ist der zusätzliche Button für Spezial-Bewegungen. Bei FIFA 12 berührte man zweimal den Bildschirm, und der ballführende Spieler machte irgendeine Bewegung, auf die man keinen Einfluss hatte. Jetzt berührt man den neuen Button und zeichnet mit dem Finger eine Linie – nach links, dann nach unten oder nach rechts, zurück in die Mitte und dann nach oben -, und es werden Tricks wie Übersteiger oder Ausfallschritte gemacht. Die jeweiligen Kombos werden unter anderem bei jedem Ladebildschirm vor den Spielen gezeigt.

Leider werden noch immer nicht die Torschützen eines Spiels gespeichert, so dass man am Ende des Spiel nicht mehr sehen kann, wer die Tore gemacht hat. Aber wenigstens steht nach einer Aktion (Tor, Auswechslung, Karte, Verletzung) am oberen Bildschirmrand, welchen Spieler sie betraf. Bei FIFA 12 hatte ich oft keine Ahnung, ob ein Spieler von mir Gelb oder Rot bekommen hat, weil ich die nervige Animation weggeklickt hatte, und jetzt sehe ich es nach der Aktion nochmal geschrieben.

Ich hatte hier mal eine Liste von Dingen erstellt, die mich an FIFA 12 gestört haben. Auf der stand unter anderem das mit der fehlenden Torschützenstatistik im Spiel. Wenn ich FIFA 13 ein wenig ausgiebiger getestet habe, werde ich bestimmt einen Eintrag machen, in dem ich schaue, welche Mängel von der Liste noch immer existieren und ob vielleicht sogar noch etwas dazugekommen ist.

[iOS] Plague Inc.

4 Sep

Am Wochenende habe ich ein außergewöhnliches Spiel heruntergeladen und ausprobiert: Plague Inc. von Ndemic Creations. Als ich meiner Frau beschrieb, was genau man im Spiel machen muss, war sie angewidert. Ich hingegen finde es äußerst kreativ: Es geht darum, dass man seine eigene Epidemie auf die Beine stellt und die Menschheit auslöscht.

Zu Anfang eines Spiels entscheidet man, in welchem Land die eigene Krankheit (der man sogar einen eigenen Namen geben kann) ausbrechen soll. Dazu steht eine Weltkarte zur Verfügung, auf der zu sehen ist, ob ein Land einen Hafen und/oder einen Flughafen hat. Zusätzliche Infos über Klima und Reichtum des Landes können abgerufen werden, da all dies wichtig ist für die Weiterverbreitung der Krankheit. Am besten ist es, in einem armen, aber dennoch per (Flug)Hafen angebundenen Land zu starten. Und dann geht die Ansteckung los. Man hat am unteren Displayrand eine Statistik, die zeigt, wie viele Menschen infiziert und wie viele schon der Krankheit zum Opfer gefallen sind; dies kann man sich für jedes Land und für die ganze Welt anzeigen lassen.

Die „Währung“ im Spiel sind DNA-Punkte. Diese bekommt man, wenn die Anzahl der Infizierten steigt, wenn die Krankheit in einem Land ausbricht, in dem sie noch nicht war, und wenn man auf dem Bildschirm aufpoppende Blasen berührt. Von den DNA-Punkten kann man seine Krankheit in dreierlei Hinsicht verbessern: Zum einen kann man ihre Symptome gefährlicher machen, von Niesen bis hin zu multiplem Organversagen gibt es vielfältige Möglichkeiten, die jeweils aufeinander aufbauen. Zum anderen kann man die Übertragungsformen erweitern, zum Beispiel durch Insekten, Vögel, Haustiere, Luft oder Wasser. Und schließlich kann man an der Resistenz der Krankheit gegen bestimmte Einflüsse arbeiten, also beispielsweise gegen Kälte, Hitze und Impfstoffe.

Sobald die Krankheit eine große Anzahl von Menschen befallen hat, wird die Menschheit auf sie aufmerksam und arbeitet an Gegenmitteln. Dann sieht man eine Prozentangabe, wie weit die Forschung in Sachen Bekämpfung der Krankheit ist. Erreicht sie 100 Prozent und es leben noch Menschen auf der Erde, ist das Spiel verloren.

Es ist ein ungewöhnliches und auch sehr makabres Konzept, aber dennoch ein sehr gutes Strategiespiel. Was mich ein bisschen stört, ist die Willkürlichkeit, mit der man DNA-Punkte erhält. Irgendwann bekommt man keine mehr durch Neu-Infizierte, sondern ist darauf angewiesen, dass Blasen erscheinen, die man berühren kann. Wenn das geschieht, schaut man schön dem Balken zu, der zeigt, dass es bald ein Gegenmittel gegen die Krankheit gibt, denn dann kann man gar nichts mehr machen. Ich habe bislang nur ein Spiel auf der leichtesten Stufe gewonnen, in der mittleren Schwierigkeit habe ich in 3 Versuchen noch nicht die Menschheit auslöschen können.

Außerdem: Das Spiel ist recht textlastig, vor allem bei der Beschreibung der Krankheitssymptome, wer also nicht so gut Englisch kann, wird seine Probleme haben.

Das Spiel kann man hier herunterladen.

Stattdessen…

27 Jul

Heute machten meine Frau und unsere Tochter einen fast dreistündigen Mittagsschlaf. Ich legte mich nicht mit hin, weil es sich immer recht schlecht vorhersagen lässt, wie lange unsere Kleine schläft. Meist bleibt sie bei unter einer halben Stunde, nur ganz selten hat sie tagsüber die Augen so lange zu wie heute, und dann finde ich es nur anstrengend, dann gleich wieder geweckt zu werden. Jedenfalls verbrachte ich die Zeit im Wohnzimmer, und da ich ja gerade keine Lust zu schreiben habe, beschäftigte ich mich wie folgt:

Ich setzte mich auf den Balkon und schaute zuerst ein Let’s Play von Stevinho, in dem er den Fußball Manager 12 spielte. Ich hatte den ersten Teil schon vor ein paar Tagen geschaut, den zweiten Teil schaute ich heute. Ich mag Let’s Play sehr gerne, da die Spiele heutzutage sehr gut zum Anschauen sind (wenngleich ein Fußball-Manager nicht unbedingt zu den Spielen zählt, die man allgemein gerne nur gespielt sieht), komme aber viel zu selten dazu, mir wirklich eins anzuschauen. Im Fußball Manager 12 spielt Stevinho die (mittlerweile vergangene) Saison 2011/12 mit Werder Bremen.

Dann war mir danach, selbst mal wieder FIFA 12 auf dem iPod Touch zu spielen, und weil ich von vorne anfangen wollte, löschte ich das Spiel und installierte es neu. Dann begann ich eine Karriere beim FC Barcelona, bei dem ich erstmal ordentlich aufräumte. Für das Tor kaufte ich René Adler, in der Abwehr hielt ich erstmal alle ursprünglichen Spieler, und die Offensive sieht nun so aus: vorne Lionel Messi, Lukas Podolski und Marco Marin, dahinter Marco Reus, Mario Götze und Toni Kroos, dazu Cesc Fábregas. Damit holte ich mir erstmal den spanischen Superpokal gegen Real Madrid und startete mit einer Siegesserie in die Liga.

Währenddessen hörte ich einen sehr hörenswerten Podcast, den ich neulich neu entdeckt habe. Er heißt [angespielt] und behandelt pro Folge monothematisch ein Videospiel. In der neuesten Folge ging es um „Spec Ops: The Line“, und obwohl ich dieses nie gesehen, geschweige denn gespielt habe, war es sehr interessant, Marcus Richter, dem Macher des Podcasts, und seinem Gesprächspartner Konstantin Frick, einem der Programmierer vom „Spec-Ops“-Studio Yager, zuzuhören. Sie erlaubten einen Blick hinter die Kulissen bei der Entwicklung eines Spiels und betrachteten das Spiel durchaus auch kritisch.

Ich fand es gut, mal nicht krampfhaft darüber nachzudenken, was ich Sinnvolles machen könnte, sondern einfach nur das zu machen, worauf ich Bock habe. Das ist auch das, was ich unter Urlaub verstehe.

[iOS-Spiel] Tiny Wings Updated

12 Jul

Als großer Fan des Spiels „Tiny Wings“ war ich schon sehr gespannt, was da heute als zweiter Teil des iOS-Spiels kommen würde. Am Ende war es kein echter Teil 2, sondern ein ziemlich gutes Update, aus dem andere Hersteller bestimmt eine neue App gemacht hätten, um ein zweites Mal zu kassieren. Aber Tiny Wings Version 2.0 ist kostenlos, wenn man das Spiel schon für iPhone und iPod hat.

Am Spielprinzip von „Tiny Wings“ hat sich nichts geändert. Noch immer springt man mit einem kleinen Vogel mit zu kurzen Flügeln über Hügel und flieht vor dem Eintreffen der Nacht. Mit einem simplen Berühren des Bildschirms legt der Vogel die Flügel an und begibt sich in Sturzflug, so dass man einen Abhang ansteuern kann, um wieder nach oben zu fliegen. Wohl aber ist die Grafik noch schöner geworden, Retina-Display-unterstützend und die farbenfrohe Landschaft noch mehr zur Geltung bringend. Neben dem regulären Spiel, bei dem man jeweils 3 Aufgaben erfüllen muss, um ein besseres Nest zu bekommen, gibt es einen neuen Modus namens „Flugschule“. Das ist eine Art Rennen gegen drei computergesteuerte Vögel. Man muss unter den besten Drei ins Ziel kommen, um einen Fisch als Belohnung zu bekommen und ins nächste Level zu gelangen. Die neuen Levels sind extra für die „Flugschule“ erstellt worden und bestehen aus viel mehr geraden Flächen als das reguläre Spiel – und sind überhaupt voller Tücken. Ohne einiges an Übung hängt man oftmals an einer Steigung und sieht, wie die anderen Vögel über einen hinwegfliegen. Außerdem gibt es zwei neue Elemente: Wasser zwischen zwei Hügeln, das die Bewegung bremst, und Blumen, die wie ein Trampolin funktionieren.

Insgesamt finde ich es sehr sympathisch, dass der Entwickler Andreas Illiger das Update kostenlos anbietet, weil er eigenen Worten zufolge „In-App-Kaeufe nicht besonders mag“. Ich glaube zwar, dass die neuen 15 Levels der „Flugschule“ keine sehr große Langzeitmotivation auslösen, aber die Idee ist toll und kann noch weiter ausgebaut werden – zum Beispiel durch zwei Spieler, die hintereinander an einem Gerät spielen (mit Ghost-Vogel).