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Kaution einsammeln

28 Feb

Heute haben wir den Mietvertrag für unsere neue Wohnung unterschrieben. Ich bin mit einem ordentlichen Bündel Geld zum Ort der Unterzeichnung gekommen, weil es ja immer noch üblich ist, dass man das Geld in bar mitbringt, statt es bequem und sicher zu überweisen. Ich hatte nicht so sehr Angst davor, mein Portemonnaie zu verlieren oder überfallen zu werden, zumal der Termin nicht im Immobilienbüro stattfand, sondern an einem neutralen Ort.  Es hat mich einfach nur genervt, schon Tage vorher von Automat zu Automat zu rennen, weil sowohl unsere Karte als auch die Banken Tageslimits haben. So konnte ich immer nur einen Teilbetrag abheben. Mich würde wirklich interessieren, wann die Immobilienvermittler damit anfangen, diese wirklich großen Summen bargeldlos übermitteln zu lassen.

Ein Wohnungsvermittler

7 Jan

Wir ziehen demnächst um und schauen uns daher bereits nach Wohnungen um. Kurz vor Jahresfrist fand ich auf einer Immobilien-Suchseite eine Annonce mit einer eingermaßen interessanten Wohnung und schickte eine Anfrage. Ich gab die Kontaktdaten an, die ich angeben wollte, nämlich nur meine E-Mail-Adresse. Es kam lange nichts, und vor ein paar Tagen erhielt ich dann folgende Mail:

keine telnr. von ihnen!
höre ich noch was ?

Sonst nichts. Keine Begrüßung, keine Verabschiedung, keine Großbuchstaben, keine Freundlichkeit. Ich suchte nochmal die Annonce raus und stellte fest, dass der Vermittler für den Fall, dass wir die Wohnung nehmen würden, eine Provision von 1.500 Euro in Rechnung stellen würde.
Ich finde es ohnehin etwas übertrieben, in einer Zeit, in der jeder seine Wohnung im Internet sucht und in der die Hauptaufgabe eines Wohnungsvermittlers darin besteht, auf Immobilien-Suchseiten Anzeigen zu schalten, eine so hohe Provision zu verlangen. Aber dann ist es auch mein gutes Recht, zu bestimmen, wie ich gerne kontaktiert werden würde.
Ich habe dem Mann dann zurückgeschrieben, dass ich es unfassbar finde, dass er für seine Unfreundlichkeit auch noch so viel Geld verlangt, und er antwortete mir (den Punkt mit der Unfreundlichkeit ignorierend), dass „die einfachste Kommunikation in unserem Zeitalter (…) nunmal das Telefon“ sei.
Aber selbst wenn das so sei, so geht es doch nicht darum, welche Kommunikationsform er für die einfachste hält (er scheint ja auch auf Mails zu setzen, sonst hätte er mir ja keine geschrieben), sondern darum, welche Kontaktaufnahme für mich als Kunden die angenehmste ist. Und wenn ich gerne Briefe schreibe und auf diese Weise kommunizieren möchte, dann sollte das für einen Dienstleister auch in Ordnung sein.