Tag Archives: Moses Pelham

Leica-Geschichte und Pelham-Interview

12 Apr

Ich habe gerade gesehen, dass auf der Provocateur-Homepage zwei meiner Artikel aus dem aktuellen Heft online gegangen sind. Und zwar handelt es sich zum einen um Pioniere der Fotografie, einen Text anlässlich des 100. Geburtstags der Ur-Leica, der weltweit ersten Kleinbildkamera, hergestellt vom Oskar Barnack. Zum anderen gibt es mein Interview mit Moses Pelham zu lesen: Moses Pelham über sein Frankfurt. Beide Artikel sind vollständig online, also diesmal keine Teaser auf das Heft.

Provocateur März/April/Mai 2013 – Was ich schrieb

2 Mrz

IMG_1805Für den vorerst letzten Provocateur, an dem ich als festes Redaktionsmitglied beteiligt war, habe ich insgesamt 30 Seiten gestaltet; 9 Mal steht mein Name im Heft. Außerdem gibt es auf Seite 169 ein Foto von mir (oder zumindest von meinem Rücken) beim Kinect-Training (meine Frau hat übrigens das Foto gemacht und steht in den Fotocredits). Im einzelnen ist von mir:

  • Märchen auf der Leinwand (Seiten 034/035): aktuelle Märchenverfilmungen (u.a. „Hänsel und Gretel: Hexenjäger“). Recherche (= Film angeschaut) und Text (mit Autorennennung)
  • Chris Roberts (Seiten 092/093): Karriereverlauf des Spieleentwicklers. Recherche und Texte (mit Autorennennung)
  • Hochzeitstag (Seite 098): Rezept für ‚Wedding Belle Cocktail‘ aus dem Buch ‚Cocktailian‘. Text
  • Orte der Extreme (Seiten 104-108): kältester, trockenster, sauerstoffärmster, tiefster und windigster Ort der Welt. Recherche und Texte (mit Autorennennung)
  • Meine Stadt: Frankfurt (Seiten 110-112): Moses Pelham stellt seine liebsten Lokale in Frankfurt vor. Interview und Text (mit Autorennennung)
  • Spaß an Gewalt (Seiten 158-161): Vorstellung des Films ‚Hooligans Around The World‘ und Interview mit Regisseur Donal MacIntyre. Interview und Text (mit Autorennennung)
  • Sport macht sexy (Seiten 164/165): hübsche Sportlerinnen. Recherche und Texte
  • Konsolenfitness (Seiten 168/169): Fitnesstest mit Xbox Kinect. Test und Text (mit Autorennennung)
  • Apps (Seite 188). Recherche und Texte
  • Pioniere der Fotografie (Seiten 194-198): Portrait der Firma Leica anlässlich von 100 Jahren Kleinbildkamera. Recherche und Text (mit Autorennennung)
  • Heimkino (Seite 200): Kinoausrüstung für zu Hause. Idee, Recherche und Texte
  • Vernetzt (Seiten 218/219): intelligente technische Geräte. Idee, Recherche und Texte (mit Autorennennung)

Provocateur März/April/Mai 2013

1 Mrz

IMG_1805Seit heute ist ein neuer Provocateur am Kiosk, und zwar erstmals mit einer neuen „Nummerierung“. Weil er nämlich die erste Ausgabe des Jahres ist, aber eigentlich die Nummer 2/2013 haben müsste, haben wir uns dafür entschieden, ihn nach den Monaten zu benennen, in denen er zu haben sein wird.

Auf dem Cover (und in Fotostrecke mit Interview) ist diesmal Jürgen Vogel zu sehen. Wir nehmen aktuelle Märchenverfilmungen unter die Lupe, stellen „Sound City“ vor, den Dokumentarfilm von Dave Grohl, zeigen provokative Autoren und die Verfilmungen ihrer extremsten Romane und präsentieren den Fotografen Tim Bret-Day.

Dann geht es um den Hotelier Rocco Forte, das Investieren in 3D-Druck, das Geheimnis des Erfolgs von DJ Tiësto, den Luxusinsel-Makler Farhad Vladi, die Uhrenmarke Parmigiani und den Karriereverlauf des Spieleentwicklers Chris Roberts.

Wir zeigen die extremsten Orte der Welt, haben mit Moses Pelham über seine liebsten Locations in Frankfurt gesprochen und verraten, wie man zum Experten in Sachen Whisky wird.

Ein großes Modespecial beschäftigt sich damit, welchen Stil welcher Männertyp tragen sollte. Außerdem haben wir den Online-Stilberater Outfittery getestet und portraitieren das Modelabel Superdry.

Dann waren wir bei der Night of the Raging Bulls, einer Amateurboxveranstaltung und haben den Film „Hooligans Around the World“ gesehen und mit dem Regisseur Donal MacIntyre darüber gesprochen. Außerdem zeigen wir die schönsten Sportlerinnen der Welt, haben uns eine Meinung darüber gebildet, ob Fitnesstraining vor der Konsole wirklich etwas bringt und reisten mit dem Hundeschlitten durch Grönland.

Aston Martin wurde gerade 100 Jahre alt, und wir haben mit dem DB9 eine Testfahrt gemacht und mit CEO Ulrich Bez gesprochen. Wir stellen die Kreationen des brasilianischen Designer-Bruderpaars Campana vor, feiern 100 Jahre Leica und zeigen die Highlights des Genfer Uhrensalons 2013. Zudem haben wir Page Beerman interviewt, den Designer des neuen BMW 3er GT, thematisieren das Phänomen der Limited Editons und zeigen, wie eine vernetzte Wohnung aussehen kann.

 

In den nächsten Tage werde ich wie gewohnt zusammenschreiben, welche Beiträge von mir stammen.

Ein weiterer Held meiner (diesmal frühen) Jugend

2 Feb

Als Redakteur hat man zuweilen mit bekannten Menschen zu tun. Und obwohl ich schon mit Ken Block eine Runde drehte, meine Hand auf Lionel Messis Schulter lag und mich Jochen Schweizer zum Bungeespringen brachte, haben manche Prominente auf persönlicher Ebene eine sehr große Bedeutung für mich. Ich durfte ja vor einer Weile schon mit Manuel Anrack telefonieren, was mir viel bedeutet hat, weil ich einst ein großer Fan der „Harald-Schmidt-Show“ war, und gestern hatte ich einen für mich persönlich noch viel bedeutenderen Menschen am Telefon: Moses Pelham.

Es war 1994, ich war gerade 14 Jahre alt. Musikalisch war ich noch nicht orientiert, ich hörte kein Techno mehr und noch kein Heavy Metal. Da zog im Haus gegenüber ein Junge mit seiner Familie ein, aus dem fernen Frankfurt am Main stammend. Der Junge verstand sich vor allem gut mit meinem Bruder, weil die beiden im gleichen Alter waren, aber auch ich kam gut mit ihm aus. Eines Tages kam er mit einer CD vorbei, „Direkt aus Rödelheim“ vom Rödelheim Hartreim Projekt. Ich weiß nicht, ob es die Faszination für harte Worte war, die mich die CD rauf und runter hatte hören lassen, aber es war so. Ich hörte das Album so oft, dass ich noch heute auf Zuruf Reime daraus zitieren kann. Komischerweise beeindruckte mich das zwei Jahre später erschienene Album „Zurück nach Rödelheim“ nicht so sehr, aber meine Begeisterung für die Rapper Moses P. und Thomas H. war tief in mein Hirn eingebrannt.

So verfolgte ich auch die Karriere von Moses Pelham: die Gründung des Labels 3p, die Entdeckung von Sabrina Setlur und Xavier Naidoo, der neuerliche Erfolg mit Glashaus und Sebastian Hämer, seine mittlerweile abgeschlossene „Geteiltes Leid“-Trilogie. Und als ich neulich in der Redaktion nach einem geeigneten Prominenten für unsere Kategorie „Meine Stadt“ suchte, fiel mir nach einigem Überlegen Moses Pelham ein. Ich fragte bei 3p an, und man sagte mir sofort zu. Und gestern um 15 Uhr war es soweit: Ich hatte den großen Moses Pelham am Telefon und durfte 35 Minuten mit ihm sprechen. Erwartungsgemäß ist er ein sehr sympathischer und reflektierter Mensch, und das Gespräch machte sehr viel Spaß. Vielleicht lade ich bei Gelegenheit ein paar Schnipsel davon hoch, vor allem das herzerfrischende und charakteristische Lachen von Moses muss man gehört haben. Mich jedenfalls hat das Interview mit Moses Pelham tief beeindruckt – so wie damals meine erste Begegnung mit seiner Musik.