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„Emma“ geht auf die Ziellinie

12 Sep

Ich habe noch genau 48 Stunden Zeit, bis ich mein Literaturprojekt „Emma“, formerly known as Projekt KSP, bei Kindle Direct Publishing einreichen muss. Da ich zu Beginn meiner Beschäftigung damit den 15. September als Veröffentlichungstermin gewählt habe und es 24 Stunden dauert, bis das E-Book zur Verfügung steht, ist Samstag, der 14. September mein Stichtag.

Vorgestern bin ich mit dem Schreiben fertig geworden. Das Lied, das ich hörte, als ich den letzten Satz schrieb (der mittlerweile schon wieder abgeändert wurde), war „Roads“ vom Roseland-Livealbum von Portishead. Ich muss zugeben, dass es ein ziemlich sentimentaler Moment war, als mir bewusst wurde, dass ich tatsächlich fertig bin. Schließlich habe ich einige Wochen lang jeden Tag ein paar Stunden mit den Figuren und deren Geschichte verbracht – nicht nur beim Schreiben selbst, sondern auch beim Nachdenken darüber, wie es weitergeht. Und so seltsam es auch klingen mag, man baut ein Verhältnis zu den Figuren auf, vor allem denen, die während des Schreibens wichtiger wurden als geplant.

Gestern habe ich bis tief in die Nacht ein Logiklöcher stopfen müssen, die vor allem meine Frau, aber auch mein Bruder beim Korrekturlesen im Manuskript gefunden haben. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich mit einigen der Lösungen zufrieden bin, die ich jetzt gewählt habe, aber das bleibt für die finale Überarbeitung, die ich mir für morgen vorgenommen habe. Zum Glück gab es keine so gravierenden Fehler, dass ich ganze Kapitel hätte umschreiben müssen. Es ging nur um ein paar Passagen.

Am Samstag steht noch die Formatierung und das Schreiben des Nachworts an. Ich habe heute herausgefunden, dass es bei Amazon selbst ein Tool gibt, mit dem man das Cover bauen kann, und da meins nicht besonders aufwändig wird (ein Bild und ein paar Wörter in 2 verschiedenen Schriftarten), ist es besser, das so zu machen, als wenn ich mich noch hinsetze und es kompliziert zusammenfummle. Übrigens bin ich von der Idee abgekommen, ein Foto zu verwenden, das ich im Urlaub auf Madeira gemacht habe. Stattdessen nehme ich eins, das ich vor vielen Jahren in Thüringen geschossen habe und das meiner Meinung nach perfekt passt.

Aus Projekt KSP wird „Emma“

8 Sep

Der große Termin rückt näher. In genau einer Woche, so ist es mein Plan, möchte ich über Kindle Direct Publishing ein E-Book veröffentlichen, über das ich hier schon berichtet habe und das ich bislang unter dem Projektnamen KSP (für „Kindle Self-Publishing“) geführt habe. Seit einiger Zeit jedoch steht der Name des Buches fest: Es wird „Emma“ heißen und somit nach der Schlüsselfigur benannt sein. Erzählt wird die Geschichte jedoch aus der Sicht von Emmas Ehemann, dem Vater ihrer knapp einjährigen gemeinsamen Tochter. Der kleinen Familie widerfährt ein äußerst tragischer Schicksalsschlag, aus dem sich eine Kriminalgeschichte mit Thriller- und vor allem Noir-Elementen entwickelt.

Die drei Familienmitglieder waren das Personal, das von Anfang an feststand, und ich wusste auch ziemlich genau, was im Laufe der Geschichte passieren sollte. Aber wie es eben so ist, sind beim Schreiben einige Nebenfiguren größer geworden und haben mehr Bedeutung erlangt. Auch die Geschichte ist immer mehr gewachsen: Ich hatte mir anfangs 25.000 Wörter als Höchstgrenze gesetzt, mittlerweile sind es locker 27.000 geworden.

Gestern Nacht habe ich das vorletzte Kapitel beendet, das die eigentliche Geschichte abschließt. Was ich jetzt noch schreiben muss, ist das Nachspiel, in dem ich noch ein paar lose Fäden zusammenführe und das Ganze rund mache. Außerdem möchte ich mir die Option offenhalten, irgendwann eine Fortsetzung daran anzuschließen. Wenn ich dann mit dem Schreiben fertig bin, geht das große Korrekturlesen los. Ich habe insgesamt 3 Testleser, die das Manuskript häppchenweise bekommen und mir auch schon verschiedene Änderungsvorschläge gemacht haben. Wenn diese von größerem Umfang waren, habe ich sie mir aufgeschrieben oder die zu ändernden Passagen markiert, und die muss ich dann noch umarbeiten. Bei der erstmaligen Überarbeitung, die ich parallel zum Schreiben gemacht habe, ist mir außerdem aufgefallen, dass es sich doch bemerkbar gemacht hat, dass ich immer erst sehr spät am Tag geschrieben habe. Einige Formulierungen klangen müdigkeitsbedingt doch ein bisschen schief, und auch darauf muss ich achten.

Zum Schluss muss ich noch das Cover zusammenbauen, Nachwort und dergleichen verfassen und mich darüber informieren, wie genau das mit dem Veröffentlichen geht. Was ich schon weiß, ist, dass es 24 Stunden dauert, bis ein Manuskript als E-Book im Kindle-Shop erscheint. Das bedeutet, dass ich am nächsten Samstag mit allem fertig sein muss. Also nicht mehr viel Zeit, und es gibt noch einiges zu tun.

Manuskripte, Manuskripte

1 Sep

Zur Zeit arbeite ich mal mehr und mal weniger intensiv an drei Manuskripten. Lustigerweise könnten die drei unterschiedlicher nicht sein, da sie sich an völlig verschiedene Zielgruppen richten.

Das, was mich momentan am meisten beschäftigt, ist das Projekt KSP, weil dessen Veröffentlichungstermin näher rückt. Ich habe mir dafür den 15. September ausgesucht. Demnächst wird es hier auch wieder ein Update dazu geben. Nur so viel: Es handelt sich um einen Krimi.

Dann habe ich endlich einen großen Schritt gewagt und ein Manuskript zu einem Verlag geschickt. Ich beschäftige mich schon seit mindestens 2 Jahren mit einem Vorlesebuch in Reimen, das ich immer wieder liegenlasse und nach längerer Zeit neu hervorhole. Ich dachte sogar schon, dass es bei einem Umzug verloren gegangen wäre, habe es dann aber doch wiedergefunden und schnell digitalisiert. Zuletzt habe ich wieder verstärkt daran gearbeitet, während ich mit meiner Tochter viel Zeit auf dem Spielplatz verbracht habe. Und diese Woche, als wir bei schlechtem Wetter in einem Bücherladen waren und viele Kleinkinderbücher angeschaut haben, dachte ich mir, dass ich das mit dem Einschicken ja mal probieren kann. Allgemein gesagt geht es um ungewöhnliche Tiere, die (wirklich hübschen) Illustrationen hat meine Frau erstellt.

Und noch ein Manuskript liegt bei mir rum, und zwar ein Jugend-Sachbuch. Obwohl es momentan nur auf dem dritten Rang in Sachen Zuwendung liegt, könnte ich es eigentlich auch mal zu einem Verlag schicken. Das werde ich nächste Woche angehen.

Projekt KSP

17 Aug

Am 22. Februar erstellte ich einen Ordner auf meinem Laptop. Darin speicherte ich eine Textdatei, die den Anfang einer Geschichte beinhaltete. Aber eben nur den Anfang, denn weiter kam ich zu jener Zeit nicht, da es viele andere Dinge zu tun gab und mir zudem das Durchhaltevermögen für eine längere Geschichte fehlte.

Am 26. April benannte ich den Ordner um. Er heißt seitdem KSP, was für „Kindle Self-Publishing“ steht. Diese Bezeichnung sollte die Ernsthaftigkeit unterstreichen, mit der ich fortan das Projekt verfolgen wollte, endlich etwas Größeres als eine Kurzgeschichte zu schreiben. Allerdings ruhte meine Schreibtätigkeit kurze Zeit später wieder.

Ende Juni/Anfang Juli waren meine Familie und ich im Urlaub, und als wir zurückkamen, war ich doch sehr erstaunt darüber, wie nötig dieser Urlaub war und wie erholt ich mich danach fühlte. Jedenfalls beschloss ich auf dem Rückflug, das Projekt KSP richtig anzugehen. Seitdem setzte ich mich jeden Abend, wenn meine Tochter im Bett war, auf den Balkon und schrieb auf meinem Laptop an meinem Manuskript.

Ich hatte damit gerechnet, dass ich irgendwann wieder in ein Motivationsloch falle und das Projekt ruhen lasse, aber das abendliche Schreiben ist irgendwie zu einem Ritual geworden, das mir unheimlich viel Spaß macht. Dazu kommt, dass ich mir vorgenommen habe, einen festen Zeitplan einzuhalten: Ich möchte die Geschichte am 15. September als E-Book veröffentlichen.

Die Geschichte selbst ist eine Vermengung dreier Pläne, die ich eigentlich separat verwirklichen wollte, die sich aber zusammengefasst in einem größeren Projekt sehr viel stimmiger anfühlen. Einen Namen hat es auch schon, und ich weiß außerdem bereits, wie das Cover aussehen soll. Dafür möchte ich ein Foto verwenden, das ich im angesprochenen Urlaub gemacht habe. Namen und Cover möchte ich allerdings erst beim nächsten Update zum Projekt KSP verraten bzw. zeigen, ebenso wie Einzelheiten zur Geschichte selbst.

Was ich schon offenbaren kann, ist die (bisherige) Liste der Alben, die ich allabendlich beim Schreiben höre; anhand dessen lässt sich möglicherweise schon die Richtung erahnen, in die die Geschichte gehen wird.

Die Playlist sieht so aus (in Reihenfolge der Hörhäufigkeit):

Woodkid „The Golden Age“
Serj Tankian „Orca“
Slipknot „Vol. 3 (The Subliminal Verses)“
Radiohead: „OK Computer“
Godspeed You! Black Emperor „’Allelujah! Don’t Bend! Ascend!“
Tarja Turunen „Act 1“
Portishead: „Roseland NYC“