Tag Archives: Josh Radnor

[Film] „Happythankyoumoreplease“

28 Mai

Josh Radnor kennt man vor allem als Ted in „How I Met Your Mother“. Und ein bisschen wie Zach Braff aus „Scrubs“ hatte Radnor vor ein paar Jahren das Bedürfnis, noch etwas anderes zu machen als in einer Serie mitzuspielen. Braff schrieb, inszenierte und spielte in „Garden State“, und Radnor tat das gleiche in „Happythankyoumoreplease“.

Der nicht gerade erfolgreiche Autor Sam, gespielt von Radnor, beobachtet, wie ein kleiner Junge in der U-Bahn von seiner Familie getrennt wird. Er will ihm dabei helfen, seine Familie wiederzufinden, aber der Junge spricht zunächst nicht. Sam nimmt ihn mit zu sich nach Hause, kümmert sich um ihn und findet heraus, dass der Junge ein Pflegekind ist. Gleichzeitig lernt er Mississippi (Kate Mara) kennen, eine Kellnerin und Gelegenheitssängerin, und verliebt sich in sie. Er überredet sie, für drei Tage bei ihm einzuziehen. Sams beste Freundin Annie (Malin Akerman), die unter Haarausfall leidet und deshalb denkt, nicht liebenswert zu sein, wird von einem Arbeitskollegen (Tony Hale) umgarnt und weiß damit nichts anzufangen. Und Sams Cousine Mary Catherine will nicht aus New York weg- und mit ihrem Freund nach Los Angeles ziehen, wo dieser ein Jobangebot hat, weshalb ihre Beziehung auf der Kippe steht.

So wie Zach Braff mit Natalie Portman eine namhafte Schauspielerin für „Garden State“ bekommen hat, ist es bei Josh Radnor Malin Akerman, die man unter anderem aus „Watchmen“ kennt und die man wegen ihrer fehlenden Haare kaum erkennt. Dazu kommen mit Tony Hale der Buster aus „Arrested Development“ und Kate Mara, die unter anderem in „127 Hours“ mitgespielt hat. Ich mag unbeschwerte Filme, und dieser war der beste, den ich seit langem gesehen habe. Es gibt subtil lustige Momente und kleine interessante Spielereien, dazu eine gute Story und engagierte Schauspieler. Es ist eigentlich unverständlich, dass der Film kaum beachtet wurde und mehrheitlich weniger gute Kritiken bekommen hat. Ende des Jahres kommt mit „Liberal Arts“ ein weiterer Film heraus, den Josh Radnor praktisch allein gemacht hat, und ich hoffe, dass er genauso gut wird.

[TV] How I Met Your Mother

22 Jan

Die Serie „How I Met Your Mother“ habe ich kennengelernt, als ich in den USA gelebt habe. Damals lief sie schon in der dritten Staffel. Ich habe dann die ersten beiden nachgeschaut, dann live immer montags die aktuelle Folge geschaut und währenddessen nochmal von vorne angefangen. Als ich meine Frau kennenlernte (oder wie ich später zu unserer Tochter sagen kann: „When I Met Your Mother“), habe ich sie auch mit dem HIMYM-Fieber angesteckt, und wir haben seitdem die Serie zusammen zweimal durchgeschaut. Mittlerweile ist sie mitten in der 7. Staffel.

Für alle die, an denen die Serie bislang vorbeigegangen ist, eine kurze Beschreibung: Der Titel „How I Met Your Mother“ bezieht sich auf die Rahmenhandlung, in der eine der 5 Hauptfiguren, Ted (gespielt von Josh Radnor) seinen Kindern im Jahr 2030 rückblickend erzählt, wie er ihre Mutter kennengelernt hat. Der Witz ist: Bis zur aktuellen Folge (also in immerhin 7 Jahren) hat er sie noch nicht einmal gesehen. Er ist befreundet mit dem Anwalt Marshall (Jason Segel) und der Kindergärtnerin Lily (Alyson Hanigan), die seit der College-Zeit ein Paar sind. Außerdem gehört Womanizer Barney (Neil Patrick Harris) zur Clique, von dem nicht klar ist, was er beruflich tut („Please.“). In der ersten Folge lernen sie die Nachrichtensprecherin Robin (Cobie Smulders) kennen.

Das Potential der Serie ist enorm, da sie sehr viele Running Gags kreiert und sich dem Mittel der Rück- und Vorblenden bedient. Außerdem sind viele der teilweise recht kurzen Einspieler unglaublich aufwändig inszeniert. Die Sensation der Serie ist Barney, dessen Überdrehtheit und Chauvinismus allein das Ansehen der Serie wert ist. Wie es bei so lange laufenden Serien üblich ist, hat auch „How I Met Your Mother“ seine Hänger, aber diese halten selten länger an. Und nach einer schlechten Folge kommt meist eine Reihe richtig guter. Es würde mich nicht wundern, wenn in ein paar Dutzend Jahren diese Serie als Klassiker gilt.