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Meine subjektive Meinung zu iOS 7

24 Sep

iOS-7-IconSeit Mitte letzter Woche kann man das Betriebssystem von iOS-Geräten auf Version 7 updaten. Ich habe es am Donnerstagmorgen getan, nachdem ich damit gerechnet hatte, dass die halbe Welt ihr Update am Mittwoch macht und dann sowieso kein Durchkommen sein würde. Man hatte im Vorfeld ja schon viel gelesen und Fotos gesehen, was iOS 7 können und wie es aussehen wird, deshalb gab es auch kaum Überraschungen. Optisch finde ich es vor allem deshalb ein wenig hübscher, weil es nicht mehr so düster ist wie iOS 6, sondern auf weiße Schrift, helle Farben und milchig-durchsichtige Flächen setzt. Das spricht erstmal das Auge an, wenngleich vor allem die Icons der Apple-eigenen Apps wie Safari oder Game Center doch ein wenig aussehen wie die für Kinder-Apps.

Doch viel wichtiger ist die Funktionalität. Da hat sich bei weitem nicht so viel getan wie bei der Optik, aber trotzdem gibt es erwähnenswerte Veränderungen. Ich muss voranschicken, dass ich sehr selten mit meinem iPod Touch online gehe. Daher kann ich Sachen wie iCloud, Game Center oder Newsstand nicht beurteilen. Aber aus diesem Grund steht ja oben in der Überschrift das Adjektiv „subjektiv“.

Was ich an iOS 7 sehr mag, sind die beiden Schnellzugriffsmenüs. Das eine ist der Homescreen selbst, der sehr praktisch ist, wenn man Podcasts hört. Dann nämlich kann man ihn auf einen Klick stoppen oder 15 Sekunden zurückspulen. Neu ist die Anzeige des Fortschrittsbalkens, mit dem man sich informieren kann, wie lange die aktuelle Folge noch läuft. Das andere Menü wird aktiv, wenn man vom unteren Bildschirmrand nach oben wischt (funktioniert im Homescreen, im normalen Menü und von jeder App aus). Dann kann man so nützliche Funktionen wie die Helligkeit des Bildschirms, die Wi-Fi-Aktivität, Bluetooth, den Wecker und anderes auf einen Klick bedienen. Außerdem kann man dort die Taschenlampenfunktion aktivieren.

Was ich vor allem mit meinem iPod tue, ist Videos schauen und Podcasts hören. Und beides hat sich mit iOS 7 ziemlich verändert. Zunächst zum Thema Video: Die hauseigene Abspiel-App unterteilt die Videos nun nach „Movies“ und „Home Videos“, wobei ich die Unterscheidungskriterien unklar finde. Sehr stört mich, dass mit iOS 7 in der Videoliste nicht mehr angezeigt wird, wie lang ein Video ist und ob man es schon zu schauen angefangen oder gar beendet hat. Außerdem sieht man, wenn man ein Video unterbricht, einen unnützen Infobildschirm, in dem nichts weiter steht als Name, Größe, Codec, Länge und Format des Videos. Wozu braucht man das an der Stelle?

In iOS 6 konnte man Podcasts noch über die Musik-App abspielen. In Version 7 muss man dafür die Podcasts-App installieren. Die macht das gleiche wie die Musik-App, was ihre Existenz in Frage stellt, und ich habe nun statt einer App für Musik und Podcasts unnötigerweise gleich zwei. Geradezu blödsinnig finde ich, dass in der Podcast-App auch die Podcasts verzeichnet sind, von denen es aktuell keine Folgen zu hören gibt. Das macht die Liste sehr unübersichtlich. Außerdem stört es mich sehr, dass man nicht einmal mehr den Beschreibungstext für den Podcast anzeigen lassen kann.

Ich mag es immer nicht, wenn Dinge an Programmen geändert werden, die ich mag und für sinnvoll halte. Bei iOS 7 ist das an einigen Stellen passiert, und ich frage mich, warum es Apple nicht bei den optischen Veränderungen belassen hat. Das war anscheinend Arbeit genug.

5 Dinge, wegen denen ich „Need For Speed: Most Wanted für iPhone“ nicht mag

9 Feb

nfsmwNoch bis Ende Februar kann man hier das iPhone/iPod-Spiel „Need For Speed: Most Wanted“ kostenlos herunterladen (ansonsten ist es hier regulär aus dem App Store herunterladbar). Um es vorweg zu sagen: Ich bin ganz froh, dass ich für das Spiel kein Geld ausgegeben habe, da ich es für ziemlich schlecht halte. Es macht zwar optisch einen sehr guten Eindruck, und auch wenn ich mir nicht viel aus Automarken mache, sind erfreulich viele prestigeträchtige Fahrzeuge mit am Start. Allerdings hat das neueste „Need For Speed“ einige Haken. Für mich sind es die folgenden:

  1. Einseitige Polizeieinsätze: Man stelle sich vor, es findet ein illegales Rennen zwischen 6 Autos statt, und die Polizei lässt 5 von ihnen davonrasen, weil sie sich nur auf eines fokussiert. So ist es bei „Most Wanted“. Es ist mir so oft passiert, dass ich mir ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit einem Gegner geliefert habe, und plötzlich taucht ein Polizeiwagen auf, drängt mich an die Bande, und der Gegner fährt gemütlich vorbei. Oder ich wurde gleich mal von 2 Polizeiwagen bedrängt und zugleich von einem Gegner überholt. Besonders frustrierend ist dies natürlich, wenn man so knapp vor der Ziellinie abgefangen und um den Sieg oder einen guten Platz gebracht wird.
  2. Konstruierte Rennverläufe: Ich hasse es, wenn man bei Autorennen erkennt, dass abhängig vom Rennverlauf etwas an der KI der Gegner gedreht wird. So fährt auch bei „Most Wanted“ der Gegner plötzlich schneller, wenn er dramatisch zurückliegt, oder er wird langsamer, wenn sein Vorsprung zu groß wird. Ich habe es oft genug erlebt, dass Gegner mich gegen Ende des Rennens an sich herankommen lassen haben, nur um mich dann doch noch verlieren zu lassen. Da fragt man sich dann, warum man zuvor nicht einfach hinterhergeschlichen ist, wenn man am Ende sowieso wieder herankommt.
  3. Unlogische Unfallphysik: Man kann dutzendfach frontal und kräftig gegen ein Polizeiauto rasen, weil man es außer Gefecht setzen will, und es passiert nichts, außer dass man aufgehalten wird. Und dann tippt man es nur leicht mit der Seite an, und es überschlägt sich wild in der Luft. Außerdem wurde mir durch einen Ladebildschirm gesagt, dass man gegnerische Autos auch zerstören kann, aber gelungen ist mir dies trotz teilweise wirkungsvoll aussehener Zusammenstöße bislang nicht einmal ansatzweise.
  4. Teure Update-Politik: Im Normalfall ist es bei Rennspielen so, dass man sich für ein Auto, das man gekauft hat, auch gleich die Updates kaufen kann; diese bleiben dann Bestandteil des Autos. Bei „Most Wanted“ ist es so, dass man vor jedem Rennen das Update neu kaufen muss. Da kommt es dann zu Situationen, in denen man ein Rennen gewinnen muss, um am Ende überhaupt eine Kleinigkeit an Geld zu gewinnen. So ist man permanent versucht, kurz vor der Ziellinie abzubrechen und das Rennen neu zu starten, wenn sich abzeichnet, dass man kein gutes Ergebnis erzielt – weil man ja für ein neues Rennen gleich wieder zahlen muss. Man muss wohl nicht dazusagen, dass man sich per In-App-Kauf frische Spielwährung erwerben kann.
  5. Undurchschaubares Drumherum: Bei „Most Wanted“ gibt es ein halbes Dutzend Fahrzeugklassen, und für fast jedes Rennen ist eine andere davon zugelassen. Aber es ist nicht so richtig ersichtlich, in welcher Klasse man sich verstärken sollte. Genauso wenig ist mir klar geworden, wie man welche neuen Autos und welche neuen Strecken freischalten kann, weil ich nicht verstanden habe, für welche Aktionen man überhaupt mit SpeedPoints belohnt wird, die für das Freischalten sorgen.

Ich finde es schade, dass man die gute Grafik, die Lizenzen und die guten Ideen (es gibt zum Beispiel Rennen, in denen man über die gesamte Strecke eine bestimmte Durchgeschnittsgeschwindigkeit erreichen muss) mit solchen Mängeln zerstört und so ein höchstens durchschnittliches Rennspiel geschaffen hat.

Mein neuer iPod Touch

27 Okt

Zu Anfang ein kleines Bilderrätsel: Welcher von beiden ist mein neuer iPod?
 

Als Mitte September die neue Generation des iPod Touch vorgestellt wurde, habe ich mir gleich tags darauf ein Exemplar bei Amazon bestellt. Ich hatte erst überlegt, bei Apple ein graviertes Modell zu bestellen, aber dort erhöhte man den Preis spontan und live während meines Bestellprozesses um 10 Euro über den Amazon-Preis, weshalb meine Wahl dann klar war. Am Montag dieser Woche kam das gute Stück dann endlich, nach gut 1 1/2 Monaten Wartezeit.

Selbstverständlich bin ich mit dem iPod zufrieden, schließlich ist er bei weitem schneller als der alte (der stammt aus der vorherigen Generation, die ja auch schon wieder 2 Jahre auf dem Buckel hatte). Jetzt funktioniert das Wechseln zu einer neuen App reibungslos und schnell, noch dazu ohne dass man danach die vorherige App neu starten muss. Außerdem gibt es keine langen Wartezeiten mehr beim Starten des iPod aus dem Wartemodus oder wenn man die Musik stoppen will.

Gleich mit dabei war das neue iOS 6, das allerdings nicht die riesigen Neuerungen bringt. Ich muss aber dazusagen, dass ich selten mit dem iPod online bin und auch iCloud nicht nutze, und die Updates in iOS 6 gehen sich ja vor allem in diese Richtung. Gut gefällt mir, dass man bei Podcasts jetzt auf Knopfdruck jeweils 15 Sekunden nach vorne oder nach hinten springen kann, und das auch, wenn man vom Homescreen aus mit zweimaligem Drücken des Home Buttons die Schnellbedienung betätigt. Ansonsten gibt es zumindest für mich nichts Neues.

Enttäuscht war ich zum einen von dieser unnötigen Schlaufe, mit der man den iPod wie eine Kamera um das Handgelenk tragen kann. Ich benutze dieses billige Stück Pseudo-Leder nicht und habe es gleich in der Verpackung gelassen. Zum anderen kneifen diese neuen, angeblich super-ergonomischen Kopfhörer schon nach kurzer Tragezeit in den Ohren, und ich kann sie nur für eine halbe Stunde auf dem Arbeitsweg tragen und greife in der Arbeit zu anderen Kopfhörern.