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„Happy Endings“ vs. „New Girl“ oder Warum auch Sitcoms eine Handlung brauchen

22 Sep

In den letzten Wochen haben meine Frau und ich zwei Serien geschaut, die es erst seit Kurzem gibt. „New Girl“ hatte ich hier schon im Januar vorgestellt, weshalb ich nicht noch einmal beschreiben werde, worum es dort geht. Auf „Happy Endings“ bin ich dank des Tipps einer Kollegin gekommen. Wie in so vielen anderen Sitcoms dreht sich „Happy Endings“ um eine Clique, hier bestehend aus 6 Leuten. 2 sind verheiratet, 2 sind Schwestern, einer ist schwul, einer ist schwarz, alle kennen sich vom College. Die bekanntesten Darsteller sind Elisha Cuthbert, vor allem bekannt als Tochter von Jack Bauer in „24“, und Damon Wayans jr. Letzterer hat interessanterweise in der ersten Folge von „New Girl“ als Mitglied der Clique mitgespielt und wurde dann bereits in der zweiten Folge ersetzt. Ende Oktober startet „Happy Endings“ in die dritte Staffel.

Nun zum Vergleich der beiden Serien: Meiner Frau und mir haben beide Serien auf Anhieb gefallen. Allerdings gibt es einen entscheidenden Unterschied, der dafür sorgt, dass wir „New Girl“ viel mehr mögen als „Happy Endings“: Bei ersterer Serie wird einer Handlung gefolgt, bei zweiterer nicht. Wir haben die Folgen der erste Staffel von „Happy Endings“ in der Reihenfolge ihrer Produktion geschaut, nicht in der ihrer Ausstrahlung in den USA. Und es macht keinen Unterschied, da in keiner Folge etwas passiert, was in der nächsten Folge Bestand hat. Es werden keine längeren Beziehungen begonnen und keine sonstigen Veränderungen vorgenommen. Es gab sogar eine Folge, die in Großbritannien inmitten der zweiten Staffel ausgestrahlt wurde, in den USA aber Teil der dritten Staffel ist. Das sagt einiges über die fehlenden Handlungsstränge aus. Und nimmt der Serie sehr viel Attraktivität. Vom Humor her ist „Happy Endings“ nämlich eine der besten Serien überhaupt. Aber wenn die Figuren ohne Hintergrund und die Folgen ohne Reihenfolge sind, macht es viel weniger Spaß, die Serie zu schauen.