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Produktplatzierung in Fernsehserien

24 Jun

So gut wie jede Serie erhält heutzutage finanzielle Unterstützung von mindestens einer Marke, die dann auch im Nachspann genannt wird. Meist handelt es sich dabei um Autohersteller; beispielsweise wird die Serie „Happy Endings“ von Subaru unterstützt, „Suburgatory“ von Toyota. In den meisten Fällen beschränkt sich die Produktpräsentation darauf, dass die in der Serie verwendeten Autos (oder anderen Produkte) von der unterstützenden Marke stammen und auf subtile, den Fluss der Szene nicht störende Weise diverse Features erwähnt beziehungsweise verwendet werden.

In der ersten und letztlich auch einzigen Staffel der Serie „Go On“ mit Matthew Perry gab es allerdings eine ganz schrecklich offensichtliche Produktplatzierung, die mir kurzzeitig sogar die Freude an der ansonsten guten Serie nahm. Da kam nämlich der Charakter von Matthew Perry ins Büro seines Chefs, der ihn fragte, warum er sich verspätet hat. Perry antwortete daraufhin, dass er noch schnell im Apple Store war und sich das neue iPad mini gekauft hat. Ich glaube, einer von beiden lobte dann noch kurz die tollen Features des Geräts. Der Dialog brachte der Szene gar nichts, und ich weiß nicht, wen er ansprechen sollte. Ich fand ihn sehr daneben.

Ein anderer Fall kam in der (übrigens sehr empfehlenswerten) kanadischen Serie „Seed“ vor. Da sprachen Vater und Tochter vor dem Fernseher miteinander, und es kam kurz das Gespräch auf Netflix. Es entwickelte sich dann ein kleiner Meta-Dialog, in dem es um Produktplatzierung im Fernsehen ging. Dabei trank der Vater eine Dose Pepsi, hielt sie in die Kamera und schlug vor, bei iTunes ein paar Lieder über das Hi-Speed-Internet des kanadischen Providers Rogers herunterzuladen. Ich gehe davon aus, dass die erwähnten Marken Geld gegeben haben, es wurde aber durch die recht hohe Anzahl der erwähnten Marken witzig in die Szene eingebunden und war bei weitem nicht so penetrant wie beim geschilderten Fall in „Go On“.

Was mir in dem Zusammenhang einfällt: Eigentlich sind doch die Produzenten von historischen Serien in Sachen Produktplatzierung ziemlich in den Allerwertesten gekniffen. Schließlich kann in „Game Of Thrones“ nicht mal eben ein Toyota durchs Bild fahren oder eine Figur ein neues iPad mini kaufen gehen.

4g (KW 51)

23 Dez

Ein Überblick über die Medien, die ich diese Woche konsumiert habe.

gelesen:  Mit stetig nachlassender Begeisterung lese ich noch immer „Er ist wieder da“ von Timur Vermes. Auf Dauer nervt der Stil doch ein wenig, und handlungstechnisch passiert gerade auch nichts Neues.

Vermes

gehört: Da ich diese Woche mit meiner Tochter zu Hause war, lief die ganze Zeit Radio. Und zwar die Webradio-Station Jazz Masters bei AddictedToRadio.com, die klassischen Jazz spielt.

gesehen: Ich bin schwer begeistert von „Parks And Recreation“, aber auch von „Once Upon A Time“.
Außerdem haben meine Frau und ich gestern die jeweiligen Pilotenfolgen von „Go On“ und „Web Therapy“ geschaut. Erstere war sehr gut, letztere leider nicht – dazu demnächt mehr.

gespielt: Ich bin wieder zurück bei FIFA 13 für iPhone und meiner Managerkarriere bei Borussia Dortmund. Seit fünf Jahren hole ich alle Titel, die es zu gewinnen gibt. Letzte Saison stellte ich mit 99 Punkten einen Punkterekord auf, und die fehlenden 3 verlor ich auch nur, weil ich 3 Nationalspieler zu einem Länderspiel gehen lassen musste und nicht genug Spieler hatte. Wenn man nämlich weniger als 11 Spieler hat, geht ein Spiel kampflos verloren. In Sachen Personal habe ich mir Mario Balotelli gekauft, der jetzt neben Marco Reus stürmt.

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