Tag Archives: Frank Buschmann

Etwas Altes, etwas Neues

25 Aug

Neulich sind mir zwei Dinge aufgefallen, die etwas mit meinem Medienkonsum zu tun haben.

Die eine Sache bezieht sich auf Magazine. Ich habe ewig keines gekauft, weil ich kaum Zeit habe, welche komplett durchzulesen, und es auch keins gibt, das mir von vorne bis hinten so gut gefällt, dass ich Geld dafür ausgeben will. Früher habe ich mal regelmäßig die „Neon“ gelesen, aber dafür bin ich wohl mittlerweile zu alt.

Kürzlich jedoch besuchte ich die Homepage von „11 Freunde“, dem Magazin für Fußballkultur. Dort war das Cover der damals (vor einem Monat) aktuellen Ausgabe zu sehen, eine grandiose Fotomontage von Josep Guardiola im Breaking-Bad-Kontext, daneben die Überschrift „Breaking Pep“. Das und die Vorfreude auf die Bundesligasaison haben mich überzeugt, das Heft zu kaufen. Und, was soll ich sagen, heute habe ich mir die aktuelle Ausgabe geholt. Das ist wieder mal wunderbar gestaltet, ganz in weiß mit eingeprägtem Emblem von Real Madrid, passend zur großen Titelstory über den spanischen Traditionsverein.

Das war es also, was ich brauchte: ein anspruchsvolles Fußballmagazin, mit guten Fotos, knackigen Fakten zu Beginn und danach interessanten langen Texten. In der letzten Ausgabe gab es zum Beispiel einen Artikel über den Lizenzentzug des MSV Duisburg – beides nicht gerade Themen, für die ich brenne. Trotzdem habe ich den Artikel verschlungen, weil er so gut geschrieben war. Gerade überlege ich, „11 Freunde“ zu abonnieren, weil mir auch das Konzept der Dauerkarte für Abonnenten überzeugt.

Die andere Sache, über die ich berichten möchte, hat im weiteren Sinne mit Fernsehen zu tun. Seit Jahren schaue ich keines mehr, was aber mittlerweile fast schon normal zu sein scheint. Da ich aber immer etwas zum Schauen brauche und die Serien, die ich verfolge, allesamt in der Sommerpause sind, bin ich vor Kurzem auf YouTube aufmerksam geworden. Das klingt komisch, denn natürlich kenne und nutze ich das Videoportal seit langem, allerdings fast ausschließlich, um dort nebenbei Musik zu hören. Auch schon seit einer Weile ist mir klar, dass es bei YouTube ein paar Leute gibt, die exklusiv dafür Inhalte produzieren. Die werden gemeinhin als YouTuber bezeichnet. Für mich waren das aber vor allem Videospieler, die ihre Spielaktivitäten abfilmen und kommentieren, also die so genannten Let’s Player. Ich habe ein paar Let’s Plays gesehen, fand sie aber recht nervig, weil ich mir lieber die Spiele anschaue, ohne dass jemand mit dummen Sprüchen dazwischen redet.

Vor zwei Wochen begab sich auch Frank Buschmann, einer meiner Helden, unter die YouTuber. Auf seinem Kanal Buschi.TV gibt es seitdem Interviews und Diskussionen mit Fans zu sehen. Da ich aber nicht eine halbe Stunde vor dem Computer sitzen kann und möchte, um die Videos zu schauen, habe ich mir das Firefox-Add-On DownloadHelper installiert, mit dem ich Videos von YouTube herunterladen kann.

Und es blieb nicht bei Buschi.TV. Mit der Zeit habe ich immer mehr Kanäle und Formate entdeckt, die mich interessieren, darunter GIGA (mit Schwerpunkt Videospiele), trigger.tv (mit Schwerpunkt True Crime) und „Onkel Bernis Butze“ (eine Late-Night-Show). Ich bin kein großer Fan von Parodien oder kurzen humoristischen Sachen, sondern ich mag längere Videos mit Unterhaltungswert und Qualität. Wie zum Beispiel den „Crime Stammtisch“ auf trigger.tv, wo sich drei Leute (unter anderem David von GIGA) eine halbe Stunde lang gehaltvoll über Themen aus dem Kontext von Kriminalität unterhalten. Oder die ebenfalls halbstündige Sendung „Sach was“ von High5, in der sich jeweils mit einem interessanten Gast unterhalten wird (zuletzt zum Beispiel Felix Falk von der USK).

 

Sollte jemand, der bis hierher gelesen hat, eine Empfehlung haben, welche Kanäle und Formate man sich nach den oben beschriebenen Kriterien noch auf YouTube anschauen sollte, so kann er sie gerne als Kommentar hinterlassen.

Hundert Helden (37): Frank Buschmann

8 Aug

Bildschirmfoto 2013-08-08 um 16.00.56In dieser Kategorie stelle ich Personen des öffentlichen Lebens vor, die meine Kindheit und Jugend geprägt haben.

Diesmal: Frank Buschmann, Sportkommentator (Foto: Screenshot von YouTube)

 

Warum so heldenhaft? Eng verknüpft mit den heldenhaften Chicago Bulls ist für mich der Kommentator der Spiele, mit denen ich mir unzählige Nächte um die Ohren schlug: Frank Buschmann, tätig beim übertragenden Sender, der damals noch DSF hieß. Buschmann wird nicht umsonst die „Stimme des deutschen Basketballs“ genannt, gibt es doch kaum einen anderen Kommentator, der so sehr in der Lage ist, Emotionen zu transportieren.

Wie ging es weiter? Buschmann begegnete mir in diversen Tätigkeiten auch außerhalb von Basketballübertragungen. Unter anderem seien da seine Arbeiten als Kommentator der FIFA-Videospielereihe und bei „Schlag den Raab“ zu nennen.

Und heute? Nachdem Buschmann seit Februar dieses Jahres nicht mehr für DSF/Sport1 arbeitet, kündigte er vor einigen Wochen auf seinem YouTube-Kanal das Format Buschi.TV an. Davon wird es ab 12. August drei Folgen pro Woche geben, in denen Buschmann Sportler interviewt, ungewöhnliche Sportarten vorstellt und sich dem Sport im Allgemeinen auf authentische Weise nähert. Ich freue mich drauf.