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Ein Erfurter bei „Wer wird Millionär“

16 Jan

Wie schon mal hier geschrieben, freue ich mich immer, wenn sich bemerkenswerte Dinge ereignen, die mit meiner alten Heimat zu tun haben. Wenn ich fernsehen würde, hätte ich auch gesehen, dass ein junger Mann aus Erfurt vorgestern bei „Wer wird Millionär“ war, mit dem mich sogar persönlich etwas verbindet. So musste ich es dank einiger Indizien Sherlock-Holmes-mäßig kombinieren – etwas, was man dem jungen Mann am Ende auch gewünscht hätte. Aber der Reihe nach.

Gestern hörte ich – wie jeden Tag – den Morgenshow-Podcall von Bremen Vier. Dort wurde erwähnt, dass tags zuvor ein Kandidat, der von „irgendwo aus dem Osten“ kam, bei „Wer wird Millionär“ den Fußballer Clemens Fritz als Telefonjoker angegeben hatte. Zunächst ärgerte ich mich über die (leider recht übliche) pauschalisierte Formulierung „irgendwo aus dem Osten“, und dann kombinierte ich.

Clemes Fritz spielt seit 2006 bei Werder Bremen, geboren wurde er in Erfurt, wo er von 1999 bis 2001 beim FC Rot-Weiß Erfurt spielte. Also lag es nahe, dass der WWM-Kandidat ebenfalls aus Erfurt stammte. Ich gab bei Google „Clemes Fritz Wer wird Millionär“ ein und kam zunächst auf den privaten Blog des Ex-Nationalspielers, in dem dieser von einer „ganz neuen Erfahrung“ als Telefonjoker eines Freundes schrieb. Der Name seines Freundes stand aber nicht dabei. Dafür stand er dann in einem Artikel meiner Heimatzeitung, der „Thüringer Allgemeinen“.

Der Kandidat hieß Lars Sänger und ist seines Zeichens Stadionsprecher bei Rot-Weiß Erfurt. Für mich interessant ist, dass Sänger an die gleiche Schule ging wie ich und dort eine Klasse über mir war; dort bin ich ihm natürlich auch begegnet, hatte aber keinen engeren Kontakt zu ihm. Danach studierte er an der gleichen Uni wie ich und arbeitet seit Langem als Sportredakteur beim MDR und eben als Stadionsprecher.

Hier kann man nachlesen und hier nachsehen, wie Sänger sich geschlagen hat. Er hatte den Verlauf, den man sich als Kandidat wünscht: Zuerst kamen einfache Fragen, und ab 4.000 Euro halfen die Joker. Bei 16.000 Euro kam der Telefonjoker ins Spiel, aber Sänger rief nicht bei Fritz an – obwohl es kurioserweise eine Frage mit Fischen war und Fritz ja bei einem Club irgendwo im Norden spielt (das konnte ich mir nicht verkneifen). Enttäuschend fand ich, dass Sänger die 32.000-Euro-Frage nicht beantworten konnte. Diese lautete:

Bürger welcher Nation stellen in zwei deutschen Bundesländern die größte Gruppe unter der ausländischen Bevölkerung?

A) Nigeria
B) Vietnam
C) USA
D) Schweiz

Ich denke, mit ein bisschen Kombinationsgabe hätte man auf Vietnam kommen können, da viele Vietnamesen in der ehemaligen DDR als Gastarbeiter lebten. Die beiden Bundesländer sind übrigens Sachsen und Sachsen-Anhalt. Da kam mir dann auch der Klassikersatz über die Lippen, den man als Zuschauer dieser Sendung oft von sich gibt: „ICH hätte es gewusst.“

„Tatort“ und mehr aus Thüringen

24 Okt

Ich bin immer voller Freude, wenn Thüringen, das deutsche Bundesland meines Herzens, überregional von sich reden macht. Schließlich habe ich die allerlängste Zeit meines bisherigen Lebens dort verbracht.

Leider dümpelt die derzeit höchstklassige Fußballmannschaft Thüringens, mein einstiger Heimatverein Rot-Weiß Erfurt, gerade in der Abstiegszone der 3. Liga vor sich hin und ist nur aufgrund eines geschossenen Tores mehr als Borussia Dortmund II nicht auf dem letzten Platz der Tabelle – was aber in dieser Saison schon der Fall war.

Dafür gewann aber eine Thüringer Radiomoderatorin Anfang September einen Deutschen Radiopreis, nämlich Sina Peschke von LandesWelle Thüringen. Bis 2009 moderierte sie noch bei Antenne Thüringen, dem Sender, der früher bei uns zu Hause am häufigsten im Radio lief.

Außerdem wurde schon im Juli verkündet, aus welcher Thüringer Stadt ab 2013 ein „Tatort“ kommt – und welches Team dort ermittelt. Als Stadt wurde Erfurt ausgewählt, was nicht gerade eine überraschende Entscheidung war, denn schließlich ist Erfurt die Landeshaupt- und größte Stadt des Bundeslandes. Das Team wird aus Benjamin Kramme, Alina Levshin und Friedrich Mücke bestehen. Kramme kommt gebürtig aus Weimar, ist aber noch nicht ganz großen Produktionen in Erscheinung getreten. Levshin wurde in Odessa geboren und bekam schon einige Preise für ihre Filmrollen, vor allem für die im Film „Kriegerin“. Mücke schließlich, der bekannteste der drei, war zuletzt in „What A Man“ und „Russendisko“ zu sehen, aber auch 2010 im Saarländischen „Tatort: Heimatfront“.

Und schließlich noch die Info, die heute große Wellen schlug: Es wird noch einen zweiten „Tatort“ aus Thüringen geben, nämlich aus Weimar. Geradezu sensationell sind die beiden Hauptdarsteller, die der MDR für den bislang nur als einmalige Auflage zu Weihnachten 2013 geplanten „Tatort“ gewinnen konnte. Das werden nämlich Christian Ulmen und Nora Tschirner sein.

Ich im hEFt

1 Okt

Heute kommt die aktuelle Ausgabe des kostenlosen Magazins hEFt für Literatur, Stadt und Alltag heraus und liegt in verschiedenen Cafés, Büchereien und anderen Orten in Erfurt aus, außerdem in anderen Städten in Thüringen (Weimar, Gotha, Jena, Ilmenau, Suhl). Die Liste der Verteilerstellen ist hier zu finden. Parallel kann das Magazin auch hier als PDF heruntergeladen werden.

Mein Beitrag „Nicht mein Fleisch und Blut“ ist auf den Seiten 43 und 44 abgedruckt.

Nachtrag vom 1. Juni 2013: Nach dem Relaunch der Heft-Homepage habe ich die Links dieses Eintrags aktualisiert.

Mein Oktober

30 Sep

Der Oktober wird ein ereignisreicher Monat für mich, und morgen geht’s gleich los. Denn dann kommt in meiner alten Heimatstadt Erfurt die neue Ausgabe eines kostenlos verteilten Literaturmagazins namens hEFt heraus – schon für sich genommen sehr interessant, ich habe es damals immer gern gelesen. In dieser Ausgabe wird noch dazu eine Geschichte von mir abgedruckt sein, und ich freue mich sehr darauf,  in ein paar Tagen mein Autorenexemplar in Händen halten zu können.

In der Arbeit werde ich im Oktober zwei Kundenmagazine fertigstellen und mich um die neuen Ausgaben von Provocateur und be styled kümmern, die dann im November fertig sein müssen. Außerdem habe ich am 11. Oktober einen PR-Termin, bei dem ich zum ersten Mal in meinem Leben Segway fahren werde – und noch etwas anderes tun, über das ich aber erst danach berichten möchte.

Und schließlich wird am Ende des Monats mein neuer iPod Touch geliefert. Mir ist Mitte dieses Jahres mein aktuelles Gerät heruntergefallen, und die Glasscheibe des Displays ist gerissen. Erstaunlicherweise funktioniert alles noch, aber ein ganzes Stück des Bildschirms ist nicht mehr sichtbar, über die Risse sollte man nicht so oft mit dem Finger fahren, und man muss Angst haben, dass kleine Splitter abblättern – auch wenn ich alles großzügig mit Klebestreifen geflickt habe. Es wird jedenfalls Zeit für einen neuen iPod Touch, und ich habe mir erstmals etwas anderes als den schwarzen bestellt, nämlich den weißen. Amazon sagt, er wird dort zwischen dem 23. Oktober und dem 2. November losgeschickt.

Musikempfehlungen (2)

15 Feb

Seit einiger Zeit höre ich praktisch jeden Tag in der Arbeit das gesamte Konzert „Live on the other side“ von Korn auf YouTube. Das Lied, das mir dabei besonders gut gefällt, ist „Liar“. Hier direkt aus besagtem Konzert (mit kurzer Ansage vorher):

 

Clueso schlägt ja musikalisch in die gleiche Kerbe wie Korn. Kleiner Scherz! Im Gegenteil hat unser Chefredakteur mal einen Vorschlag meinerseits abgelehnt, mit Clueso ein Interview zu machen, weil dieser…wie formuliere ich es vorsichtig…für ein Männermagazin nur bedingt geeignet ist. Ich hingegen mag Clueso, und das nicht nur, weil er aus der Stadt kommt, in der ich ein Vierteljahrhundert verbracht hat – aus Erfurt. Hier ein Video von seinem Lied „Gewinner“, das er bei „Zimmer frei“ zusammen mit Götz Alsmann (am Akkordeon!) spielte: