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4g (KW 44)

4 Nov

Ein Überblick über die Medien, die ich diese Woche konsumiert habe.

gelesen: Ich habe schon wieder ein neues Buch angefangen, nämlich „Ein fast perfekter Plan“ von Petra Hammesfahr. Ich hatte vor einer Weile ihr Buch „Bélas Sünden“ gelesen, und das gefiel mir so gut, dass ich es jetzt mit einem weiteren versuche. Und ich mag den Erzählstil zumindest jetzt am Anfang sehr.

 gesehen: Ich habe „Chernobyl Diaries“ geschaut und hier bereits kommentiert. Außerdem habe ich den Film „Kriegerin“ angefangen, ein mehrfach preisgekröntes und von Beginn an schockierendes Nazi-Drama.

 

gehört: Ich habe ein Album wiederentdeckt, das ich vor vielen Jahren sehr oft gehört habe, und zwar „The World Is Ours“ von Farmer Boys aus dem Jahr 2000. Von dem Album stammt auch der größte Hit der Band aus Baden-Württemberg, nämlich „Here Comes The Pain“. Leider hat man in letzter Zeit nicht mehr viel von ihr und ihrem melodischen Heavy Metal gehört.

gespielt: Diese Woche habe ich ein paar sehr hübsche Spiele gespielt. Eines davon war „Kumo Lumo“. Hierbei steuert man eine Wolke und bringt sie zum Regnen. So lässt man Bäume wachsen, löscht Waldbrände und bekämpft böse Gewitterwolken. Wischt man über die Spielwelt unter der Wolke, so bewegt sie sich, die Wolke selbst kann per Fingerwischen bewegt werden, ein Antippen lässt sie regnen. Pro Level gibt es verschiedene Aufgaben zu erledigen, wie das Löschen von 8 Bränden oder das Besiegen von 5 bösen Wolken.
Zwei andere Spiele, nämlich „About Love, Hate And The Other Ones“ und „CreaVures“ werde ich mal in einem gesonderten Beitrag besprechen.

      

[Film] Chernobyl Diaries

3 Nov

Einer der guten Aspekte am Beruf des Redakteurs ist es, dass man sich für Artikel intensiv mit Themen auseinandersetzt, die sonst eher an einem vorbeigehen. So hatte ich für den letzten Provocateur eine Strecke über Geisterstädte gemacht, bei denen auch das ukrainische Prypjat dabei war. Prypjat war eine Trabantenstadt für die Arbeiter im Atomkraftwerk Tschernobyl. Als dieses im Jahr 1986 explodierte, verließen die Einwohner Prypjats ihre Wohnungen und die Stadt nur mit dem wichtigten Hab und Gut und ließen vieles zurück. Da die Hauptstraßen inzwischen dekontaminiert wurden, gibt es heute viele legale und illegale Touren in die Geisterstadt.

Genau so eine „Extreme Tour“ macht eine Gruppe von 6 Touristen im Film „Chernobyl Diaries“. Geführt werden sie vom ehemaligen Geheimdienstler Juri, der sie mit seinem Kleinbus in die Stadt fährt und ihnen verlassene Wohnungen zeigt. Als sie wieder zurück zum Bus kommen und die Stadt verlassen wollen, stellen sie fest, dass der Bus nicht mehr fährt, weil Kabel durchgebissen wurden. Also müssen sie die Nacht im Bus verbringen. Im Dunkeln hören sie plötzlich Geräusche, und als Juri den Bus verlässt, um nachzusehen, woher diese kommen, kehrt er nicht wieder zurück.

Die erste Hälfte des Films ist großartig und baut kontinuierlich eine gruselige Stimmung auf, weil man nicht genau weiß, worin die Bedrohung besteht. Zudem sieht die Kulisse so sehr aus wie die Fotos, die ich beim damaligen Recherchieren für die eingangs erwähnte Strecke von Prypjat sah, dass ich bis zum Schluss dachte, dass der Film wirklich dort gedreht wurde. Allerdings klärt Wikipedia auf, dass die Drehorte in Serbien und Ungarn lagen. Leider verliert sich der Film in der zweiten Hälfte in unspannenden Rennereien und viel zu seltenen Begegnungen mit der Bedrohung (ich will hier nicht verraten, was genau sich in Tschernobyl herumtreibt, auch wenn es nicht sehr schwer sein dürfte, darauf zu kommen). Außerdem ist das Ende – wie in so vielen solcher Filme – einfach nur blödsinnig. Trotzdem lohnt es sich meiner Meinung nach, „Chernobyl Diaries“ anzuschauen, weil er im Genre der Slasherfilme durch seine ungewöhnliche Kulisse und den guten Spannungsaufbau doch herausragt.