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Wie zu DDR-Zeiten

12 Dez

Viele Scherze, die Westdeutsche über die ehemalige DDR machen, basieren darauf, dass man damals mehr als 10 Jahre warten musste, bis man einen Trabant geliefert bekam, den man bestellt hat. Diese Zeiten sind allerdings vorbei – könnte man meinen.

Ich war diese Woche unterwegs, weil ich mir ein iPad Air kaufen wollte. Ich habe bislang immer nur aus zweiter Hand von den – ich sag mal – Besonderheiten gehört, die im Zusammenhang mit der Beschaffung von Geräten der Firma Apple stehen. Dass beispielsweise Menschen tagelang vor Läden campieren, wenn sie als erste die Mobiltelefone einer neu erschienenen Generation in Händen halten wollen, da die Produkte so schnell ausverkauft sind. Das iPad Air, das ich zu kaufen vorhatte, ist nun schon seit über einem Monat im Handel, und ich dachte mir, dass das genügend Zeit war, um die Lager in auf Produkte der Marke Apple spezialisierten Läden dem in der Vorweihnachtszeit zu erwartenden Interesse entsprechend zu füllen. Ich betrat also einen solchen Laden, bat um die Heranschaffung eines verpackten iPad Air aus dem Lager – und wurde darüber informiert, dass es dort kein einziges Exemplar mehr gibt. Auf meine Frage, wie es denn mit Bestellen aussieht, wurde mir gesagt, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass das gewünschte Produkt noch vor Weihnachten geliefert wird – wohlgemerkt einem Termin, der rund 2 Wochen in der Zukunft lag.

Ich ging also in einen Technikmarkt, einen, der eine breite Palette an Geräten, so auch Tablet-PCs, verschiedener Marken führt. Denen von Apple wurde hier die übliche Bühne geboten. Gerade ließ sich eine Familie in Sachen iPad beraten, und ohne dass ich selbst fragen musste, erhielt ich bei diesem Beratungsgespräch meine Auskunft: Alle Geräte sind ausverkauft. Der Kommentar des Verkäufers zur Familie war übrigens: „Na, dann wissen Sie ja jetzt zumindest, was für ein Gerät Sie haben wollen.“

Irgendwie verstehe ich nicht, dass es in unseren Zeiten noch passieren kann, dass bestimmte Produkte nicht mehr im Laden zu haben sind. In einem vielleicht, aber in allen Läden der Stadt? Natürlich tragen nicht die Geschäfte die Schuld am Lieferengpass, sondern die beliefernde Firma. Warum diese allerdings nicht schleunigst für Nachschub sorgt, wenn die Lager leergekauft sind, erschließt sich mir nicht. Letztlich musste ich doch wieder auf eine Online-Bestellung zurückgreifen, um an mein iPad zu kommen. Gewählt habe ich Apple selbst. Ich weiß, es ist angesichts der riesigen Gewinnspanne beim Verkauf der Geräte nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, aber wenn ich nicht bei Apple hätte bestellen müssen, sondern mein iPad gleich aus dem Laden hätte mitnehmen können, dann hätte sich Apple die Kosten für Verpackung und Versand ersparen können. Und ich hätte mein Gerät gleich in der Hand gehabt und müsste nicht eine Woche warten.

„Limbo“ für iOS

23 Okt

LimboMit einer Verspätung von 3 Jahren habe ich zuletzt endlich auch das Videospiel „Limbo“ spielen können, denn seit Kurzem gibt es das Schwarz-Weiß-Jump’n’Run-Rätsel-und-Gruselspiel auch für mobile Apple-Geräte.

In „Limbo“ spielt man einen kleinen namenlosen Jungen, der in einem düsteren Wald aufwacht und sich ohne ein vorgegebenes Ziel durch eine Welt voller Fallen, Insekten, Zahnräder und Schalter kämpfen muss. Auf dem Weg hat er viele Rätsel zu lösen, die anfangs leicht sind und später immer schwieriger werden. So muss er beispielsweise mit einer Bärenfalle einer Spinne die Beine ausreißen, damit sie ihn damit nicht aufspießen kann. Oder er muss auf einen Baum klettern, von ganz oben einen losen Stamm nach unten stoßen, um damit einen See überqueren zu können. Später kommen komplexere Rätsel mit Gravitation, Kettensägen und Aufzügen dazu. Wenn der kleine Junge stirbt, dann tut er das oft auf sehr brutale Weise. Durch die Schwarz-Weiß-Grafik des Spiels wird die Grausamkeit allerdings abgeschwächt, da Blut und abgetrennte Körperteile ebenfalls schwarz dargestellt sind.

In der iOS-Version von „Limbo“ gibt es keinerlei optischen Schaltflächen; gesteuert wird die Spielfigur durch Fingerbewegungen in den beiden unteren Ecken des Displays. Das macht sich recht gut, zumal der Junge neben Laufen nur noch springen und Gegenstände verschieben kann. Bei manchen Rätseln fiel mir die Steuerung allerdings etwas schwer, vor allem, wenn es um Schnelligkeit ging. Wenn man beispielsweise einen Schalter umlegen muss, dann schnell erst auf ein Zahnrad und von dort aus auf eine Plattform springen muss, brauchte ich schon mehrere Versuche, weil die Steuerung ein wenig zu schwammig war. Die Rätsel sind sehr fair, aber obwohl ich mir vorgenommen hatte, zur Lösung nicht nachzuschauen, musste ich dies bei zwei Rätseln doch tun – und habe mich danach darüber geärgert, weil ich auch allein darauf hätte kommen könnnen. „Limbo“ ist recht schnell durchgespielt, ich werde es aber sicherlich demnächst nochmal spielen, weil es so viel Spaß gemacht hat.

Kaufen kann man „Limbo“ für iOS hier.

Meine subjektive Meinung zu iOS 7

24 Sep

iOS-7-IconSeit Mitte letzter Woche kann man das Betriebssystem von iOS-Geräten auf Version 7 updaten. Ich habe es am Donnerstagmorgen getan, nachdem ich damit gerechnet hatte, dass die halbe Welt ihr Update am Mittwoch macht und dann sowieso kein Durchkommen sein würde. Man hatte im Vorfeld ja schon viel gelesen und Fotos gesehen, was iOS 7 können und wie es aussehen wird, deshalb gab es auch kaum Überraschungen. Optisch finde ich es vor allem deshalb ein wenig hübscher, weil es nicht mehr so düster ist wie iOS 6, sondern auf weiße Schrift, helle Farben und milchig-durchsichtige Flächen setzt. Das spricht erstmal das Auge an, wenngleich vor allem die Icons der Apple-eigenen Apps wie Safari oder Game Center doch ein wenig aussehen wie die für Kinder-Apps.

Doch viel wichtiger ist die Funktionalität. Da hat sich bei weitem nicht so viel getan wie bei der Optik, aber trotzdem gibt es erwähnenswerte Veränderungen. Ich muss voranschicken, dass ich sehr selten mit meinem iPod Touch online gehe. Daher kann ich Sachen wie iCloud, Game Center oder Newsstand nicht beurteilen. Aber aus diesem Grund steht ja oben in der Überschrift das Adjektiv „subjektiv“.

Was ich an iOS 7 sehr mag, sind die beiden Schnellzugriffsmenüs. Das eine ist der Homescreen selbst, der sehr praktisch ist, wenn man Podcasts hört. Dann nämlich kann man ihn auf einen Klick stoppen oder 15 Sekunden zurückspulen. Neu ist die Anzeige des Fortschrittsbalkens, mit dem man sich informieren kann, wie lange die aktuelle Folge noch läuft. Das andere Menü wird aktiv, wenn man vom unteren Bildschirmrand nach oben wischt (funktioniert im Homescreen, im normalen Menü und von jeder App aus). Dann kann man so nützliche Funktionen wie die Helligkeit des Bildschirms, die Wi-Fi-Aktivität, Bluetooth, den Wecker und anderes auf einen Klick bedienen. Außerdem kann man dort die Taschenlampenfunktion aktivieren.

Was ich vor allem mit meinem iPod tue, ist Videos schauen und Podcasts hören. Und beides hat sich mit iOS 7 ziemlich verändert. Zunächst zum Thema Video: Die hauseigene Abspiel-App unterteilt die Videos nun nach „Movies“ und „Home Videos“, wobei ich die Unterscheidungskriterien unklar finde. Sehr stört mich, dass mit iOS 7 in der Videoliste nicht mehr angezeigt wird, wie lang ein Video ist und ob man es schon zu schauen angefangen oder gar beendet hat. Außerdem sieht man, wenn man ein Video unterbricht, einen unnützen Infobildschirm, in dem nichts weiter steht als Name, Größe, Codec, Länge und Format des Videos. Wozu braucht man das an der Stelle?

In iOS 6 konnte man Podcasts noch über die Musik-App abspielen. In Version 7 muss man dafür die Podcasts-App installieren. Die macht das gleiche wie die Musik-App, was ihre Existenz in Frage stellt, und ich habe nun statt einer App für Musik und Podcasts unnötigerweise gleich zwei. Geradezu blödsinnig finde ich, dass in der Podcast-App auch die Podcasts verzeichnet sind, von denen es aktuell keine Folgen zu hören gibt. Das macht die Liste sehr unübersichtlich. Außerdem stört es mich sehr, dass man nicht einmal mehr den Beschreibungstext für den Podcast anzeigen lassen kann.

Ich mag es immer nicht, wenn Dinge an Programmen geändert werden, die ich mag und für sinnvoll halte. Bei iOS 7 ist das an einigen Stellen passiert, und ich frage mich, warum es Apple nicht bei den optischen Veränderungen belassen hat. Das war anscheinend Arbeit genug.

Mein neuer iPod Touch

27 Okt

Zu Anfang ein kleines Bilderrätsel: Welcher von beiden ist mein neuer iPod?
 

Als Mitte September die neue Generation des iPod Touch vorgestellt wurde, habe ich mir gleich tags darauf ein Exemplar bei Amazon bestellt. Ich hatte erst überlegt, bei Apple ein graviertes Modell zu bestellen, aber dort erhöhte man den Preis spontan und live während meines Bestellprozesses um 10 Euro über den Amazon-Preis, weshalb meine Wahl dann klar war. Am Montag dieser Woche kam das gute Stück dann endlich, nach gut 1 1/2 Monaten Wartezeit.

Selbstverständlich bin ich mit dem iPod zufrieden, schließlich ist er bei weitem schneller als der alte (der stammt aus der vorherigen Generation, die ja auch schon wieder 2 Jahre auf dem Buckel hatte). Jetzt funktioniert das Wechseln zu einer neuen App reibungslos und schnell, noch dazu ohne dass man danach die vorherige App neu starten muss. Außerdem gibt es keine langen Wartezeiten mehr beim Starten des iPod aus dem Wartemodus oder wenn man die Musik stoppen will.

Gleich mit dabei war das neue iOS 6, das allerdings nicht die riesigen Neuerungen bringt. Ich muss aber dazusagen, dass ich selten mit dem iPod online bin und auch iCloud nicht nutze, und die Updates in iOS 6 gehen sich ja vor allem in diese Richtung. Gut gefällt mir, dass man bei Podcasts jetzt auf Knopfdruck jeweils 15 Sekunden nach vorne oder nach hinten springen kann, und das auch, wenn man vom Homescreen aus mit zweimaligem Drücken des Home Buttons die Schnellbedienung betätigt. Ansonsten gibt es zumindest für mich nichts Neues.

Enttäuscht war ich zum einen von dieser unnötigen Schlaufe, mit der man den iPod wie eine Kamera um das Handgelenk tragen kann. Ich benutze dieses billige Stück Pseudo-Leder nicht und habe es gleich in der Verpackung gelassen. Zum anderen kneifen diese neuen, angeblich super-ergonomischen Kopfhörer schon nach kurzer Tragezeit in den Ohren, und ich kann sie nur für eine halbe Stunde auf dem Arbeitsweg tragen und greife in der Arbeit zu anderen Kopfhörern.

[iOS] FIFA 13 für iPhone

28 Sep

Seit gestern habe ich die neue Version der FIFA-Reihe für den iPod Touch (und natürlich auch für das iPhone), nämlich FIFA 13. Da ich bis einen Tag vorher noch intensiv FIFA 12 gespielt habe und mit FIFA 13 auch schon eine halbe Saison mit Borussia Dortmund hinter mir habe, kann ich ganz gut zwischen den beiden Versionen vergleichen.

Wenn man FIFA 13 startet, fällt sofort das aufgeräumtere Menü auf. Man muss sich zwar erst ein wenig umsehen, um herauszufinden, was wo ist, aber dann ist alles sehr sinnvoll strukturiert. Sehr schön ist es, dass alle Spieler im Foto zu sehen sind, wenn man mit ihnen im Managermodus Verträge abschließen oder verlängern oder sie verkaufen möchte. Auch die Spieleraufstellung vor dem Spiel sieht viel besser aus, weil sie jetzt die ganze Breite des Bildschirms nutzt und sich die Ersatzspieler per Tastendruck verbergen lassen. Neu ist die Funktion ist, dass man ein eigenes Turnier erstellen kann.

An den Grundfunktionen der Managerkarriere hat sich nicht so viel geändert. Das Platzieren von Trainingseinheiten im Kalender ist allerdings viel einfacher geworden. Neu ist auch, dass man vor der Saison nicht mehr drei beliebige (und meist viel zu starke) Testspielgegner vor die Nase gesetzt bekommt, sondern dass man sämtlichen im Spiel existierenden Vereinen das Angebot für ein Freundschaftsspiel machen kann; man kann sogar anbieten, ob es ein Heim- oder ein Auswärtsspiel wird und wie die Verteilung der Einnahmen aussehen wird. Der angefragte Gegner kann dann zu- oder absagen.

Im Fußballspiel selbst fällt zunächst auf, dass sich die Grafik kaum geändert hat. Allerdings kann man tatsächlich die Spieler in Nahaufnahmen an ihrem Gesicht erkennen. Zudem ist alles irgendwie runder und dynamischer animiert als im Vorgänger. Ein großes Plus ist der zusätzliche Button für Spezial-Bewegungen. Bei FIFA 12 berührte man zweimal den Bildschirm, und der ballführende Spieler machte irgendeine Bewegung, auf die man keinen Einfluss hatte. Jetzt berührt man den neuen Button und zeichnet mit dem Finger eine Linie – nach links, dann nach unten oder nach rechts, zurück in die Mitte und dann nach oben -, und es werden Tricks wie Übersteiger oder Ausfallschritte gemacht. Die jeweiligen Kombos werden unter anderem bei jedem Ladebildschirm vor den Spielen gezeigt.

Leider werden noch immer nicht die Torschützen eines Spiels gespeichert, so dass man am Ende des Spiel nicht mehr sehen kann, wer die Tore gemacht hat. Aber wenigstens steht nach einer Aktion (Tor, Auswechslung, Karte, Verletzung) am oberen Bildschirmrand, welchen Spieler sie betraf. Bei FIFA 12 hatte ich oft keine Ahnung, ob ein Spieler von mir Gelb oder Rot bekommen hat, weil ich die nervige Animation weggeklickt hatte, und jetzt sehe ich es nach der Aktion nochmal geschrieben.

Ich hatte hier mal eine Liste von Dingen erstellt, die mich an FIFA 12 gestört haben. Auf der stand unter anderem das mit der fehlenden Torschützenstatistik im Spiel. Wenn ich FIFA 13 ein wenig ausgiebiger getestet habe, werde ich bestimmt einen Eintrag machen, in dem ich schaue, welche Mängel von der Liste noch immer existieren und ob vielleicht sogar noch etwas dazugekommen ist.