„Wake up and die“

17 Sep

poster2Camila wacht nackt in Armen und Haus eines fremden Mannes auf und kann sich nicht mehr an die Ereignisse der vergangenen Nacht erinnern. Sie erklärt dem Mann, dass sie eigentlich nur in einer Bar etwas trinken wollte und One-Night-Stands normalerweise nicht ihre Art sind. Trotzdem haben die beiden nochmal Sex, und währenddessen erwürgt der Mann die Frau. Doch sie ist nicht lange tot, stattdessen kehrt sie (und die gesamte Situation) zur Ausgangsposition zurück. Damit ist das meiste schon erzählt: Dario, der Mann, will Camila töten, und nachdem er es getan hat, wird zurückgespult. Camila kann sich jedes Mal daran erinnern, was sie vor ihrem Tod erfahren hat, und so setzt sie Stück für Stück (oder besser: Tod für Tod) das Geheimnis um Dario zusammen.

Die Formel des kolumbianischen Films „Wake up and die“ (spanischer Originaltitel: „Volver a morir“) ist äußerst simpel: Man nehme ein gruselig eingerichtetes Haus, stecke einen Mann und eine Frau hinein, die die meiste Zeit nackt herumlaufen und die dümmsten Sachen sagen und tun, die ihnen so einfallen. Dann hole man sich die Prämisse von „Und täglich grüßt das Murmeltier“ und das Motiv von „Psycho“, schüttle ein wenig, und schon ist er fertig: der wohl langweiligste Psychothriller, der je auf DVD erschienen ist.

Unter den beschriebenen Voraussetzungen kann in „Wake up and die“ natürlich keine Spannung aufkommen. Man fiebert nicht mit, ob Camila von Dario erwischt wird oder nicht, denn passiert es, dann zieht es keinerlei Konsequenzen nach sich – weil sie ja sowieso überlebt. Bevor alles wieder auf Null gestellt wird, sieht man noch dazu eine kleine Vorschau auf das, was als nächstes geschehen wird, was dem Thrill auch nicht gerade förderlich ist. Zudem offenbart sich Darios Geheimnis dem nur einigermaßen aufmerksamen Zuschauer bereits nach kurzer Zeit. Aber angesichts der schwachen Prämisse und der unendlichen Dummheit von Camila habe ich mich ohnehin nach kurzer Zeit gefragt, warum ich den Film überhaupt zu Ende schauen sollte. Ich habe es getan, und selbst das Finale hat mich schwer enttäuscht.

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