Der neue FDGB-Pokal und andere Cups

1 Aug

Für die allermeisten Vereine ist ein Freundschaftsspiel ein Freundschaftsspiel und wird auch als solches bezeichnet. Nicht so bei einem Verein aus der Hauptstadt Bayerns. Dort ist man so erfolgsverwöhnt, dass man keine schnöden Freundschaftsspiele spielt: Vielmehr erfindet man „Cups“, die man mit einem oder maximal zwei Siegen gewinnt und so schon wieder eine Trophäe mehr im Schrank stehen hat. Von Paulaner-Cup über Telekom Cup und Steuerhinterzieher-Cup bis hin zum aktuell stattfindenden Audi Cup (früher mal Franz-Beckenbauer-Cup) findet seit Anfang Juli praktisch jede Woche ein „Turnier“ dieser Art statt.

Viel witziger finde ich da die Idee von Dynamo Dresden. Da der Verein wegen Fanausschreitungen vom morgen startenden DFB-Pokal ausgeschlossen ist, veranstaltete er einfach seinen eigenen Pokal. Der heißt wie zufällig FDGB-Pokal, was Erinnerungen weckt: So hieß nämlich der nationale Pokal in der DDR. Dort stand die Abkürzung FDGB für „Freier Deutscher Gewerkschaftsbund“, bei Dynamo wird sie kurzerhand umgedichtet in „Für Dynamo gemeinsam blechen“. Die Idee hinter der Veranstaltungsreihe ist die, dass Dynamo parallel zu den DFB-Pokalspielen eigene Freundschaftsspiele veranstaltet, um im Rhythmus zu bleiben und die finanziellen Ausfälle wegen fehlender Pokaleinnahmen zu kompensieren. Dresden startet am Samstag auch gleich mit dem „Achtelfinale“ gegen Hull City, bei einem Sieg geht es Anfang September im „Viertelfinale“ gegen einen noch nicht benannten Gegner weiter.

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