Hundert Helden (9-19): Eintracht Frankfurt

15 Mrz

Eintracht Frankfurt_3_oldIn dieser Kategorie stelle ich Personen des öffentlichen Lebens vor, die meine Kindheit und Jugend geprägt haben.

Diesmal: Eintracht Frankfurt in der Saison 1993/1994

Warum so heldenhaft? Ich muss es zugeben: Als ich begann, mich für Fußball zu interessieren, suchte ich mir meine neue Lieblingsmannschaft wie ein Erfolgsfan nach der aktuellen Tabellensituation aus. Und damals, in der Saison 1993/94, war Eintracht Frankfurt ganz oben. Die Eintracht hatte zu der Zeit mit dem Trio Anthony Yeboah, Jay-Jay Okocha und Maurizio Gaudino die beste Angriffsreihe der ganzen Liga. Außer ihnen spielten Stürmer Jan Furtok, die Mittelfeldgenies Ralf Weber und Uwe Bein, Torhüter Uli Stein, Verteidiger Uwe Bindewald und viele andere Helden in der Mannschaft. Ihr Trainer war Klaus Toppmöller. Auch wenn einige schöne Szenen aus dieser Zeit überliefert wurden, so überragt doch das Tor von Jay-Jay Okocha am 31. August 1993 im Spiel gegen den Karlsruher SC alles, als er den späteren Vize-Weltmeister Oliver Kahn und dessen gesamte Hintermannschaft locker austanzte. Außerdem etablierte Okocha einen Trick, bei dem er den Ball aus dem Lauf mit der Hacke über sich und seinen Gegner hebt; im Fußballtraining haben wir uns beinahe die Beine gebrochen beim Versuch, den „Jay-Jay“ zu kopieren.

Wie ging es weiter? Leider konnte die Eintracht in besagter Saison das Niveau vom Start nicht halten und landete am Ende nur auf dem 5. Platz; Trainer Toppmöller flog schon während der Saison raus. In der nächsten Saison kam Josef „der Chinese“ Heynckes, und dessen einzige nennenswerte Amtshandlung war die, Yeboah, Okocha und Gaudino aus dem Kader zu werfen, damit zu vergraulen und die Eintracht in große Probleme zu stürzen, mit denen sie noch Jahre später zu kämpfen hatte. Ich frage mich, was dieser Heynckes heutzutage macht, ich kann mir nicht vorstellen, dass ein ernstzunehmender Verein ihn nach dem Frankfurt-Desaster als Trainer beschäftigt hat. Mit meiner Frankfurt-Freude ging es so weiter, dass ich 30. August 1998 im Erfurter Steigerwaldstadion war, um das 6:1 der Eintracht im DFB-Pokal gegen meinen Heimatverein Rot-Weiß Erfurt zu sehen. Außerdem war ich am 12. Dezember 2000 im Gottlieb-Daimler-Stadion in Stuttgart, um mit dem 4:1 des VfB Stuttgart gegen Frankfurt mein bislang einziges Bundesligaspiel zu besuchen.

Und heute? Auch wenn ich in der Ergebnisliste und der Bundesligatabelle immer zuerst nach Eintracht Frankfurt suche und mich aus alter Verbundenheit sehr darüber freue, dass der Verein nach zwei Abstiegen aktuell wieder in der Bundesliga spielt, so bin ich doch mittlerweile ein recht neutraler Fußballfreund und interessiere mich tendenziell eher vereinslos für den Sport.

Zwei Bemerkungen: 1. Der Hundert-Helden-Zähler ging nur symbolisch um 11 Helden nach vorne; ich weiß durchaus, dass zu einer Fußballmannschaft mehr als 11 Spieler gehören. 2. Das Eintracht-Logo oben ist das „alte“, das bis 1999 genutzt wurde, also auch in meiner Fan-Zeit.

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