5 Dinge, wegen denen ich „Need For Speed: Most Wanted für iPhone“ nicht mag

9 Feb

nfsmwNoch bis Ende Februar kann man hier das iPhone/iPod-Spiel „Need For Speed: Most Wanted“ kostenlos herunterladen (ansonsten ist es hier regulär aus dem App Store herunterladbar). Um es vorweg zu sagen: Ich bin ganz froh, dass ich für das Spiel kein Geld ausgegeben habe, da ich es für ziemlich schlecht halte. Es macht zwar optisch einen sehr guten Eindruck, und auch wenn ich mir nicht viel aus Automarken mache, sind erfreulich viele prestigeträchtige Fahrzeuge mit am Start. Allerdings hat das neueste „Need For Speed“ einige Haken. Für mich sind es die folgenden:

  1. Einseitige Polizeieinsätze: Man stelle sich vor, es findet ein illegales Rennen zwischen 6 Autos statt, und die Polizei lässt 5 von ihnen davonrasen, weil sie sich nur auf eines fokussiert. So ist es bei „Most Wanted“. Es ist mir so oft passiert, dass ich mir ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit einem Gegner geliefert habe, und plötzlich taucht ein Polizeiwagen auf, drängt mich an die Bande, und der Gegner fährt gemütlich vorbei. Oder ich wurde gleich mal von 2 Polizeiwagen bedrängt und zugleich von einem Gegner überholt. Besonders frustrierend ist dies natürlich, wenn man so knapp vor der Ziellinie abgefangen und um den Sieg oder einen guten Platz gebracht wird.
  2. Konstruierte Rennverläufe: Ich hasse es, wenn man bei Autorennen erkennt, dass abhängig vom Rennverlauf etwas an der KI der Gegner gedreht wird. So fährt auch bei „Most Wanted“ der Gegner plötzlich schneller, wenn er dramatisch zurückliegt, oder er wird langsamer, wenn sein Vorsprung zu groß wird. Ich habe es oft genug erlebt, dass Gegner mich gegen Ende des Rennens an sich herankommen lassen haben, nur um mich dann doch noch verlieren zu lassen. Da fragt man sich dann, warum man zuvor nicht einfach hinterhergeschlichen ist, wenn man am Ende sowieso wieder herankommt.
  3. Unlogische Unfallphysik: Man kann dutzendfach frontal und kräftig gegen ein Polizeiauto rasen, weil man es außer Gefecht setzen will, und es passiert nichts, außer dass man aufgehalten wird. Und dann tippt man es nur leicht mit der Seite an, und es überschlägt sich wild in der Luft. Außerdem wurde mir durch einen Ladebildschirm gesagt, dass man gegnerische Autos auch zerstören kann, aber gelungen ist mir dies trotz teilweise wirkungsvoll aussehener Zusammenstöße bislang nicht einmal ansatzweise.
  4. Teure Update-Politik: Im Normalfall ist es bei Rennspielen so, dass man sich für ein Auto, das man gekauft hat, auch gleich die Updates kaufen kann; diese bleiben dann Bestandteil des Autos. Bei „Most Wanted“ ist es so, dass man vor jedem Rennen das Update neu kaufen muss. Da kommt es dann zu Situationen, in denen man ein Rennen gewinnen muss, um am Ende überhaupt eine Kleinigkeit an Geld zu gewinnen. So ist man permanent versucht, kurz vor der Ziellinie abzubrechen und das Rennen neu zu starten, wenn sich abzeichnet, dass man kein gutes Ergebnis erzielt – weil man ja für ein neues Rennen gleich wieder zahlen muss. Man muss wohl nicht dazusagen, dass man sich per In-App-Kauf frische Spielwährung erwerben kann.
  5. Undurchschaubares Drumherum: Bei „Most Wanted“ gibt es ein halbes Dutzend Fahrzeugklassen, und für fast jedes Rennen ist eine andere davon zugelassen. Aber es ist nicht so richtig ersichtlich, in welcher Klasse man sich verstärken sollte. Genauso wenig ist mir klar geworden, wie man welche neuen Autos und welche neuen Strecken freischalten kann, weil ich nicht verstanden habe, für welche Aktionen man überhaupt mit SpeedPoints belohnt wird, die für das Freischalten sorgen.

Ich finde es schade, dass man die gute Grafik, die Lizenzen und die guten Ideen (es gibt zum Beispiel Rennen, in denen man über die gesamte Strecke eine bestimmte Durchgeschnittsgeschwindigkeit erreichen muss) mit solchen Mängeln zerstört und so ein höchstens durchschnittliches Rennspiel geschaffen hat.

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