[Film] Absentia

6 Jan

AbsentiaEine Menge Produkte jeglicher Art werden momentan über Kickstarter finanziert, und auch immer mehr Macher von Massenmedien holen sich ihr Geld über die Crowd-Funding-Plattform. So tat es auch Mike Flanagan, der Drehbuchautor, Regisseur und Produzent des Films „Absentia“. In dessen Mittelpunkt stehen die beiden Schwestern Tricia und Callie. Tricias Ehemann Daniel ist seit 7 Jahren spurlos verschwunden, und Callie zieht für eine Weile bei ihrer Schwester ein, um sie bei dem schweren Schritt zu unterstützen, ihren Mann offiziell für tot zu erklären (‚dead in absentia‘ ist die Bezeichnung dafür, daher der Filmtitel). Jeden Morgen joggt Callie durch einen Tunnel in der Nähe des Hauses ihrer Schwester, und eines Tages liegt ein ausgemergelter und geschwächter Mann darin. Callie will ihm etwas zu essen besorgen, doch als sie zurückkehrt, ist er verschwunden. Stattdessen taucht plötzlich Daniel wieder auf.

Ich kann mich noch immer nicht entscheiden, ob ich „Absentia“ gut oder weniger gut finden soll. Der Film ist von Beginn an sehr langsam und lässt seine Charaktere sich entwickeln, was im Laufe des Films eine ordentliche Spannung aufbaut, aber er bleibt bis zum Schluss in dem Tempo. Darauf muss man sich einlassen können, vor allem wenn man Hollywood-typische Spannungsfilme gewöhnt ist. „Absentia“ zeigt so gut wie nie die Bedrohung, und wenn doch, dann ist sie verschwommen zu sehen, oder es wird rechtzeitig umgeschnitten. Aufgrund seiner Gemächlichkeit und Ermangelung von expliziten Gewaltszenen ist „Absentia“ eher als Festivalfilm zu sehen. Nicht umsonst hat er 2011 einige Awards bei Filmfestivals abgeräumt, unter anderem beim Shriekfest und dem Maelstrom International Fantastic Film Festival. Zu empfehlen ist er auf jeden Fall, zumindest um sich seine eigene Meinung bilden zu können.

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2 Antworten to “[Film] Absentia”

  1. rennhenn 6. Januar 2013 um 19:24 #

    Das klingt interessant, danke für den Tipp. Ich muss ehrlich sagen: mir langt’s so allmählich mit den expliziten Gewaltszenen. Oft wird da nicht um der Handlung willen gemetzelt, sondern aus… ja, was denn eigentlich? Spaß?

    • Alex 6. Januar 2013 um 21:05 #

      Gerne. 🙂
      Ja, ich frage mich auch immer öfter, warum in so vielen Filmen heutzutage so viel Blut fließt und Gliedmaßen abgetrennt werden (was scheinbar noch die harmloseren Sachen sind). So gesehen kann man „Absentia“ nicht genug für seine „sanfte“ Herangehensweise loben.

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