Das Layout einer Kurzgeschichte in der Tageszeitung

8 Dez

In der heutigen Ausgabe der österreichischen Tageszeitung „Der Standard“ gibt es die Kurzgeschichte „Das Schulfoto“ von Clemens J. Setz zu lesen. Ich mag ja Kurzgeschichten an sich, weil sich darin in wenigen Worten ganze Welten entfalten, sich nicht mit langatmigen Beschreibungen aufgehalten wird und man eine Geschichte mal schnell zwischendurch lesen kann. So ging es mir heute mittag auch mit „Das Schulfoto“, was ich als eine richtig gute Geschichte empfand. Sie verfolgt eine interessante Idee, hält die Spannung und deutet oft nur an. Nachlesen kann man sie hier.

Ich fand es allerdings recht seltsam, wie die Geschichte in der Zeitung abgedruckt war. Hier sind zwei der drei Seiten zu sehen, die sie einnahm:

IMG_1008     IMG_1007

Ich habe mich beim Lesen gefragt, wieso die Geschichte unbedingt wie ein Zeitungsbeitrag gelayoutet sein musste. Sie hat sinnloserweise Zwischenüberschriften und hervorgehobene Zitate, und auch die Unterschriften unter den Stock-Fotos, die überhaupt nichts mit der Geschichte zu tun haben, sind Zitate aus der Geschichte. Hatten die Zeitungsmacher Angst, dass die Geschichte ohne übliche Layout wie eine wenig einladende Bleiwüste aussieht? Man wurde immer aus der Geschichte herausgerissen, wenn eine Zwischenüberschrift oder ein Zitat eingeschoben wurde. Ich finde, man hätte es bei den Bildern belassen können – und bei einer vernünftig zusammenhängend abgedruckten Geschichte.

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