Virginia for Obama

7 Nov

Ich denke, es ist nicht vermessen zu sagen, dass ich die Demokratie in den US-Bundesstaat Virginia gebracht habe. Und das kam so:

1976 gewann der demokratische Kandidat Jimmy Carter die Präsidentschaftswahl gegen den Republikaner Gerald Ford, unter anderem durch seinen Sieg in Virginia. Im September 1980 kam ich zur Welt, und dann ging es bergab für demokratische Kandidaten im Bundesstaat an der Ostküste. 1980 verlor Carter gegen den Republikaner Reagan, 1984 Mondale gegen Reagan, 1988 Dukakis gegen Bush sr., 1992 Clinton gegen Bush sr., 1996 Clinton gegen Dole, 2000 Gore gegen Bush jr. und 2004 Kerry gegen Bush jr. Im August des Jahres 2008 begab es sich dann, dass ich mich nach Virginia aufmachte, um dort ein Jahr lang an der University of Mary Washington (UMW) in Fredericksburg, VA als Associate Professor zu arbeiten. Und siehe da: Im November 2008 gewann Barack Obama die Mehrheit in Virginia und wurde unter anderem von den 13 Wahlmännern des Bundesstaats zum ersten dunkelhäutigen Präsidenten der USA gewählt. Das kann doch kein Zufall sein…

Seit meinem Aufenthalt dort wandert mein Blick desöfteren nach Virginia, und so auch bei der gestrigen Wahl. Im Vorfeld wurde meine „alte Heimat“ zum Swing State erklärt, also zu einem der für den Ausgang der Wahl entscheidenden Bundesstaaten. In der Tat gewann Obama auch in diesem Jahr in Virginia.

Habe ich eigentlich schon mal hier erwähnt, dass ich mal nur 5 Meter vom leibhaftigen Barack Obama entfernt stand und Joe Biden, dem amtierenden Vizepräsidenten, die Hand schüttelte? Es war am 27. September 2008, als Obama und Biden zu einer Wahlkampfveranstaltung nach Fredericksburg, VA kamen und dort gerade auf dem Campus der UMW Reden hielten. Lustigerweise wohnte ich nur 100 Meter Luftlinie von der Bühne entfernt, musste aber den Campus verlassen und mich in einer (im Ernst!) kilometerlangen Schlange anstellen. Und so sah das damals aus, als Obama und Biden auf der Bühne standen:

Als Obamas Rede zu Ende war, verließen die meisten Leute den Platz, ich aber machte mich auf nach vorn zur Bühne. Und dort sah ich dann Obama, kurz bevor er ein Lehrgebäude betrat. Leider war er zu schnell weg, um ihm die Hand zu schütteln, aber das gelang mir dann bei Joe Biden, der noch ein wenig länger draußen blieb. Dieses Bild entstand kurz davor:

Das sind die Momente, an die man sich sein Leben lang erinnert.

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