Lionel Messi und ich

14 Aug

Ich berichtete vor einiger Zeit hier davon, dass ich Anfang Mai eine Ein-Tages-Dienstreise nach Barcelona gemacht habe. Jetzt ist endlich die Berichterstattungssperre vorbei, und ich darf es sagen: Ich habe Lionel Messi getroffen und ein Interview mit ihm geführt. Zunächst das Beweisfoto:
 

Und das war so: Gastgeber war eine Uhrenfirma, die ein gutes Dutzend Pressevertreter aus genauso vielen Ländern nach Barcelona einfliegen ließ, um dort eine Lionel-Messi-Special-Limited-Edition einer Uhr zu präsentieren. Ich flog also am (sehr frühen) Morgen los und traf die anderen Journalisten vor dem Markt Le Boqueria. Dort gab es eine Führung und typisch katalanisches Frühstück mit viel Fisch und Fleisch. Dann wurden wir zum Paseo de Gracia in der Innenstadt gefahren, von wo aus ich zur Sagrada Família lief. Leider war nicht mehr die Zeit, um zum Park Güell zu gehen, stattdessen ging ich gemütlich zum Restaurant „El Principal“, wo ein Mittagessen geplant war. Und zwar hatten wir als Vorspeise Gazpacho und Pesto-Eis mit geriebenem Parmesan, als Hauptspeise gegrilltes Rindfleisch, Pilze und Kartoffelbrei, und als Nachspeise ein Carpaccio aus exotischen Früchten, dazu weißen oder roten Wein. Ich habe selten so gut gegessen, zumal mir meine Tischnachbarn sehr angenehm waren.

Nach dem Essen ging es zu Fuß in ein nahes Design-Hotel, wo Teilchen und Getränke serviert wurden (als hätten wir nicht gerade schon genug gegessen und getrunken). Dann mussten wir eine Weile warten und wurden dann in den Gewölbekeller des Hauses gebeten. Dort schauten wir einen Imagefilm über Lionel Messi, und als der Film vorbei war, wurde die Leinwand heruntergelassen, und dahinter stand er dann selbst. Ich finde es immer faszinierend (auch wenn es eigentlich albern ist), dass bekannte Menschen auch nur Menschen sind, aber bei Messi war es noch eine Spur extremer: Man hat nichts von Allüren gemerkt, das war ein schüchterner, freundlicher junger Mann, der sich da zwischen den Journalisten bewegte.

Nach der Präsentation der Uhr warteten wir wieder, und dann wurden wir für die Interviews in Fünfergruppen in ein Zimmer des Hotels gerufen. Als wir alle hintereinander in den Raum gingen, wurde jeder von uns vorgestellt, mit dem Namen des Landes auf Spanisch. Ich war an der Reihe, und der Person fiel nicht ein, woher ich komme. Sie sagte: „Alex de…“, und ich ergänzte geistesgegenwärtig: „…Alemania“, und gab Messi die Hand. Während des halbstündigen Interviews stieg mein Diktiergerät aus, und zum Glück merkte es der Simultandolmetscher sofort, so dass ich ab dann mitschreiben konnte.

Nach meinem Interview redete ich noch mit dem Art Director der Uhrenfirma, was auch sehr interessant war, aß noch ein paar Teilchen, und dann war es auch schon wieder Zeit, dass ich zum Flughafen gebracht wurde. Das Taxi teilte ich mit dem Marketing-Chef der Uhrenfirma, was auch sehr angenehm war, zumal er Deutsch sprach. Insgesamt war ich an dem Tag gut 19 Stunden auf den Beinen und legte 2.900 Kilometer Luftlinie zurück. Aber die (kaum merkliche) Anstrengung war es definitiv wert.

Das Interview und ein Portrait über Lionel Messi gibt es übrigens ab dem 30. August im Provocateur zu lesen.

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4 Antworten to “Lionel Messi und ich”

  1. schneckspeck 15. August 2012 um 07:55 #

    Na das nenn ich doch mal einen zufriedenen Gesichtsausdruck 😀

    • Alex 15. August 2012 um 08:08 #

      Bei mir oder bei Messi? 😉

  2. schneckspeck 15. August 2012 um 08:19 #

    Ihr seht beide nicht unzufrieden aus 😀

  3. Kim 3. September 2012 um 20:02 #

    Wie cool 😀
    Danke fürs Sharen 😀

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