[Film] Mary & Max

17 Jul

In zwei morgendlichen Sessions habe ich in den letzten Tagen den Film „Mary & Max“ angeschaut, und ich küre ihn spontan zum besten Film, den ich in diesem Jahr gesehen habe.

Der Film ist animiert, die Figuren bestehen aus Knete. Ich hatte zuvor noch nie einen solchen Film gesehen, also weder „Wallace & Grommit“ noch „Shaun das Schaf“ oder sonst etwas in die Richtung. Es geht um die 8-jährige Australierin Mary, die zufällig beginnt, dem 44-jährigen Max aus New York Briefe zu schreiben. Die beiden schreiben sich regelmäßig über ihr Leben, freunden sich an, schicken sich Schokolade in verschiedenen Formen zu und verlieren sich zuweilen auch für längere Zeit aus den Augen – warum, will ich nicht verraten, weil es wichtig für die Handlung ist.

Der Film ist sowohl von den Farben als auch der Stimmung her sehr düster. Er ist absolut kein Kinderfilm, geht es doch um Mobbing, psychische Krankheiten, Alkoholismus, Kleptomanie und Tod. Sowohl Mary als auch Max sind Außenseiter, und auch wenn es mal einen Aufschwung in ihrem Leben gibt, geht es ganz sicher bald wieder bergab. Man hat auch nicht den Eindruck, dass den beiden ihre Freundschaft durchs Leben hilft. Aber trotzdem sind die Figuren so wunderbar, und die Stimmung des Films ist nie wirklich pessimistisch, weil er einen erfrischend schwarzen Humor hat. Einen Eindruck, wie die Figuren aussehen, sowie wunderschöne Musik und Infos gibt es auf der Homepage zum Film.

Ich habe den Film übrigens in der englischen Originalfassung geschaut, in der mir vor allem die Stimmen von Philip Seymour Hoffman (Max) und Barry Humphries (Erzähler) gefallen haben. Die deutsche Synchronisation habe ich nicht geprüft, aber der deutsche Untertitel des Films hat mir schon gereicht. Der lautet (völlig irritierend und bestimmt Shaun-Assoziationen wecken wollend): „Schrumpfen Schafe, wenn es regnet?“

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4 Antworten to “[Film] Mary & Max”

  1. Sinchen 17. Juli 2012 um 18:16 #

    Oh wie toll, noch jemand, dem dieser Film gefallen hat 🙂 Ich könnte ihn ja glatt schon wieder schauen.

    • Alex 17. Juli 2012 um 18:22 #

      Und ich dachte schon, ich bin irgendwie komisch, wenn ich einen so düsteren und melancholischen Film gut finde. 🙂

  2. schneckspeck 17. Juli 2012 um 19:21 #

    Der Film gehört auch zu meinen absoluten Favouriten! Einfach super!

  3. Jarg 17. Juli 2012 um 20:24 #

    Ganz wunderbarer, tief berührender Film, dem viele Zuschauer zu wünschen sind …

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