Die NBA, Dirk Nowitzki und ich

12 Jul

NBA-Basketball ist mir fremd. Und ich hätte vor 15 Jahren niemals gedacht, dass ich das einmal so sagen würde. Damals habe ich Nächte durchgemacht, um NBA Finals zu sehen, habe gehofft, dass ein Spiel nicht in die Verlängerung geht, um rechtzeitig in der Schule zu sein. Damals kannte ich die Starting 5 sämtlicher Teams auswendig, war begeistert vom Zusammenspiel von Karl Malone und John Stockton, von den Blocks von Dikembe Mutombo, von den Dreipunktwürfen von Steve Kerr, von der Power von Shaquille O’Neal. Das waren noch Zeiten. Und wie wohl jeder zu der Zeit galt meine volle Bewunderung der Nummer 23 der Chicago Bulls: Michael Jordan. Und somit endete mein Interesse an der NBA auch mit Jordans Karriere. Also der richtigen, der bei den Bulls, nicht der, als er Schumi-mäßig noch zwei erfolglose Saisons bei den Washington Wizards dranhängte. Es gab danach keinen singulären Spieler, dem ich mein Interesse entgegenbringen konnte, und somit auch keine Mannschaft, zu der ich bei Live-Übertragungen halten konnte.

Und dann kam Dirk Nowitzki, 1998 war das. Gleichzeitig – und auch schon zur Zeit von Michael Jordan – spielte ein anderer Deutscher in der NBA, nämlich Detlef Schrempf. Aber den fand ich immer arrogant und war daher eher gegen die Seattle SuperSonics. Dirk Nowitzki war sympathisch, und auch wenn ich mir keine Spiele mehr anschaute, so interessierte ich mich doch für die Ergebnisse der Dallas Mavericks. Als ich dann 2008/2009 in den USA war und mit einem begeisterten Franzosen NBA-Spiele schaute (er vor allem wegen Tony Longoria-Parker, ich wegen Dirk Nowitzki), kannte ich die allermeisten Spieler überhaupt nicht, und auch einige der Teams waren mir unbekannt. Brooklyn Nets, Charlotte Bobcats, Oklahoma City Thunder, Memphis Grizzlies, New Orleans Hornets – die gab es alle in „meiner Zeit“ noch nicht. Da ist mir dann erstmal aufgefallen, wie schnelllebig die NBA doch ist.

Die einzige Konstante, die es für mich noch gibt, ist Dirk Nowitzki, der ja im letzten Jahr endlich den Titel feiern konnte. In diesem Jahr lief es dagegen wieder schlecht, auch deshalb, weil Dirk Nowitzki nach der schweren Meistersaison und der anschließenden Europameisterschaft nicht so richtig in Form war. (Wobei mir einfällt: Ich fand es immer toll, dass Dirk Nowitzki trotz der Belastungen in der NBA immer auch für Deutschland gespielt hat.)  Jetzt habe ich einen Artikel auf Spiegel.de gelesen, in dem steht, dass es nicht gelungen ist, die Dallas Mavericks vernünftig zu verbessern, so dass es unrealistisch ist, dass sie noch einmal um den Titel mitspielen. Ich weiß, es ist sehr loyal von Nowitzki, im schon erwähnten schnelllebigen Geschäft der NBA zu „seinem“ Verein zu stehen, und es gibt ja viele Fälle von Spielern, die nur der Titel wegen am Ende der Karriere gewechselt sind (zum Beispiel ging Karl Malone im Alter von 40 Jahren zu den Lakers, holte aber auch dort keinen Titel mehr). Vielleicht sollte Nowitzki doch noch mal wechseln, um noch einen Titel zu holen.

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