Kaffee

6 Mrz

Jahrelang kokettierte ich damit, ein Deutscher zu sein, der weder Bier noch Kaffee mag. Meine Abneigung gegen Bier besteht noch immer und wird wohl auch nie vergehen, aber beim Kaffee sieht es mittlerweile ganz anders aus.

Grundsätzlich dient mein Kaffeekonsum vor allem der Bekämpfung der Müdigkeit. In diesem Punkt tut mir meine Frau leid, die seit mehr als einem Jahr keinen Kaffee trinken konnte – erst wegen der Schwangerschaft, jetzt wegen des Stillens. Ich selbst brauche meine morgendliche Tasse, allerdings nicht schon zu Hause, sondern erst in der Arbeit. Dort steht ein fetter Vollautomat mitsamt Milchaufschäumer. Am Wochenende kommt mein Kaffee aus unserer Espressomaschine, immer seltener aus unserem Kapselautomaten. Im Laufe der Zeit habe ich mir sogar den früher obligatorischen Zucker abgewöhnt, wegen der Linie. Auf die Milch werde ich allerdings nie und nimmer verzichten, denn schwarzer Kaffee ist einfach nur grausam.

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12 Antworten to “Kaffee”

  1. lucyrenard 6. März 2012 um 19:25 #

    Ich glaube, es wäre viel einfach gewesen, ohne Kaffee zu leben, wenn du in Deutschland gelebt hättest. Echt. Ich meine: nein, ich mag Deutschland, sehr. Ich mag die Leute. Ich mag Ordnung, die nach dem tiefsten Glauben von meinem Freund doch ordentlicher ist, als in Österreich. Ich mag die Geschichte, die Kultur, Unheilig usw. Aber Kaffee… Ich war im Juli in HH und NDS. Alles war wunderbar außer Kaffee. Ich weiß nicht, wie man ihn dort macht, es wird für mich für immer ein Geheimnis bleiben. Vielleicht ist es einfach dass Wasser dort anders schmeckt.

    Aber jedenfalls: Kaffee ist Leben 🙂

    • Alex 6. März 2012 um 20:13 #

      Du hast recht, in Deutschland hab ich keine guten Erfahrungen mit Kaffee gemacht, die Freude daran kam erst hier in Österreich auf.
      Im Ernst: Unheilig? :-/

      • ladidaladida 7. März 2012 um 00:58 #

        Es gibt schlimmeres, als Unheilig. Glaub mir, viel schlimmeres. Ich war dort. 👿

      • Alex 7. März 2012 um 08:42 #

        Dort? Bei einem Konzert? :-/
        Was finden die Leute nur an dem Typen?!?

      • lucyrenard 7. März 2012 um 07:15 #

        Jeder hatte eigene Schwächen 🙂 Liebe Leute haben weniger mächtige Musik, als Rammstein, dafür aber Texte. Sind weniger manisch als Oomph. Tragen Anzüge 🙂 Und ich mag es, wie sie „Süßer die Glocken nie klingen“ gemacht haben 🙂

        Aha, das Ding mit Kaffee hast du auch bemerkt, ich hab mir schon Sorgen gemacht, dass ich etwas potenziell politisch Inkorrektes geschrieben habe. Mein Freund (geborener Braunschweiger) geht so weit wie sagen, es gibt keine KaffEE in Deutschland, nur KAffee, kein Wunder, dass er anders schmeckt. In Wien verspreche ich mir jeden Abend, ab nächsten Tag weniger Kaffee zu trinken, und jeden Tag scheitert das Alles beim Blick auf die Kaffeemaschine in der Küche.

      • ladidaladida 7. März 2012 um 11:56 #

        Ich meinte, ich war in der Szene. Aus persönlichen Gründen. So was, naja egal.
        Unheiligen find ich einfach nur langweilig.

      • Alex 7. März 2012 um 12:09 #

        Aber Unheilig gehört doch musikalisch eher der Schlagermusikszene zu. Ist jedenfalls mein Eindruck von deren Stil.

      • ladidaladida 7. März 2012 um 12:36 #

        Nein, es sind Möchte-Gern-Grufties.

  2. ladidaladida 7. März 2012 um 00:57 #

    1. Grüß Deine Frau von mir. Meine größte Sorge vor einer gewollten Schwangerschaft ist Kaffee. Wie soll ich mehrere Monate lang ohne Kaffee leben? Wobei
    a) Es gibt gute entkoffeinierte Kaffees
    b) Landkaffee tut´s auch
    c) eine Medizinstudentin hat mir erzählt, dass neuste Studien bewiesen haben, dass eine Tasse Kaffee täglich erlaubt ist. Und, wenn man den ganzen Tag schlecht gelaunt ist, weil man seinen Kaffee nicht trinken darf, ist das für das Baby auch nicht gut.

    2. Moralische Käule:
    Dir ist schon klar, wie umweltfeindlich die Kapselautomaten sind? Wieviel Müll die produzieren? Und wie teuer die sind?
    Selbstverständlich trinkst Du Kaffee nur aus biologischem Anbau und/ oder Fairtrade, wenn es Dein Geldbeutel erlaubt, ne? 😉

    • Alex 7. März 2012 um 11:15 #

      Meine Frau mag keinen entkoffeinierten Kaffee (den gab’s schon im Krankenhaus, sie mochte ihn nicht, ich schon), und den guten Malzkaffee findet sie auch nicht so gut. Dass Kaffee in Maßen erlaubt ist, weiß sie auch, aber sie will nichts riskieren.
      Ich richte die Grüße gerne aus. 🙂
      Und zu den Kapseln: Ich trinke sehr selten aus der Maschine, nur wenn ich zu faul bin, die Bialetti anzuwerfen.

  3. rennhenn 9. März 2012 um 10:00 #

    Ich hab mir Kaffee inzwischen auch fast komplett abgewöhnt, obwohl ich schon immer eher Teetrinkerin bin. Aus ähnlichen Gründen wie deine Frau – während der Schwangerschaft habe ich höchstens morgens einen Milchkaffee getrunken, gegen Ende hin dann aber gar nimmer. Und nun da ich stille, verzichte ich auch so gut wie und wenn ich doch mal ein Käffschen trinke, dann sowieso nur mit ganz viel Milch. Während der Schwagerschaft und Stillzeit sind täglich 2-3 Tassen Kaffee erlaubt (so sagt und liest man), allerdings muss man sich auch bewusst sein, dass so ein kleiner Organismus einfach viel länger braucht, um das Koffein wieder abzubauen. Aus diesem Grund gab’s und gibt’s bei mir auch keinen Tropfen Alkohol, obwohl ich von vielen den berühmten Spruch zu hören kriege „Ach, ein Schlückchen zum Anstoßen kann doch nicht schaden“ 😉

    • Alex 9. März 2012 um 10:04 #

      Ja, genauso ist es auch bei meiner Frau. Kein Kaffee, kein Alkohol – sie ist da rigoros, und ich find’s gut so. 🙂
      Bei „kein Alkohol“ mach ich auch gerne mit, aber ohne Kaffee geht einfach nicht.

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