„How I Met Your Mother“ in der „richtigen“ Welt

27 Feb

Neulich brachte ich meiner Frau unnützes Wissen näher, und zwar dieses: In amerikanischen Filmen und Serien haben die Telefonnummern, die geschrieben stehen oder genannt werden, in den allermeisten Fällen die Vorwahl 555. Das liegt daran, dass es diese Vorwahl nicht gibt und komische Leute nicht bei George Clooney oder Jennifer Aniston anzurufen versuchen. Ich kann mich nur an zwei Fälle erinnern, in denen das nicht so gemacht wurde. Der eine ist der Film „Bruce Almighty“ mit Jim Carrey, in dem die Telefonnummer von Gott angegeben wird, auf der dann tatsächlich reichlich Leute anriefen. Blöderweise gehörte die Nummer einer existierenden Person, die sich verständlicherweise von Anrufen á la „Ist dort Gott?“ genervt fühlte. Der zweite Fall – und damit komme ich endlich zum eigentlichen Thema – stammt aus „How I Met Your Mother“. Während des Super Bowl 2010 war ein Clip zu sehen, in dem Barney Stinson ein Schild hochhält, auf dem „seine“ Telefonnummer steht. Wenn man dort anrief, hörte man eine von Barney-Darsteller Neil Patrick Harris gesprochene Nachricht, die man hier nachlesen kann. In der Serie selbst wurde die Nummer in eine 555-Nummer geändert.

Es ist schon auffällig, dass in „How I Met Your Mother“ recht oft Internetadressen genannt werden. Das Lustige daran: Die Adressen existieren wirklich. Zum Beispiel ist Barneys Blog, von dem er vor allem am Anfang der Serie oft sprach, hier zu finden. In der Folge „The Bracket“ stellt sich heraus, dass Barney sich bei einem One-Night-Stand als Ted Mosby ausgegeben hat und die Frau die Seite TedMosbyIsAJerk.com ins Netz gestellt hat. In der Folge „The Old King Clancy“ spricht die Clique über kanadische Sex-Stellungen, und Barney macht auf die Seite canadiansexacts.org aufmerksam. Interessant ist vor allem die Seite TheSlapBetCountdown.com. Es gibt eine Slap Bet (ich weiß nicht, wie die in der deutschen Synchronisation heißt), die sich schon lange durch die Serie zieht und bei der Marshall Barney schlagen darf. Es gab schon slapcountdown.com, wo ein Countdown heruntergezählt wurde, und TheSlapBetCountdown.com zählt wohl *seufz* herunter bis zum Ende der Serie, was wahrscheinlich am Ende der nächsten Staffel sein wird.

Alle Adressen sind waren mal hier zu finden.

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7 Antworten to “„How I Met Your Mother“ in der „richtigen“ Welt”

  1. Kim 27. Februar 2012 um 22:09 #

    Ich schaue mir die Serie auch nur auf Englisch an, weil’s witziger ist – leider dauert es so lange, bis die Staffeln dann erscheinen :S
    555 kommt auhc in einer King of Queens Folge vor. Da nennt Arthur seine Telefonnummer und gibt 555-Nase weiter 😀
    Vielleicht kennst du die Folge ja auch!

    • Alex 28. Februar 2012 um 09:07 #

      Ja, die Folge kenne ich. Ich sage ab und zu zu meiner Tochter 555-Nase und tipp ihr dann auf die Nase. 🙂

  2. schneckspeck 27. Februar 2012 um 23:56 #

    Die Ohrfeigenwete, einfach phantastisch! Nicht zu vergessen die umfangreichen Informationen zu Lorenzo von Matterhorn, die man im Netz findet. Ich finde ja, dass solche Easter eggs in Serien unglaublich viel Spaß machen 😀

  3. janavar 28. Februar 2012 um 13:29 #

    Darauf habe ich noch nie geachtet, werde es aber ab sofort tun. Ich schaue die Serie auch auf Englisch. Und mit dem neuen Wissen werde ich bei Gelegenheit gleich mal angeben 😀

  4. missbooleana 28. Februar 2012 um 17:08 #

    Jaaa – ein Post über How I Met Your Mother. 🙂
    Die Serie ist auch noch auf anderen Platformen ganz groß was das Viral Marketing betrifft. Als ich früher mal über die Websites gestolpert bin, war ich schon baff aber dazu gehören auch noch Barneys Twitter-Account und die Bücher rund um den Bro-Code. Wobei letzteres vermutlich als normales Merchandising zu verstehen ist…

  5. Streetreader 28. Februar 2012 um 19:57 #

    Ich finde es so klasse, dass auf solche Details geachtet wird, eine tolle Idee. Deshalb bin ich von dem Bro Code ehrlich gesagt ziemlich enttäuscht. Den hätte man wesentlich origineller gestalten können, dann wäre er auch eine schöne Geschenkidee gewesen, aber so überzeugt er mich gar nicht, dann doch lieber im Internet stöbern. Die Telnr kannte ich noch nicht 😀

    Streetread.wordpress.com

    • Desirée Löffler 18. Februar 2013 um 09:11 #

      Sehe ich genauso, ich fand den BroCode furchtbar enttäuschend, dabei war die Idee super.

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