Mein Blick zurück (KW 8)

26 Feb

Untertitel: 7 Themen, die in der zu Ende gehenden Woche mein Interesse weckten.

Letzte Woche an dieser Stelle war eines der Themen der zurückgetretene Christian Wulff, diese Woche war dadurch geprägt, dass sein Nachfolger gefunden wurde: Joachim Gauck wird am 18. März 2012 zum Bundespräsidenten gewählt. Das wird dann der vierte Wahlgang nach zweijähriger Unterbrechung, schließlich war Gauck schon 2010 Gegenkandidat von Wulff (der damals erst im dritten Wahlgang gewählt wurde). Witzig fand ich in dem Zusammenhang die Frage, mit der FDP-Mann Philip Rösler Joachim Gauck begrüßte: „Na, wie haben Sie denn Ihr Haus finanziert?“ Und ebenso musste ich darüber schmunzeln, dass ein Kolumnist der österreichischen „Krone“ den Amtssitz des deutschen Bundespräsidenten (versehentlich) ins Wiener Schloss Belvedere verlegen wollte.

Diese Woche bekamen auch ein paar Menschen Publicity, die eher in nicht so anerkannten Berufen tätig sind. Zum einen war am Dienstag der Berliner Taxifahrer Vadim Belon bei „Gottschalk Live“ zu Gast. Er fuhr Joachim Gauck vom Flughafen Tegel in die Innenstadt, als dieser einen Anruf von Kanzlerin Merkel bekam. Als sie ihm sagte, dass er der neue Bundespräsident wird, ordnet er eine Routenänderung an: „Direkt zum Bundeskanzleramt.“ Belon holte sich am Ende ein Autogramm auf den Fahrzeugschein und ein ordentliches Trinkgeld.

Zum anderen beschwerten sich die Kartenabreißer des Wiener Opernballs im Nachhinein über die Aussagen der Organisatorin (Name wird absichtlich nicht geschrieben; manche unangenehme Menschen dürfen gern durch Nichterwähnung gestraft werden). Diese hatte gesagt, dass der Job nicht schwer wäre und dass die Kartenabreißer nach ein paar Stunden Arbeit ruhig ein wenig mittanzen und -trinken könnten. Die Billeteure schrieben darauf einen offenen Brief, in dem unter anderem zu lesen war, dass sie 14 Stunden hart arbeiten müssen und dass ihre Opernball-Schicht immer erst um 6 Uhr am Morgen beendet sei. Außerdem hätten die Gäste in der Loge von Frau Organisatorin auf die Anweisungen der Ordner nicht gehört und waren aggressiv. Ernst gemeinte Frage: Wie schwer ist eigentlich der Job einer Ball-Organisatorin?

In der Nacht auf Montag findet die Oscar-Verleihung statt, die mich seit ein paar Jahren schon nicht mehr interessiert. Eine Wette im Vorfeld fand ich aber ganz lustig: Die beiden in der die Hauptdarsteller-Kategorie Nominierten Brad Pitt und George Clooney forderten sich gegenseitig heraus. Wenn Clooney gewinnt, muss Pitt dessen Yacht von vorne bis hinten schrubben. Gewinnt hingegen Pitt, muss Clooney einen Tag lang auf die Kinder von Pitt und seiner Partnerin aufpassen – auf alle sechs.

„Let’s get ready to rumble!“ Jetzt muss ich wohl darauf hoffen, dass mir keine Klage von Michael Buffer ins Haus flattert (zum Glück ziehen wir bald um, und die neue Adresse gebe ich ihm nicht). Jedenfalls habe ich diese Woche erfahren, dass sich der Box-Ansager (oder wie auch immer er seine Berufsbezeichnung lautet) den Satz markenrechtlich schützen lassen hat. Da denkt man dann: Hm, so viel wird da nicht rausspringen, vielleicht ein paar Milliönchen. Am Ende ist es so, dass dieser kleine Satz mit den 5 Wörtern (oder sind es 6, wie zählt man denn das ’s?) Buffer bislang die unglaubliche  Summe von 400 Millionen US-Dollar einbrachte.

Ein Kollege kam diese Woche zu mir und fragte nach der Gegend, in der unsere neue Wohnung liegt. Ich sagte: „3. Bezirk.“ Darauf er: „Im Ammoniak-Viertel?“ Ich dachte erst, das wäre eine etwas seltsame Bezeichnung für eine Gegend (vielleicht, weil es da eine Ammoniakgasse gibt, man weiß ja nie). Jedenfalls – und das hatte ich nicht mitbekommen – gab es am Dienstag im 3. Wiener Bezirk einen Vorfall, bei dem Ammoniak aus einem Kühlhaus austrat. 62 Menschen mussten medizinisch behandelt werden, 18 davon kamen ins Krankenhaus.  Zum Glück ist niemandem Schlimmeres passiert. Der Ort des Geschehens war nicht weit von einer der Wohnungen entfernt, die wir letzte Woche anschauten. Zum Glück weit genug weg von der, für die wir uns letztlich entschieden haben.

Zu guter Letzt noch eine faszinierende Sache: Die israelische Nationalbibliothek hat anlässlich des 70.Todestags von Stefan Zweig dessen Abschiedsbrief ins Internet gestellt – in Original-Handschrift des großartigen Autoren. Anschauen kann man ihn hier.

 

Mein Blick zurück (KW 7)

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2 Antworten to “Mein Blick zurück (KW 8)”

  1. ladidaladida 28. Februar 2012 um 12:08 #

    Ich gratuliere ganz herzlichst zum finden einer Wohnung!

    • Alex 28. Februar 2012 um 15:51 #

      Danke schön! 🙂

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