Duden war ein kluger Mann

24 Feb

Ich hab neulich eine lustige Anekdote gelesen, die mich vor allem als studierten Linguisten sehr interessiert hat: Konrad Duden wurde einmal von einem Justizrat herausgefordert. Dieser wettete mit ihm, dass er, Duden, keinen Satz finden würde, der mit 6-mal „die“ beginnt. Dudens Antwort, mit der er den Einsatz von 50 Weinflaschen gewann: „Die, die die, die die Dietriche erfunden haben, verdammen, tun unrecht.“ Großartig.

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14 Antworten to “Duden war ein kluger Mann”

  1. ladidaladida 24. Februar 2012 um 21:11 #

    Allgemeine Sprachwissenschaft?

    • Alex 24. Februar 2012 um 21:17 #

      Allgemein und Vergleichend. 🙂
      Und du?

      • ladidaladida 24. Februar 2012 um 21:21 #

        Allgemeine und typologische Sprachwissenschaft im Hauptfach. Im ersten Nebenfach historisch- vergleichende und indoeuropäische Sprachwissenschaft.
        Ich sammle Antworten auf die Frage „Was wird man damit?“ (kommt immer gleich nach „was für Sprachen?“)

      • Alex 24. Februar 2012 um 21:48 #

        Ich hatte im Nebenfach Germanistische Sprachwissenschaft.
        Meine Sprachen waren Englisch, Französisch, Spanisch, Japanisch und Hocank, eine Indianersprache (als nicht-indoeuropäische Pflichtsprache).
        Und beruflich bin ich erst in Richtung Lehrer gegangen (damit hat es mich in die USA und danach nach Wien verschlagen), und jetzt bin ich Redakteur.

  2. ladidaladida 24. Februar 2012 um 22:11 #

    Ihr hattet auch eine „exotische“ Pflichtsprache? Wo hast Du studiert, wenn man fragen darf?
    In Bayern ist es schon ziemlich schwer aus einen Magister in Sprachwissenschaft einen Lehramtabschluss zu machen; ein Bekannter hat es von mir versucht, für Latein und Mathematik wollte er sich verlehrbeamten lassen. Hat nicht geklappt, lag aber zum Teil auch an ihm.

    • Alex 25. Februar 2012 um 18:45 #

      Na ja, es musste nicht unbedingt so exotisch sein, es war nur an der Uni Erfurt (wo ich studiert habe) Bedingung, dass eine nicht-indoeuropäische Sprache auf ein gewisses Niveau gebracht wird.
      Ich hab keinen Lehramtabschluss, es hatte sich nur so ergeben, dass unsere Partner-Uni in den USA einen Assistant Professor für Deutsch brauchte, und die haben dann mich genommen. In Wien habe ich offiziell als Sprachtrainer gearbeitet.

      • ladidaladida 25. Februar 2012 um 19:53 #

        Bei uns ist es so ähnlich mit der nicht- indoeuropäischen Sprache. Nur, dass es bei uns halt „exotisch“ heißt, weil man auch was indoiranisches oder keltisches nehmen darf.

        Hast Du beim Lehmann studiert? *_*

      • Alex 25. Februar 2012 um 20:07 #

        Sag mir nicht, dass du den legendären Christian Lehmann kennst. 🙂 Der hat meine MA-Arbeit betreut. Ein linguistisches Genie. Woher kennst du ihn?

  3. lucyrenard 25. Februar 2012 um 08:04 #

    Bevor ich diese Liste der Sprachen gelesen habe, zählte ich mich auch wenn nicht zu reinen Linguisten, dann zu Philologen, also zu „Sprachfluffies“ (wie mein Freund es zusammenfasst). Jetzt werde ich über meine Sprachkenntnisse lieber schweigen 😉

    Den Satz finde ich wirklich gut, echt! Könnt ihr euch zufällig an einen englischen Satz mit 11 „had“ erinnern?

    • ladidaladida 25. Februar 2012 um 12:15 #

      Ich muss widersprechen! Eine Philologin ist keine „kleine Sprachwissenschaftlerin“ ^^ Philologie ist was anderes, als Literaturwissenschaft ist was anderes, als Sprachwissenschaft, ist was anderes, als Kulturwissenschaft.
      Und wieder einmal habe ich das Bedürfnis dick zu unterstreichen: Sprachwissenschaft hat nichts mit dem Erlernen vieler Sprachen zu tun. Man fragt schliesslich auch keine Theaterwissenschaftlerinnen „In wievielen Theaterstücken hast Du schon gespielt/ Kannst Du auswendig?“ oder einen Chemiker „Wieviele Grundstoffe und Moleküle kannst Du aufzählen?“

      • lucyrenard 26. Februar 2012 um 10:15 #

        Ich sage es nicht, dass ich eine „pure“ Sprachwissenschaftlerin bin“, da ich es nicht bin. Ich bin auch keine Dolmetscherin. Aber Literaturwissenschaft ist auch nicht mein Hauptfach 😉 Ich spezialisiere mich auf den Bereichen Kulturwissenschaft im englischsprachigen Raum (v.a. „Britishness“ und (Post-)kolonialismus), sowie (weniger, doch) auf gewissen Bereichen der Linguistik (Sprachgeschichte, also Diachronie, und Phraseologie). Und, danke, ich habe es auch nicht gemeint, dass Sprachwissenschaft und Erlernen vieler Sprachen das Gleiche sind, aber als eine Philologin im ursprünglichen Sinne des Wortes bewundere ich Menschen, die über Freiheit mehrerer Sprachwirklichkeiten verfügen.

    • Alex 25. Februar 2012 um 18:46 #

      Nein, keine Ahnung. Wie lautet der englische Satz mit 11 „had“?

      • ladidaladida 25. Februar 2012 um 19:55 #

        Sicherlich was mit Kopf und Hut :p

      • lucyrenard 26. Februar 2012 um 10:18 #

        Danke meiner Kollegin, hier ist der Satz (kenne leider keine Geschichte und Autor des Satzes): James while John had had had had had had had had had had had a better effect on the teacher. Brr 😉

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