Madagaskar auf Ungarisch

17 Feb

Wir spielen gerade unserer Kleinen Musik vor, um zu testen, ob bereits erkennbar ist, was sie mag und was nicht. In letzter Zeit läuft ab und an dieses Lied aus der ungarischen Fassung des Films „Madagaskar“ bei uns (ich kann leider nicht viel dazu sagen, aber meine Frau meint, dass es sprachlich großartig umgesetzt ist):

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12 Antworten to “Madagaskar auf Ungarisch”

  1. ladidaladida 17. Februar 2012 um 16:58 #

    Ist wer von Euch Ungarin? Das Video ist richtig gut gemacht! Und, schreit sie fei ganz laut, die Kleine?

    • Alex 17. Februar 2012 um 17:03 #

      Ja, meine Frau ist Ungarin (die Kleine dementsprechend Halbungarin). Eigentlich zeigt die Kleine keine sonderliche Regung bei dem Lied. Ist wohl doch noch nicht so interessiert an Musik. 🙂

      • ladidaladida 17. Februar 2012 um 18:57 #

        Ui, ein neues Opfer! Redet die Mama ungarisch mit der Kleinen?

      • Alex 17. Februar 2012 um 18:59 #

        Wieso Opfer?
        Ja, die Kleine soll zweisprachig aufwachsen.

      • ladidaladida 17. Februar 2012 um 19:47 #

        Ich hab´ ein ausgeprägtes Interesse für mehrsprachige Kinder, besonders für deren sprachliche Entwicklung, deswegen Opfer ^^

      • Alex 17. Februar 2012 um 19:53 #

        Opfer klang nur so negativ…
        Ich finde es eher wunderbar, wenn ein Kind vom Start weg die Chance hat, zwei (oder sogar mehr) Sprachen zu lernen. Ich hätte einiges darum gegeben, die Chance auch gehabt zu haben.

      • ladidaladida 17. Februar 2012 um 21:54 #

        Öpferchen hätt ich vielleicht schreiben sollen. Und die Gequälten sind ja eigentlich immer die Eltern, weil die mit Fragen von mir bombardiert werden ^^

  2. lucyrenard 25. Februar 2012 um 08:16 #

    M, ich bin offensichtlich richtig hier 😉 Lieber Alex, darf ich eine pragmatische Frage stellen, da ich mir vom ganzen Herzen wünsche, dass ich irgendwann mal auch diese Möglichkeit habe, meine Kinder zumindest zweisprachig zu erziehen. Es gibt aber einen rein formalistischen Moment, den ich in dieser Frage nicht kapieren kann. Gehen wir mal davon aus, dass ich mit dem Kind Russisch spreche (meine Muttersprache) und sein Vater – Deutsch (zweitschönste Sprache der Welt, „zweit-“ allein deswegen, dass man die eigene Muttersprache nie objektiv beurteilt). Passt. Ich kann mir sogar vorstellen, dass die Umgebung mit dem Kind Englisch, Französisch oder keine Ahnung was noch spricht. Die Frage ist: solange ich mit meinem Partner (i.e. dem Vater des Kindes) nicht auf Russisch, aber auf Deutsch kommuniziere, wie erkläre ich es dem Kind, warum er mit mir auch kein Deutsch darf?

    Es ist vielleicht gar kein Problem, aber ich werde natürlich ganz gerne über ihre (mit der Frau) Erfahrungen in bilingualer Erziehung hören. Danke 😉

    liebe Grüße,
    Ani

    • Alex 26. Februar 2012 um 15:00 #

      Hallo Ani,

      hier schreibt die Frau von Alex.
      Ich habe die gleichen Sorgen gehabt, da wir in Wien wohnen (die Umgebung spricht also mehrheitlich Deutsch), und der Papa ist ebenfalls deutschsprachig. Ich habe daher mehrere Bücher zum Thema bilinguale Kindererziehung gelesen und kann dir einige gute empfehlen, falls es dich interessiert. Was ich aus den Büchern entnommen habe, ist, dass ich als Mama konsequent nur meine Sprache benutzen darf, egal was das Kind macht/sagt. In den ersten Jahren wird es sowieso kein Problem geben, denn -angeblich- achten die Kinder nur dann auf das Gesagte, wenn man zu ihnen redet. Wenn sie merken, dass der „minderheitssprachige“ Elternteil auch die dominante Sprache beherrscht, werden sie natürlich verlangen, dass er auch die dominante Sprache benutzt. Dann kann man Tricks verwenden, wie „Das ist aber unsere Geheimsprache“ oder „Oma/Opa/andere bekannte Kinder mit (in deinem Fall) Russisch als Muttersprache sprechen doch auch Russisch“. Was ich mit konsequent bleiben meinte, ist, dass man selbst dann in der eigenen Sprache antwortet, wenn das Kind in der anderen Sprache die Konversation beginnt. Es schadet sicherlich nicht, wenn Frage und Antwort in zwei Sprachen verlaufen. Das sind aber wirklich nur einige Tipps, man findet echt tolle Bücher zum Thema Bilingualismus. Wie gesagt, ich kann dir einige englisch- und deutschsprachige emfehlen, die ich interessant fand. Es ist auch toll, wenn man mit dem Kind Krabbelgruppen aufsucht, wo es mit anderen Kindern in Kontakt treten kann, die die gewünschte Sprache sprechen. Regelmäßiger Urlaub in Russland ist auch sinnvoll, so sieht das Kind, dass auch Andere die Sprache sprechen, und zwar ganz schön viele 🙂
      Mein persönlicher Tipp ist, so früh wie möglich anfangen, mit dem Kind nur deine Muttersprache zu sprechen, bereits im Mutterleib soll Mama in ihrer Muttersprache zum Kind sprechen. Als unsere Tochter geboren ist, hat der deutsche Opa gemeint, das Kind weint Ungarisch 🙂 (Kinder aus unterschiedlichen Ländern weinen übrigens tatsächlich mit einer anderen Melodie). Der frühe Beginn ist auch eine Gewöhnungsphase, so gewöhnt man sich daran, mit dem Kind wirklich nur die eigene Sprache zu sprechen.

      • lucyrenard 27. Februar 2012 um 07:32 #

        Danke, danke für die Antwort! Und gerne würde ich deine weiteren Empfehlungen folgen und zu diesem Thema mehr lesen. Ich glaube, nach deiner Antwort beginne ich es langsam zu kapieren, wie es funktioniert. Bin mir natürlich nicht sicher, dass Russisch mit allen diesen Mengen Touristen überall in Wien als eine echte Geheimsprache dienen kann, aber das ist eher meine Illusion 😀

        Es ist eigentlich eine für mich ganz neue Idee, dass Kinder aus unterschiedlichen Sprachgruppen unterschiedliche Melodien des Weinen haben, drauf habe ich noch nie geachtet. Es ist wirklich spannend!

        Ich freue mich an Literaturempfehlungen und danke dir für die Antwort (und euch beide für dieses Gespräch überhaupt).

        Liebe Grüße,
        Ani

      • Alex 29. Februar 2012 um 20:04 #

        Hallo Ani,

        ich habe meiner Frau mal deine E-Mail-Adresse gegeben, sie wird dir demnächst schreiben. Ich hoffe, das ist okay für dich.

        Viele Grüße,

        Alex

      • lucyrenard 1. März 2012 um 10:57 #

        Klar 🙂 Danke sehr. Dann warte ich auf ihre Antwort,
        viele Grüße,
        Ani

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