Print vs. Digital

16 Feb

Ich arbeite in einem Verlag, der Zeitschriften, Magazine und Zeitungsbeilagen herausbringt – die Frage, ob ich gedruckte oder digitale Inhalte bevorzuge, sollte sich also allein aus dem Gesichtspunkt „Man sägt nicht an dem Ast, auf dem man sitzt“ von selbst beantworten. In der Tat bin ich allerdings auch privat ein großer Freund des auf Papier gedruckten Wortes – was auch wieder ein Widerspruch dazu ist, dass ich einen Kindle habe. Aber der Reihe nach.

Ich interessiere mich für Bücher, seit ich lesen kann. Und seit ich eigenes Geld habe, kaufe ich auch Bücher – früher auf Papier gedruckt, heute in E-Book-Form. Meinen Schwenk zur digitalen Buchvariante habe ich schon hier mit Gründen belegt. Ein weiterer Vorteil von weniger Büchern liegt bei einem halben Dutzend Umzügen in meinem Leben auf der Hand. Wüsste ich irgendwann, wo ich alt werde, würde ich mir sicher einen Raum einrichten, wo die Bücherregale bis zur Decke gehen und müsste mir keine Sorgen um Transportkisten und Speditionskosten machen.

Der wichtigere Punkt, auf den ich hinaus will, ist die Zeitungs- und Zeitschriftenabteilung. Eine Kollegin erzählte mir neulich, dass sie gelesen hat, dass man bei weitem weniger Informationen auffasst, wenn man etwas aus einem Bildschirm liest (PC oder E-Book-Reader), als wenn man es auf Papier vor sich liegen hat. Das kann ich nur bestätigen. Mit dem Kindle lese ich auch weniger intensiv und fasse Details weniger präzise auf. Woran das liegt, kann ich aber nicht sagen. Ich mag es einfach, eine Zeitung oder eine Zeitschrift in der Hand zu halten und mir richtig Zeit dabei zu lassen, jeden Artikel zu lesen und mir die Bilder anzusehen.

Mein grundsätzliches Problem ist nur: Ich habe keine Zeit, erst recht nicht als in Vollzeit arbeitender Vater. Ich habe einige Male Probeabos für Zeitungen abgeschlossen, und diese stapelten sich nach einer Woche auf dem Küchentisch, weil ich nicht zum Lesen kam. Zeitschriften sind da etwas anderes, weil man da ja mindestens eine Woche Zeit hat, eine Nummer zu lesen, bevor die nächste kommt. Da ist nur mein zweites, etwas untergeordnetes Prolblem: Es gibt derzeit keine einzige Zeitschrift, die ich mir regelmäßig kaufen würde. Möglicherweise kenne ich die aktuelle Printszene nicht so gut, aber das Magazin, das ich mir momentan abonnieren würde (und in das ich dann meine rare Zeit investieren würde), muss noch kommen.

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3 Antworten to “Print vs. Digital”

  1. ladidaladida 16. Februar 2012 um 21:03 #

    Digitale Zeitschriften und Zeitungen sind einer der Gründe, wieso ich mir einen Kindle/ eBookReader holen möchte:
    Als ich noch in Deutschland wohnte, habe ich für mein Leben gerne die Taz gelesen und von Zeit zur Zeit den SPIEGEL. Dazu kam noch meine Mitbewohnerin mit ihrer Süddeutschen. Es hat mich schon erschreckt, wieviel Papier sich da innerhalb einer Woche ansammelt!
    Außerdem ist das Transportieren von Zeitungen und Zeitschriften- naja, die zerfleddern so schnell. -_-

    • Alex 16. Februar 2012 um 21:41 #

      Ich hab aber die Erfahrung gemacht, dass Zeitungen und Zeitschriften auf dem Kindle nicht so gut zu lesen sind. Da muss man dann leider doch zum Papier greifen. Oder zum iPad. Oder dem Kindle Fire, wenn der dann endlich auch mal in Europa zu haben sein wird.

  2. Kim 16. Februar 2012 um 21:46 #

    Eine Zeitschrift könnte ich mir auch nicht mehr regelmäißg kaufen. Meistens fehlt mir auch die Zeit, um diese dann auch zu lesen 😦

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