Event Reading

15 Feb

In der Zeit, bevor ich meinen Kindle hatte und es noch eine Rolle gespielt hat, wie viele und welche Bücher ich mit auf Reisen nehme, habe ich ab und an Event-Reading gemacht. Heute würde ich es wohl reisezielabhängiges Lesen nennen, aber das andere klingt cooler.

An drei Urlaube, in denen ich das gemacht habe, kann ich mich auch noch erinnern:
• Einmal war ich mit zwei Freunden in Prag, wo wir auch den Friedhof besucht haben, auf dem Franz Kafka begraben liegt. Wir Männer mussten damals eine Kippa tragen, die aus Papier war und am Ausgang entsorgt werden konnte. Auf der Zugfahrt nach Prag und zurück las ich dann Kafkas „Der Prozess“.
• Auf einer anderen, viel längeren Fahrt fuhren zwei Freunde und ich mit dem Auto von Mitteldeutschland aus nach Athen und zurück. Die Hinfahrt ging über das ehemalige Kroatien, die Rückfahrt dann über Bulgarien und Rumänien. Dort wandelten wir auf den Spuren von Vlad Țepeș, dem historischen Vorbild von Graf Dracula. Unter anderem besuchten wir dabei das Kloster, in dem er begraben liegt, die Burg, in der er gekrönt wurde, und die Ruine seines Schlosses. In letzterer übernachteten wir auch – im Zelt, auf 3.000 Metern Höhe, mitten in den Karpaten. Dreimal darf man raten, welches Buch ich während dieses Teils der Reise las.
• Und schließlich griff ich trotz der knappen Bemessung meines Gepäcks für meinen USA-Aufenthalt nach einem Buch (hätte ich damals bloß schon den Kindle gehabt). So saß vor dem Rückflug im Catering-Saal des Flughafens Newark und las Franz Kafkas „Amerika“.

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