Süddeutsche Bibliothek

8 Feb

Kann sich noch jemand an die Welle von Büchersammlungen erinnern, die vor einiger Zeit von Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen herausgebracht wurden? Angefangen hatte es 2004 mit der SZ-Bibliothek von der Süddeutschen Zeitung. Damals gab es jedes der 50 gebundenen Bücher für 5 DM. Auch wenn mir die Titel nicht immer zusagten, gehörte es für mich als begeisterten Sammler jede Woche dazu, das aktuelle Buch zu kaufen. Praktisch habe ich seitdem 3 Bücher davon gelesen, eines weggeworfen („Der Zementgarten“ von Ian McEwan war einfach zu schlecht) und eins verschenkt. Jetzt stehen die übrigen 48 Bücher ohne ihre bunten Umschläge im Regal, und ich überlege, was ich mit ihnen mache, wenn wir demnächst umziehen.

Nach der originellen Idee mit der SZ-Bibliothek sprangen dann viele weitere Verlage auf die Erfolgswelle auf – allen voran die SZ selbst, die unter anderem die Bände 51-100 der SZ-Bibliothek, die Junge Bibliothek und die Cinemathek mit 100 Film-DVDs herausbrachte. Andere Beispiele sind die GEOlino-Bibliothek mit Klassikern für junge Leser, die BILD-Comic-Bibliothek und die SPIEGEL-Edition der Bestseller. Ich habe mich an keiner weiteren Büchersammlung beteiligt, und zum Glück ist die Welle mittlerweile vorbei. Aber so etwas wie mehrbändige Lexika gab es ja auch schon immer, also ist damit zu rechnen, dass in naher Zukunft wieder ein kluger Verleger auf die Idee kommt, mit einer Bücherreihe zu beginnen.

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