[Musik] „Solo Piano“ von Gonzales

3 Feb

Den Musiker Gonzales, (Künstler)Vorname Chilly, kennt man vielleicht am ehesten als Produzent seiner Landsfrau, der Kanadierin Feist. Er selbst macht vor allem Tanzmusik, insofern ist dieses Album äußerst ungewöhnlich für ihn.

Der Name „Solo Piano“ ist auch Programm, denn außer einem Klavier hört man in den 16 Liedern nichts – abgesehen vom Klappen der Tasten. Ich habe 2004, als das Album herauskam, Kritiken gelesen, die meinten, dass das Klappen unprofessionell sei und es den Aufnahmen dadurch an Qualität fehle. Ich hingegen finde, dass gerade dieses Hintergrundgeräusch den Aufnahmen etwas Unmittelbares gibt – fast so, als hätte Herr Gonzales sich einfach ans Klavier gesetzt, das Tonband gestartet und losgespielt. Dies verstärkt die Leichtigkeit der Kompositionen, die interessante Namen wie „Gogol“, „Paristocrats“ und „Salon Salloon“ tragen, noch zusätzlich. Gonzales beweist sich zugleich als Virtuose am Klavier, und es ist sehr schade, dass „Solo Piano“ sein bislang einziger Ausflug in diese für ihn ungewöhnliche Stilrichtung ist. Die Lieder sind eingängig und bleiben hängen, ohne zu nerven – für mich ein kleines Meisterwerk, das ich auch nach fast acht Jahren noch immer gern höre.

Für Zeit Online hat er ein Video aufgenommen, in dem er das Lied „Dot“ spielt und das die flüchtige Eleganz seiner Musik sehr gut zum Ausdruck bringt. Er eilt in einem Raum, in dem ein Klavier steht, spielt das Lied, und schon ist er wieder weg:

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