Die kaputte Stadt

3 Feb

Als ich heute morgen gegen 7 in Richtung Arbeit aufbrach, zeigte das Thermometer minus 16 Grad an. Und weil es jedes Jahr aufs Neue überraschend ist, dass es im Winter kalt werden kann, blieb auch prompt die U-Bahn für 10 Minuten mit offenen Türen in einer (zum Glück unterirdischen) Station stehen. Dieses Glück setzte sich nicht fort, als die anschließende Straßenbahnfahrt unterbrochen werden musste. Eine Tür – so ein Zufall, gerade die, die mir am nächsten war – ging ständig auf und zu. So mussten alle Passagiere dieses Wagens in den anderen wechseln, damit die Tür während der Fahrt in Ordnung gebracht werden konnte. Wenigstens mussten wir nicht an der Haltestelle auf die nächste Straßenbahn warten, die weiß Gott wann gekommen wäre. Angesichts der Probleme der städtischen Verkehrsbetriebe sah eine flackernde Ampel eher belustigend aus, verstärkte aber den Eindruck von der über Nacht kaputtgegangenen Stadt.

In der Arbeit angekommen, ging erst einmal der Lift nicht. Ich laufe aber eh gerne, und so machte mir der Weg in den dritten Stock nicht viel aus. Dort wartete aber bereits die nächste Überraschung: Es gab kein Wasser, die Rohre waren zugefroren. Mein morgendlicher Kaffee, auf den ich ungern verzichte, nahm sich da ungleich unproblematischer aus als die Tatsache, dass natürlich auch die Toiletten nicht funktionierten. Und während das ganze Büro schon über Alternativen nachdachte, kam eine Stunde später die erlösende Nachricht: Wasser ist wieder da. Und so konnte dann der Tag endlich mit einem frischen Kaffee beginnen.

Advertisements

Eine Antwort to “Die kaputte Stadt”

  1. ladidaladida 17. Februar 2012 um 10:42 #

    Die Verkehrsgesellschaft Oslos (Oslo sporvei) hat eine ganz tolle Funktion auf ihrer Homepage:
    Man kann dort in Echtzeit nachschauen, welche Verkehrsmittel steckengeblieben ist.
    Bei der MVV (Münchener Verkehrsverbund) gibt es so was ähnliches, jedoch gibt die MVV erst bescheid, wenn die Stadt schon längst im Verkehrsstau steckt und nehmen die Warnung erst Stunden, nachdem sich alles wieder geregelt hat, wieder runter. Oft sagen sie gar nichts auf der Homepage -_-

    Wir haben hier mehrere Tramlinie, die vor der Tür halten. Auf der Strecke in die Stadt gibt´s eine Baustelle zusätzlich zu den üblichen Januar- Februarwitterungserscheinungen.
    Wenn also jemand raus muss, wird schnell im Internet nachgeschaut, wie die Situation ist. Im schlimmsten Fall nimmt man dann die T-Bahn (Tunnelbahn, so´n Zwischending von U- und S- Bahn) nehmen, wo man zwar zehn Minuten zu Fuß laufen muss, aber dank dessen kommen die Familienmitglieder der Familie LadidaLadida pünktlich zur Schulen, Arbeiten und Universitäten, bzw. man ruft zu Hause an und bittet, man würde doch mal auf der Homepage nachschauen, wieso die Tram nicht kommt und ob es sich lohnt auf alternative Büsse oder T- Bahnen umzusteigen.
    Mooggie war schon oft dankbar, dass ich sie nach Feierabend angerufen habe um Bescheid zu geben, dass die Trams gerade nicht fahren. Zwar muss sie dann ein längeres Stückchen zur T-Bahnstation bei ihrer Arbeit, aber das ist immer besser, als bei der Tramhaltestelle seinen Hintern abzufrieren.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: