Archiv | Januar, 2012

[Buch] „Wachstumsschmerz“ von Sarah Kuttner

29 Jan

Ich habe eine ziemliche Abneigung gegen Sarah Kuttner als Moderatorin und konnte mir auch keine ihrer Sendungen längerfristig anschauen. Ich weiß auch nicht, woran es liegt; vielleicht an ihrer aufgedrehten Art, ihrer Pseudo-Lustigkeit, ihrer Ausdrucksweise – keine Ahnung. Trotzdem habe ich ihren Debütroman „Mängelexemplar“ gelesen und war sehr positiv überrascht und angetan. Deshalb griff ich auch guten Gewissens zu „Wachstumsschmerz“.

Das Buch handelt von der Herrenschneiderin und Gelegenheitsschauspielerin Luise, die mit Anfang 30 mit ihrem Freund Flo zusammenzieht. In die Geschichte eingesprengte Memos lassen sehr früh erkennen, dass die Beziehung in die Brüche gehen wird. Und das war’s auch schon mit der Handlung. Luise hat eine Psychologie studierende Schwester, einen mürrischen Vater, eine seltsame (Ex-)Nachbarin und lernt einen netten älteren Mann kennen, mit dem sie sich über Beziehungen austauscht, und das war’s auch schon mit den wichtigen Figuren. Und das ist reichlich enttäuschend.

Kuttner macht handwerklich wirklich vieles richtig: Sie hat einen wortgewandten Stil, lässt viele Ideen in die Geschichte einfließen, aber eben diese Geschichte ist so dermaßen dünn, dass ich mich phasenweise durchkämpfen musste, weil so wenig passiert. Natürlich, der Fokus liegt auf Luises innerer Zerrissenheit bezüglich ihrer Zukunft. Sie ist sich nicht sicher, welche Richtung sie ihrem Leben geben soll und muss noch dazu mit der plötzlichen 24-Stunden-Nähe zu ihrem Freund klarkommen. Aber die Figuren sind sehr eindimensional gezeichnet, die inneren Monologe sind so langweilig und die Sprache ist teilweise viel zu wörtlich (mir fiel zum Beispiel die dreimalige Verwendung der Interjektion „okay“ als flektiertes Adjektiv auf – um mal den Liguisten raushängen zu lassen). Ich kann dieses Buch also nicht empfehlen.

[Herausforderung] Rückblick auf Woche 3

29 Jan

Zu Anfang meines Berichts muss ich ein Geständnis ablegen: Die vergangene Woche endete drei Stunden früher, da ich schon gestern abend um 9 eine Portion Currywurst aß. Aber nun zum Eigentlichen: der Ernährung in der letzten Woche. Ich hatte mir ja vorgenommen, nur Babybrei zu essen, und das tat ich auch – mit zwei Ausnahmen, die ich diesmal bereits am Montagabend und dann am Donnerstagabend nahm. Am Montag hatte ich ja mein Interview, und da war mir nicht so sehr nach Hungern, also machte ich mir eine Portion Nudeln mit Tomatensauce. Am Donnerstag gab es eine Pizza.

Vom Hunger her war die Woche vergleichbar mit der ersten, als ich nur Obst und Gemüse aß. Das Hauptproblem war, dass ich nicht einschätzen konnte, wie viel Essen ich brauche, weil so ein Baby ja weniger Energie braucht als ein Erwachsener. Also nahm ich mir regelmäßig weniger Brei in die Arbeit mit, als ich brauchte, und hatte meist am Nachmittag Hunger. Die Breie, die ich machte, schmeckten übrigens sehr gut. Ich hatte einen Möhren-Kartoffel-Brei, einen Gurken-Birnen-Brei mit Putenbrust, einen Grießbrei mit Banane, einen Reiswaffel-Brei mit Birne und einen Zwieback-Brei mit Apfelmus. Letzterer schmeckte mir zu sehr nach eingeweichtem Toastbrot, was ich nicht mag, aber alle anderen waren lecker.

Heute morgen stellte ich mich dann auf die Waage, und die zeigte 92,1 kg an. Im Vergleich zur letzten Woche ergibt das ein Minus von 600 Gramm. Was mich besonders freut, ist, dass ich bald kein Übergewicht mehr habe. Denn 92 kg ist laut BMI-Analyse bei meiner Größe von 1,90 m die Grenze zum Normalgewicht.

Baby und Bücher

28 Jan

So ein Zufall: Gerade gestern habe ich erstmals hier ein Kinderbuch vorgestellt, und heute fand ich den Blog testmama.de im Rahmen der Eltern-Kind-Blogparade eine kleine Umfrage. Dort wird nach Büchern gefragt, die man als Kind mochte, die man seinem Kind zeigt oder vorliest und die man liest, um sich in Sachen Kindererziehung zu informieren.

Ich habe im Beitrag über „Ein Teufel namens Fidibus“ bereits eines der Bücher beschrieben, die ich für meine vier Monate alte Tochter gekauft habe, weil ich es als Kind so schön fand. Außerdem habe ich die Smaragdenstadt-Reihe von Alexander Wolkow und die „Drei lustige Gesellen„-Reihe von Eno Raud besorgt – was gar nicht so einfach war, weil die Bücher doch schon ein gewisses Alter haben. Natürlich kann sie sie noch nicht lesen, und im Alter, dass man ihr aus einem Buch vorlesen kann, ist sie auch noch nicht, aber mir ist es generell wichtig, dass sie Bücher lesen wird, von denen ich weiß, dass sie gut sind.

 

 

 

 

 

 

 

 

Als ich Kind war, sind wir jeden Samstag in die Bibliothek gegangen und haben dort Stunden verbracht, bis ich genug Bücher für die Woche zusammen hatte. Ich habe dabei so vieles gelesen, an das ich mich nicht mehr so gut an alles erinnere. Ich mochte beispielsweise Sachbücher über Dinosaurier und das Römische Reich, außerdem Bücher von James Fenimore Cooper. Ich denke, es geht wirklich darum, Interesse an Büchern im Kind zu wecken, und das schafft man schon sehr gut, wenn man regelmäßig gemeinsam in die Bücherei geht.

In Sachen Ratgebern sind wir auch ganz gut ausgerüstet: Von unser beider Eltern haben wir dicke Ratgeber für junge Eltern bekommen, und wir besorgen uns immer wieder neue Bücher, unter anderem auch Kochbücher, weil die Kleine langsam in das Alter kommt, in dem sie mit Brei anfangen kann.

Abschließend möchte ich noch erwähnen, dass man bei der Teilnahme an der Blogparade auch etwas gewinnen kann, nämlich entweder ein Bücherset für Babys, zwei Jugendbücher, einen Groupon-Gutschein oder einen Gutschein für Amazon. Nähere Infos gibt es im Beitrag von testmama.

Geschenke!

28 Jan

Gestern kam ein Paket von meinem Bruder aus Berlin. Es ist so, dass meine Tochter und ich innert acht Tagen im September Geburtstag haben, meine Frau gleich Anfang Januar. Dazwischen ist noch Weihnachten, und so dachte mein Bruder, dass er dann einfach alle Geschenke nach den Feierlichkeiten in einem Paket losschickt.

Nach dem Öffnen des Pakets fiel uns das wunderschöne Verpackungspapier der Geschenke auf – geradezu traditionell bei meinem Bruder.

Es waren vier Geschenke im Paket, dazu eine lustige Currywurst-Postkarte (ich liebe Currywurst). In drei der Geschenkverpackungen waren das Buch „Babybeschiss. Wie Eltern über den Wickeltisch gezogen werden“ von Julia Heilmann und Thomas Lindemann, dann der Klassiker unter den Elternbüchern, „Verdammte Sch*e, schlaf ein!“ von Adam Mansbach, und dann noch der Film „#9“.

Besonders schön war das Mobile „Rêve de Princesse“, ein klassisches Mobile aus (sehr festem) Papier, das nicht zum Spielen, sondern zum Ansehen gedacht ist, da es nicht nur sehr schön gestaltet ist, sondern auch frei schwebt. Wir haben es natürlich gleich über das Bett unserer Tochter gehängt.

Vielen Dank euch beiden!

Ratespiel

27 Jan

Gestern fand ein weiteres Shooting für die nächste Ausgabe des Provocateur statt, und zwar auch wieder in Berlin. Diesmal wurde ein Schauspieler fotografiert, das Interview hat unser Chefredakteur bereits vor ein paar Wochen geführt. Ich schrieb ja bereits, dass Kollegen, die bei Shootings zugegen sind, öfter gleich Fotos davon bei Facebook einstellen. So war es auch diesmal. Weil wir aber nicht im Voraus verraten wollen, wer denn nun im Heft zu sehen sein wird, habe ich kurzerhand bei PhotoShop die folgende Modifikation eines Bildes vorgenommen und es auf die Facebook-Seite des Provocateur gestellt: