Warum ich meinen Kindle liebe

25 Jan

Ewig habe ich mich gegen die Ansicht gewehrt, dass die Zukunft des Buches in E-Book-Readern liegt. Viel zu schön ist es, ein papiernes Buch in Händen zu halten, sein Gewicht zu spüren, das frische (gern aber auch schon leicht muffige) Papier zu riechen, darin zu blättern und es dann zu den vielen anderen ins Regal zu stellen. Bei einer Freundin haben wir dann Mitte des letzten Jahres einen Kindle gesehen und ausprobiert, und – was soll ich sagen: Seit meinem Geburtstag im letzten September habe ich auch einen.

So ein Kindle hat schon eine Vielzahl von Vorteilen. Mal unabhängig vom Umweltschutz (kein Baum muss für ein E-Book gefällt werden) ist es so unglaublich praktisch, mit dem Kindle zu lesen. Vor allem, wenn man ein Baby hat, das (wenn es einmal schläft) einen sehr leichten Schlaf hat. Mit einem herkömmlichen Buch in der Hand und unserer Kleinen auf dem Schoß könnte ich nie und nimmer umblättern, ohne dass sie aufwacht. Beim Kindle drücke ich einfach einen Knopf, und schon bin ich auf der nächsten Seite. Außerdem habe ich so viele Bücher bei mir, wie ich nur möchte.

Früher, wenn ich verreist bin, war es fast schon ein innerer Zwang, so viele Bücher wie möglich mitzunehmen, auch wenn ich wusste, dass ich gar nicht zum Lesen kommen werde. Denn nichts war schlimmer, als dann doch ein Buch auszulesen und kein neues dabei zu haben. Heute habe ich Hunderte von Büchern dabei, und die wiegen den Bruchteil eines einzigen Buches aus Papier. Das ist vor allem gut für meinen Rücken.

Dennoch bin ich immer noch Fan gedruckter Bücher, wenn diese einen Mehrwert haben, den nur Papier bieten kann. Zum Beispiel liebe ich die Zamonien-Romane von Walter Moers, die wegen der reichen Bebilderung als E-Books bei weitem nicht so gut wirken wie als gedruckte Bücher. Genauso ist es mit dem „Atlas der abgelegenen Inseln“ von Judith Schalansky, der als E-Book sicher nicht funktioniert. Aber für Bücher, die man „nur liest“, ist der Kindle perfekt und nur zu empfehlen.

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4 Antworten to “Warum ich meinen Kindle liebe”

  1. ladidaladida 16. Februar 2012 um 20:58 #

    Der Intellektuelle Mann von heute:
    „Ich brauch einen Kindle, vom Seitenumblättern wird mein Baby wach!“

    • Alex 16. Februar 2012 um 21:01 #

      Na ja, wenn man es so sagt, klingt es seltsam. 😉 Aber es ist wirklich so…

      • ladidaladida 16. Februar 2012 um 21:18 #

        Ich find´s ja großartig! Wenn ich wo anders lese oder höre, wie da die Rollenverteilung heute (!) noch ist…

  2. Kim 16. Februar 2012 um 21:49 #

    Den Zwang auf Reisen Bücher mitzunehmen, obwohl ich auf gar keinen Fall lesen würde, hatte ich auch immer. Hoffentlich werde ich diese Marotte trotz Kindle nicht beibehalten 🙂

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