Archiv | Meinung RSS feed for this section

[Film] “Serious Moonlight”

29 Mai

Und ein weiterer Film, den ich während meiner krankheitsbedingten Bettruhe in der letzten Woche geschaut habe. Louise, gespielt von Meg Ryan, kommt überraschend früher in ihr Ferienhaus und überrascht dort ihren Mann Ian (Timothy Hutton), der gerade das ganze Haus mit Blumen schmückt. Doch die Blumen sind nicht für Louise gedacht, sondern für seine Geliebte Sarah (Kristen Bell), für die er seine Frau verlassen will. Das akzektiert diese aber nicht und schlägt Ian nieder. Als er aufwacht, ist er gefesselt, und Louise eröffnet ihm, dass sie ihn so lange gefangen hält, bis er sich wieder in sie verliebt.

Der Film spielt fast ausschließlich im Haus und hat auch nur vier Hauptdarsteller, von denen vor allem das Ehepaar die meiste Zeit zu sehen ist. Meg Ryan fand ich ziemlich anstrengend, nicht nur weil man ihr ansieht, dass sie sich dagegen entschieden hat, in Würde zu altern. Timothy Hutton dagegen spielt sehr gut, und auch sind beiden dazukommenden Schauspieler (Kristen Bell als Geliebte und Justin Long in einer Rolle, die schon zu viel vom Film verraten würde) sind okay. Es wird viel geredet im Film, was mehrheitlich in Ordnung ist. Ziemlich enttäuschend ist allerdings das Ende, weil man es schon lange im Voraus erahnen kann. Leider gibt es nicht allzu viele Argumente für diesen Film, den man sich also auch gerne ersparen kann.

[Film] “Happythankyoumoreplease”

28 Mai

Josh Radnor kennt man vor allem als Ted in “How I Met Your Mother”. Und ein bisschen wie Zach Braff aus “Scrubs” hatte Radnor vor ein paar Jahren das Bedürfnis, noch etwas anderes zu machen als in einer Serie mitzuspielen. Braff schrieb, inszenierte und spielte in “Garden State”, und Radnor tat das gleiche in “Happythankyoumoreplease”.

Der nicht gerade erfolgreiche Autor Sam, gespielt von Radnor, beobachtet, wie ein kleiner Junge in der U-Bahn von seiner Familie getrennt wird. Er will ihm dabei helfen, seine Familie wiederzufinden, aber der Junge spricht zunächst nicht. Sam nimmt ihn mit zu sich nach Hause, kümmert sich um ihn und findet heraus, dass der Junge ein Pflegekind ist. Gleichzeitig lernt er Mississippi (Kate Mara) kennen, eine Kellnerin und Gelegenheitssängerin, und verliebt sich in sie. Er überredet sie, für drei Tage bei ihm einzuziehen. Sams beste Freundin Annie (Malin Akerman), die unter Haarausfall leidet und deshalb denkt, nicht liebenswert zu sein, wird von einem Arbeitskollegen (Tony Hale) umgarnt und weiß damit nichts anzufangen. Und Sams Cousine Mary Catherine will nicht aus New York weg- und mit ihrem Freund nach Los Angeles ziehen, wo dieser ein Jobangebot hat, weshalb ihre Beziehung auf der Kippe steht.

So wie Zach Braff mit Natalie Portman eine namhafte Schauspielerin für “Garden State” bekommen hat, ist es bei Josh Radnor Malin Akerman, die man unter anderem aus “Watchmen” kennt und die man wegen ihrer fehlenden Haare kaum erkennt. Dazu kommen mit Tony Hale der Buster aus “Arrested Development” und Kate Mara, die unter anderem in “127 Hours” mitgespielt hat. Ich mag unbeschwerte Filme, und dieser war der beste, den ich seit langem gesehen habe. Es gibt subtil lustige Momente und kleine interessante Spielereien, dazu eine gute Story und engagierte Schauspieler. Es ist eigentlich unverständlich, dass der Film kaum beachtet wurde und mehrheitlich weniger gute Kritiken bekommen hat. Ende des Jahres kommt mit “Liberal Arts” ein weiterer Film heraus, den Josh Radnor praktisch allein gemacht hat, und ich hoffe, dass er genauso gut wird.

Alexander Kords, Wien: Gyula, die Perle Ostungarns

27 Mai

Reblogged from Der Bär reist:

Click to visit the original post

Im tiefsten Osten Ungarns, dicht an der Grenze zu Rumänien, liegt die Stadt Gyula. Und ein bisschen ragt sie aus ihrer Umgebung hervor. Gyula sieht neu aus, aufgeräumt, überhaupt nicht wie die Stadt gewordenen Relikte aus sozialistischen Zeiten, die man im ehemaligen Ostblock so oft zu Gesicht bekommt. Gyulas Schönheit begründet sich vor allem durch den Ruf als Tourismusmagnet. Und dessen Grund liegt vor allem an einer Institution: dem Burgbad.

Weiterlesen… 352 more words

Für den Blog "Der Bär reist" habe ich einen Gastbeitrag über die ostungarische Stadt Gyula geschrieben.

[Film] “The High Cost of Living”

27 Mai

Ich mag Zach Braff schon seit seiner Hauptrolle in der Serie “Scrubs”, und auch sein Filmdebüt “Garden State” hat mir sehr gut gefallen. Neulich habe ich einen anderen Film mit ihm geschaut, nämlich die kanadische Produktion “The High Cost of Living”.

Die Story ist recht schnell erzählt: Zach Braff spielt Henry, einen Drogendealer, der eines Abends betrunken die schwangere Nathalie, gespielt von Isabelle Blais, anfährt und Fahrerflucht begeht. Sie verliert ihr Kind, trägt es aber zunächst weiterhin in sich, um Abschied zu nehmen. Sie entfremdet sich von ihrem desinteressierten Ehemann, findet aber Trost bei einem jungen Mann, der sie mit seiner Warmherzigkeit und seinem Humor von der Tragödie ablenkt und in den sie sich allmählich verliebt. Sein Name: Henry.

Man nimmt Zach Braff den harten Dealer trotz seines Drei-Tage-Barts nicht so richtig ab, weshalb seine Wandlung zum fürsorglichen Kümmerer geradezu folgerichtig ist. Ich fand aber vor allem die Charakterentwicklung der Nathalie sehr gut – großes Kompliment an Isabelle Blais. Auch das Ende ist zumindest diplomatisch gelöst und nicht allzu kitschig. Man sollte kein filmisches Meisterwerk erwarten, aber “The High Cost of Living” ist auf jeden Fall empfehlenswert.

Schach-WM

27 Mai

Es gab Zeiten, da habe ich mich für alle Arten von Sport interessiert. Auch für Schach. So habe ich damals noch das Aufkommen des Inders Viswanathan Anand mitbekommen, nur dass er 2007 Weltmeister geworden ist, habe ich nicht mehr mitgekriegt. Als ich mich heute auf die Facebook-Seite von Felix Magath verirrte, erfuhr ich, dass Anand gerade seinen Titel in einem Duell über 12 Partien gegen den Israeli Boris Gelfand verteidigt. Und die beiden haben sogar schon 11 Partien hinter sich gebracht. Der wenig überraschende Stand bei einem solch hochkarätigen Duell: 5,5 zu 5,5. Ich habe mir dann gleich auf der Turnier-Homepage der FIDE den bisherigen Verlauf angeschaut. Und das sah so aus: 1. Partie – unentschieden, 2. Partie – unentschieden, 3. Partie – unentschieden… Ich dachte, das geht ewig so weiter, doch dann: 7. Partie – Gelfand gewinnt. Und gleich danach: 8. Partie – Anand gewinnt. Und da es danach wieder nur Remis gab, steht morgen die letzte Partie an. Wenn auch diese Unentschieden endet, gibt es zwei Tage später einen Tiebreak aus verkürzten Partien, um einen Sieger zu ermitteln.

Was mich an dem Turnier vor allem überrascht hat, war das geringe Interesse der Massenmedien in Kombination mit der Höhe des Preisgelds. Es gibt nämlich insgesamt 2,55 Millionen Dollar zu gewinnen, von denen der Sieger 1,53 Millionen erhält. Da frage ich mich dann, woher dieses Geld kommt. Sicher nicht aus Fernsehrechten oder großartigen Sponsorverträgen.

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.

Join 33 other followers